Nachsorge nach der Laserbehandlung zur Tattooentfernung
Was Ihre Haut jetzt braucht und was Sie am besten zur Unterstützung tun können.
Eine Laserbehandlung zur Tattooentfernung ist kein Eingriff der mit dem letzten Laser-Impuls endet. Was in den Stunden, Tagen und Wochen danach passiert, entscheidet mit darüber wie gut und schnell sich Ihre Haut erholt und wie effektiv die gesamte Lasertherapie am Ende ist.
Die gute Nachricht für Sie vorweg. Die Nachsorge und Pflege Ihres gelaserten Hautareals ist nicht kompliziert. Aber sie sollte konsequent von Ihnen durchgeführt werden.
Wir erklären Ihnen ehrlich, was nach jeder Lasersitzung in Ihrer Haut passiert, was Sie konkret tun können, um den Heilungsprozess zu unterstützen, und was Sie besser lassen sollten, um mögliche Komplikationen zu vermeiden.
Was direkt während der Laserbehandlung passiert
Bevor wir zur Pflege und Nachsorge bei Ihrer Tattooentfernung kommen, kurz das Wichtigste über das was Ihre Haut in den ersten Minuten und Stunden nach der Laserbehandlung erlebt. Nur damit Sie wissen, was normal ist und was nicht.
Das sogenannte „Frosting“
Oder genauer gesagt, die kleinen weißgrauen Bläschen, die durch den jeweiligen Laser-Impuls direkt in Ihrer Hautoberfläche entstehen, nennen sich Kavitations-Blasen. Das klingt dramatischer als es ist.
Sie bilden sich durch Gasdruck und Laser-Plasma bei der Zertrümmerung (Absorbtion) von Tattoo-Pigmenten in der Dermis. Da der Gasdruck auf kürzestem Wege aus der Dermis entweichen will, löst seine Wucht dabei die Epidermis kurzzeitig von der Dermis ab.
Direkt nach den Laser-Impulsen wird Ihr behandelte Hautareal also für einige wenige Minuten weiß-grau aufhellen.
Das ist bei der Laser-Tattooentfernung vollkommen normal. Es ist vor allen Dingen ein gutes Zeichen dafür, dass der Laser die Pigmente in Ihrer Haut als Ziel wahrgenommen und erreicht hat.
Das Frosting, oder auch Popkorn- oder Whitening-Effekt, bildet sich dabei innerhalb weniger Minuten wieder zurück. Hautkühlung kann diese Rückbildung etwas beschleunigen.
Unter Verwendung von modernen Pico Nd:YAG-Lasern mit moderaten Energie-Parametern und bei tieferliegenden Pigment-Resten Ihrer bereits aufhellenden Tätowierung kann es sein, dass diese Kavitations-Blasen nicht mehr sichtbar sind. Das heisst allerdings nicht, dass Ihre Tattooentfernung nicht trotzdem erfolgreich weiter voranschreitet, sondern hat Laser-physikalische Hintergründe.
Die Laser-Vakuolen
Was nach dem lasern äußerlich unsichtbar in der Haut verbleibt, sind mikroskopisch kleine Hohlräume, sogenannte Laser-Vakuolen.
Sie entstehen durch den eben erwähnten Druckeffekt des Laserimpulses und werden vom Körper im Heilungsprozess selbstständig repariert.
Die Größe dieser Laser-Vakuolen ergibt sich dabei u.a. aus den Energie- und Leistungs-Parametern der unterschiedlichen Lasersystem-Varianten.
Neue Forschung der RWTH Aachen zeigt dazu, dass eine adäquate Nachsorge mit (Dex-)Panthenol-haltiger Salbe diese Reparaturprozesse messbar beschleunigen kann. Die Laser-Vakuolen waren hier schon nach 24 Stunden nicht mehr nachweisbar.
Was in den ersten Stunden nach der Laserbehandlung noch passieren kann
Was in den ersten Stunden nach der Laserbehandlung folgt ist klassische Rötung, Schwellung und ein Wärmegefühl, das oft mit einem leichten Schmerzgefühl eines Sonnenbrands verglichen wird.
Dies sind normale Entzündungs-Reaktionen, die Ihr Körper auch benötigt, um seinen Heilungsprozess und den Abtransport der Pigment-Trümmer zu gewährleisten. Sie klingen in der Regel aber ebenfalls innerhalb weniger Stunden und Tage ab.
