Gemeinsame Presseerklärung der Tätowierverbände, Bundesverband Tattoo e.V. (BVT), Deutsche Organisierte Tätowierer e.V. (DOT) und ProTattoo e.V. zum Fachgespräch „Unter die Haut – Rahmenbedingungen für Tätowierungen“ am 28.11.2018 im Deutschen Bundestag.
In einer Studie der New York University School of Medicine von 2016 sind 90 Tätowierer zu ihren Erfahrungen und Verhaltensweisen bezüglich etwaiger Hauterkrankungen der Kundschaft befragt worden. Was die Wissenschaftler interessierte: Sprechen Tätowierer mit ihren Kunden über auffällige Beobachtungen und raten sie zu weiteren Untersuchungen? Oder tätowieren sie die gewünschte Hautpartie, selbst wenn ausgerechnet dort ein atypisches Muttermal eher Anlass zum Besuch eines Hautarztes geben würde?
Um es vorweg zu nehmen: Eine Tätowierung ist eine Verletzung, Schädigung und Störung (Läsion) der anatomischen Struktur oder physiologischen Funktion unseres Körpers!
Es ist noch nicht allzu lange her, da galten Tätowierungen nicht als chic, sondern oft verrucht. Tätowiert wurde in Hinterhofbuden und im Souterrain der Hafenviertel (und im Kittchen). Standards bildeten sich freilich im Handwerk selbst aus und verhalfen der Tätowierung allmählich zur Geltung als Kunstform. Die Popularität stieg mit der Finesse der Tattoo-Artists, die kunstvolle Hautbilder wirklich zu stechen verstanden.
Wenn man sich klar macht, dass der Vorgang des Tätowierens eine gezielte und wiederholte Verletzung der oberen Hautschichten darstellt, so ist die richtige Wundversorgung die logische Konsequenz. Allerdings fallen die Urteile darüber, wie die verletzte Haut nach dem Tätowieren am besten zu versorgen ist, unterschiedlich aus.
Der Bundesverband Tattoo e.V. ist der erste deutsche Dachverband für professionelle Tätowierer und Tattoostudiobetreiber. Er nahm jüngst seine Arbeit unter der Vorstandsleitung von Andreas Schmidt, Daniel Krause, Ralf Nonnweiler, Dr. Andreas Winkens und Urban Slamal auf.
Was sind es eigentlich für Menschen, die sich tätowieren oder piercen lassen? Klarheit verschafft jetzt eine neue und top-aktuelle Studie, die beim renommierten und größten deutschen Marktforschungs- Institut GfK im Frühjahr 2014 in Auftrag gegeben wurde.
Das Novum: Tätowierer, Piercer und Mediziner haben den Auftrag zur repräsentativen Umfrage gemeinsam erteilt.
Immer wieder taucht in einschlägigen Foren die Frage auf, ob eine Tätowierung für eine Blutspende disqualifiziert!?
Die Bundesärztekammer empfiehlt eine Karenzzeit von vier Monaten nach einer Tätowierung.
Tätowierungen gehören mittlerweile, genau wie Piercings, ins alltägliche Erscheinungsbild deutscher Straßen und Büros. Doch häufig wird beim Bewerbungsgespräch ein sichtbares Hautbild zum Nachteil und Hindernis.
Fast 7,4 Millionen Deutsche tragen ein gesticheltes Hautbild, sagt eine Emnid-Umfrage für die Bild-Zeitung von 2012. Übertrumpft werden wir hierbei mal wieder von den USA, die rund 78 Millionen Bürger mit Tätowierungen auf der Haut im eigenen Land gesichtet haben wollen. Und der Trend reißt nicht ab! Immer mehr Menschen…