In manchen Fällen, z.B. aufgrund von hoher Laser-Energie und durch aggressive Laserlicht-Wellenlängen, können sich Blasen, Punktblutungen oder Krusten bilden, die einige Zeit bestehen bleiben können.
An ihnen sollte man nicht unsachgemäß herum manipulieren und eine besondere Pflege beachten, um ein Narbenrisiko, Pigmentverschiebung oder Entzündungen & Infektionen zu vermeiden.
Die 3 Phasen der Nachsorge
1. Nachsorge-Phase (Erstversorgung ab Tag 1)
Direkt nach der Laserbehandlung versorgt Ihr Laserologe Ihr warmes, rotes und wundes Hautareal wahrscheinlich mit einer medizinischen Creme und Verband, Gase, Mullkompresse oder selbstklebender atmungsaktiver Folie.
Ziel dieser 1. Nachsorge-Phase ist es, Ihre nun sehr sensiblen Haut vor äußeren Einflüssen zu schützen und das Risiko einer bakteriellen Entzündung und Infektion zu minimieren.
Reinigen Sie das behandelte Areal in dieser Zeit ausschließlich mit lauwarmem, klarem Wasser und ohne Seife. Desinfizieren Sie es danach vorsichtig mit einem geeigneten Antiseptikum wie z.B. Octenisept®. Tupfen Sie die Hautstelle trocken. Bitte niemals reiben.
In den ersten 1 – 3 Tagen ist das Ziel, dass Ihre Haut die erste Schutzbarriere wieder herstellt und ein dünner Creme-Film mit pflegenden Wirkstoffen (z.B. Vitamin C, Vitamin E, Ferulasäure, Panthenol) mehrmals täglich Ihre Haut beruhigt, kühlt und ihr Feuchtigkeit spendet, was auch den möglichen Juckreiz reduziert.
Tragen Sie also gerne mehrmals täglich dünn eine (Dex-)Panthenol-haltige Salbe auf, zum Beispiel Bepanthen® Wund- und Heilsalbe oder eine spezielle Laser-Aftercare.
Warum ist gerade Panthenol so gut?
Prof. Dr. Peter Arne Gerber, Mitglied unseres Medical Advisory Boards, bringt es dabei auf den Punkt: „(Dex-)Panthenol unterstützt die Regeneration der Haut nach Laserbehandlungen und ist der leitliniengerechte Goldstandard der Nachsorge.“
Klinische Studien belegen, dass (Dex-)Panthenol die Re-Epithelialisierung beschleunigt und die Barrierefunktion der Haut nach Laserbehandlungen schneller wiederherstellt als z.B. Vaseline. Die topische Anwendung ist zudem ausdrücklich in der aktuellen S2k-Leitlinie zur Lasertherapie empfohlen.
Mehr zur wissenschaftlichen Evidenz gerne hier: (Dex-)Panthenol für die Nachbehandlung von Tattoos („Makrophagenähnliche schnelle Aufnahme und Toxizität von Tätowierfarbe in menschlichen Monozyten“ von Lin et al., RWTH Aachen, Video Copyright Wiley 2023)
Bitte vermeiden Sie in dieser 1. Phase die Verwendung von Sonnenschutzcreme auf dem noch nicht vollständig äußerlich abgeheilten Areal.
Okklusive (verschliessende) Salben und Cremes wie Vaseline, Melkfett oder Penaten, die eine luftdichte Schicht bilden, behindern die natürliche Hautregeneration.
Schützen Sie aber bitte Ihr gelasertes Hautareal vor direktem Kontakt mit UVA-/UVB-Strahlung, um u.a. Pigmentverschiebungen zu vermeiden.
Falls ein atmungsaktiver selbstklebender Folienverband (Second Skin, 1-2 Tage, gibts übrigens auch mit UV-Schutz) verwendet wurde, lösen Sie diesen bitte immer behutsam und ggf. unter lauwarmem Wasser ab.
Sollte eine Kompresse oder Gase einmal festgetrocknet sein, weichen Sie diese nach dem waschen Ihrer Hände ggf. mit Hilfe eines Antiseptikums oder klarem Wasser ein und lösen sie vorsichtig von Ihrer Haut, um eine erneute Verletzung zu vermeiden. Bitte nie abreißen.
2. Nachsorge-Phase (Erholung und Regeneration, etwa Tag 3 bis Woche 4)
Ihre Haut erholt sich jetzt sichtbar. Das gelaserte Areal kann immer noch jucken, sich warm anfühlen und gerötet wirken, ähnlich wie bei einem leichten Sonnenbrand.
Das ist für Sie ein Zeichen aktiver Hautregeneration und kein Grund zur Sorge.Tragen Sie weiterhin mehrmals täglich dünn eine (Dex-)Panthenol- oder Vitamin-E-haltige Pflegelotion auf.
Das unterstützt die Heilung Ihrer Haut, spendet Feuchtigkeit und beruhigt gereizte Stellen. Wenn Schorf oder eine Kruste entstehen, ist das nicht unüblich aber bitte nicht abknibbeln, auch wenn es juckt.
Der Schorf fällt von alleine ab. Wer ihn vorzeitig entfernt, riskiert, dass Keime in die noch offene Haut gelangen, was zu Entzündungen, Infektionen und nicht nur zu Narbenbildung führen kann.
Möglicher Weise entstandene Blasen, die sich mit Lymphflüssigkeit füllen, zeugen sie in der Regel von einem aktiven Immunsystem sowie von hoher Laserenergie. Es sollten keine Brandblasen sein. Bitte niemals unsteril oder eigenständig aufstechen. Wenden Sie sich bei auffällig großen oder mit Blut gefüllten Blasen bitte an Ihren Laserologen.
Bitte vermeiden Sie in der 1. und 2. Phase Schwimmbäder, Saunen und Solarien für mindestens vier Wochen. Sport und intensive körperliche Belastung sollten Sie direkt nach der Behandlung pausieren. Erneute Verletzungen durch Reibung und Schweiß können auf dem noch empfindlichen Hautareal zu Entzündungen oder Infektionen führen.
Sobald Ihr gelasertes Tattoo äußerlich vollständig abgeheilt und eine eventuelle Kruste abgefallen ist, gilt hingegen das Gegenteil. Eine moderate Bewegung regt den Lymphfluss an und kann den Abtransport der zersprengten Pigmentpartikel durch das Lymphsystem nachweislich unterstützen.
3. Nachsorge-Phase (Sonnenschutz, dauerhaft zwischen den Sitzungen)
UV-Strahlung auf dem behandelten Areal birgt das Risiko einer sogenannten postinflammatorischen Hyperpigmentierung (PIH) und Pigmentverschiebung, also einer dauerhaften Verdunklung und ungewünschten Verfärbung Ihrer Haut.
Sonne oder Solarium können das Ergebnis Ihrer Laserbehandlung erheblich beeinträchtigen. Ein erhöhter Melaninspiegel in der Haut erschwert zudem die nächste Behandlung, weil das körpereigene Melanin mit dem Tattoo-Pigment um die Laserenergie konkurriert.
Tragen Sie mindestens 30 Minuten vor Sonneneinstrahlung eine geeignete Sonnenschutzcreme mit einem UVA/UVB-Breitbandfilter mit Lichtschutzfaktor von mindesten LSP30+, oder höher, auf.
Schützen Sie das Areal mit geeigneter Kleidung, wenn das möglich ist. Dieser Schutz sollte jeweils bis zu vier Wochen vor und nach jeder Lasersitzung konsequent beibehalten werden.
Das Gute daran ist, dass Sie Ihre Termine zur Laserbehandlung an Ihre Sommer- und Urlaubspläne anpassen können.
Was Ihr Körper zwischen den Lasersitzungen braucht
Die eigentliche Arbeit nach einer Laserbehandlung zur Tattooentfernung übernimmt Ihr Immunsystem. Die sogenannten Makrophagen, die Fresszellen des Lymphsystems, transportieren die zersprengten Tattoo-Pigmentpartikel auf natürliche Weise ab.
Dieser für uns alle nicht sichtbare Prozess dauert Wochen und Monate. Was Sie in dieser Zeit tun, beeinflusst direkt wie effizient der Abbau- und Heilungsprozess für Sie abläuft.
Trinken Sie ausreichend Wasser. Mindestens 1,5 bis 2 Liter täglich. Gut hydriertes Gewebe unterstützt Ihren Lymphfluss und damit den Abtransport der Pigmenttrümmer.
Ernähren Sie sich immunstärkend. Vitamin C aus Paprika, Zitrusfrüchten und Brokkoli, Zink aus Nüssen, Hülsenfrüchten und Kürbiskernen sowie ausreichend Protein unterstützen bekanntermassen die Zellregeneration. Das ist also keine abstrakte Empfehlung von uns, sondern messbar.
Rauchen verlangsamt den Prozess messbar. Das Immunsystem muss permanent Tabaktoxine bekämpfen und hat dadurch weniger Kapazität für den Pigmentabtransport. Nichtraucher erzielen nachweislich bessere Ergebnisse und kommen oft mit weniger Sitzungen aus.
Das ist kein moralischer Appell von uns, sondern Biochemie. Alkohol dehydriert, ist ebenfalls ein Toxin und schwächt somit auch die Immunantwort. Beides verlangsamt also Ihren gesamten Heilungsprozess.
Wer es schafft, der sollte für mindestens 48 Stunden nach jeder Behandlung auf Alkohol und Nikotin verzichten und im gesamten Zeitraum zwischen den Lasersitzungen zumindest reduzieren. Vor allen Dingen, wenn die Tattooentfernung schnellstmöglich und optimal vonstatten gehen soll.
Schlafen Sie ausreichend. 7 bis 8 Stunden störungsfreier Schlaf pro Nacht sind ideal. Während der Ruhephasen konzentriert sich der Körper auf die Regeneration, was keine Methapher ist, sondern Physiologie.
Bewegen Sie sich regelmäßig. Einfache Spaziergänge (länger als 25 Minuten) oder Radfahren reichen schon aus. Eine moderate Bewegung regt Ihren Kreislauf und damit den Lymphfluss an.
Ein Thema was selten erwähnt wird, ist die Lymphdrainage
Eine sanfte manuelle Lymphdrainage nach der Lasersitzung kann den Abtransport der zersprengten Pigmentpartikel unterstützen.
Die Behandlung setzt dabei natürlich nicht direkt auf Ihrem behandelten Hautareal an. Es sollte dabei eine Wartezeit von 2 – 3 Tagen eingehalten werden. Diese Massage regt aber Ihren Lymphfluss an, was den Pigmentabtransport beschleunigen und mögliche Schwellungen rascher reduzieren kann.
Das ist bisher kein etabliertes Standardverfahren in der Nachsorge der Laser-Tattooentfernung, aber ein Ansatz der zunehmend diskutiert wird.
Sprechen Sie das Thema unbedingt zuerst mit Ihrem Laserologen ab. Lassen Sie eine solche Behandlung ausschließlich von einem qualifizierten Lymphdrainage-Therapeuten durchführen.
Wann Sie Ihren Laser-Doc kontaktieren sollten
Die meisten Reaktionen nach der Lasersitzung sind normal und klingen von alleine ab. Aber auch die Laser-Tattooentfernung birgt Risiken und Nebenwirkungen.
Kontaktieren Sie Ihre Laser-Praxis bitte, wenn die Rötung oder Schwellung nach mehr als drei bis fünf Tagen zunimmt anstatt abzuklingen.
> Wenn sich Zeichen einer Entzündung oder Infektion zeigen wie zunehmende Wärme, eitrige Absonderungen oder ein unangenehmer Geruch.
> Bei Blasen, die sich ungewöhnlich groß entwickeln, mit Blut füllen oder von alleine auf gehen.
> Wenn Sie innerhalb von ein bis zwei Wochen nach der Laserbehandlung allergische Reaktionen bemerken. Auch verzögert auftretende wie Juckreiz, Quaddeln oder Schwellungen abseits Ihres gelaserten Hautareals.
Im Zweifel bitte immer fragen! Ihr Laserologe ist für solche Fälle auch zwischen den Laser-Terminen erreichbar.
Grundsätzlich gilt:
Die überreizte Haut muss nach einer Lasertherapie schonend behandelt werden. Des Weiteren sollten Sie die gereinigte Hautstelle mit ausreichend Feuchtigkeit und frischer Luft versorgen. Tragen Sie nicht zu enge Kleidungsstücke, um eine Reibung an der Hautstelle zu vermeiden.
Trinken Sie ausreichend Wasser und essen Sie Lebensmittel, die Ihr Immunsystem kräftigen. Diese enthalten viele wichtige Enzyme, die den Wundheilungsprozess der Haut fördern und den körpereigenen Reinigungsprozess beschleunigen und stärken.
Täglich ausreichender und störungsfreier Schlaf unterstützt Ihren Körper und das Immunsystem. 7 Stunden Ruhephase in der Nacht sind ideal und hilft Ihrem Körper sich auf die Regeneration und Reinigung zu konzentrieren. Bewegen Sie sich ausreichend. Spaziergänge regen den Körperkreislauf an. Vermeiden Sie Genussgifte, wie Rauchen oder Alkohol, die Ihr körpereigenes Entgiftungssystem stören.
Häufig gestellte Fragen zur Nachsorge nach der Laserbehandlung
Wie lange dauert die Erholungsphase nach einer Lasersitzung?
Die äußerliche Erholung der Haut ist in der Regel nach wenigen Tagen abgeschlossen. Moderne Pico Nd:YAG Lasersysteme verursachen mit der Wellenlänge 1064nm bei korrekter Handhabe und moderaten Laser-Parametern dazu weniger Kollateralschaden in der Haut als andere Lasersystem Varianten.
Die vollständige innere Regeneration inklusive Pigment-Abtransport durch das Immunsystem dauert erfahrungsgemäß sechs bis acht Wochen und gerne länger.
Eine Bioverfügbarkeitsstudie, die diesen Zeitraum genauer definieren könnte, fehlt in diesem Bereich allerdings bisher.
Deshalb sollte die nächste Laserbehandlung zur Tattooentfernung frühestens nach diesem Zeitraum stattfinden.
Darf ich nach der Laserbehandlung Sport machen?
Direkt nach der Laserbehandlung zur Entfernung Ihrer Tätowierung sollten Sie beim Sport etwas pausieren.
Schweiß, Wärme, Reibung der Kleidung und intensive Muskelkontraktion können die sensible Hautstelle reizen und verletzen und Entzündungen oder gar Infektionen begünstigen.
Sobald das behandelte Hautareal vollständig abgeheilt ist, gilt dann das Gegenteil. Regelmäßige Bewegung, wie Spaziergänge oder Radfahren unterstützt den Lymphfluss und den Pigmentabtransport nachweislich.
Warum ist Vaseline für die Nachsorge bei der Laser-Tattooentfernung nicht geeignet?
Vaseline bildet eine vollständig luftdichte Schicht auf der Haut, die Sie nicht haben wollen.
Das beeinträchtigt das feuchte Wundmilieu, das für eine optimale Regeneration Ihres gelaserten Hautareals notwendig ist.
(Dex-)Panthenol-haltige Salben bilden hingegen eine halbokklusive, atmungsaktive Schicht und erzielen klinisch nachweislich bessere Ergebnisse im Heilungsprozess.
Wie lange muss ich Sonnenschutz verwenden?
Eine Frage, die sehr einfach und für alle zu beantworten ist. IMMER!
Als Tattoo-Trägerin oder -Träger sowieso, um nicht nur Ihre Tätowierung zu schützen, sondern auch um durch UVA/UVB-Strahlung ausgelöste biochemische Prozesse zu vermeiden und einzuschränken.
Bei der Laserbehandlung zur Tattooentfernung gilt zudem , dass mindestens vier Wochen vor und nach jeder Lasersitzung konsequent vor Sonneneinstrahlung geschützt werden muss.
Bei regelmäßigen Behandlungen bedeutet das im Grunde also auch hierbei ein dauerhafter Sonnenschutz auf dem behandelten Areal bis zum Abschluss der gesamten Behandlungsserie.
Was ist das weiße Aufhellen direkt nach dem Lasern?
Das sogenannte Frosting, Whitening oder der Popcron-Effekt ist ein normales Zeichen der Laserbehandlung.
Es entsteht durch die schnelle Erhitzung, Abkühlung und Kavitation mit einem Gasdruck-Effekt in der Haut und bildet sich innerhalb von Minuten wieder zurück.
Es zeigt, dass der Laser-Impuls die Pigmente im Zielgewebe erreicht und diese das Laserlicht absorbiert haben.
WEITERFÜHRENDE SEITEN
- Wie funktioniert die Tattooentfernung mit Laser?
- Tattoo Komplikationen
Zuletzt aktualisiert: Juni 2026
