Nickel in Tätowierfarben und das Allergie-Risiko

Nickel in Tätowierfarben und das Allergie-Risiko

Nutzt Ihr Tätowierfarben, die frei von Nickel sind?„, ist in Tattoo-Studios eine gerne gestellte Kunden-Frage, die dann auch gleich vom Hinweis der persönlichen Nickelallergie verfolgt wird. Was hier teils als Antwort kommt, unterscheidet das gute Tattoo-Studio und einen professionellen Tattoo-Artist vom Hobby-Stecher. Nickel ist eines der am häufigsten diskutierten Schwermetalle, wenn es um ein hohes Allergie- oder Toxizitäts-Risiko in Verbindung mit Tätowierungen oder auch Permanent Make-up steht. Wissenschaftliche Analysen zeigen jedoch, dass echte klinische Reaktionen auf Nickel bei Tätowierungen vergleichsweise selten geworden sind. Doch es gibt gute Gründe, warum auf jeder REACH-konformen Tattoo Ink nach Eintrag 75 des Anhangs XVII „(…)Enthält Nickel. Kann allergische Reaktionen hervorrufen.(…)“ in Amtssprache draufsteht.

Kein Quatsch. Bitte gerne mal den Wikipedia-Eintrag zu Nickel lesen. Dabei dürfte dann auch schnell klar werden, dass Nickel (Ni) nicht einfach zum Pflücken auf dem Waldboden wächst und die EU zur Eindämmung der Risiken einer Nickelempfindlichkeit und Gesundheit bewusst Begrenzung aufgelegt hat. Vor allen Dingen, wenn Nickel unmittelbar und länger mit der menschlichen Haut in Kontakt gerät.

Nickel ist ein silbrig-weißes Metall, das in vielen Alltagsprodukten vorkommt. Auch in Lebensmitteln. Unser Körper benötigt sogar in Spuren Nickel für bestimmte enzymatische Prozesse, reagiert aber bei Überempfindlichen bereits auf winzige Mengen mit allergischen Symptomen.

Wie so eine Reaktion bei Nickel auf der Haut aussehen kann, wissen nicht nur die Mediziner. Ringe an Ohr oder Finger, Armbanduhren und -reifen, Halsketten, Brillengestelle oder gar Nietenverzierungen und Reissverschlüsse an Klamotten lösten nicht nur in der Vergangenheit teils gerne mal unfröhliche Juck- und Kratzorgien oder Schlimmeres aus.

Die alteingesessenen Piercer & Tätowierer werden mit ihren Anekdoten sicherlich mit einstimmen können. Dieses Sensibilisierungs- oder Allergie-Potenzial ist in Verbindung mit Nickel bei vielen im Gedächtnis geblieben. Und das Potenzial ist auch nicht plötzlich weg – aber!

Der entscheidende Punkt liegt in der chemischen Form des Nickels. Für eine allergische Reaktionen muss Nickel in ionischer Form freigesetzt werden.

Nickel ist kein klassischer „Zielbestandteil“ moderner REACH-konformer Tätowierfarben. Das ist der erste wichtige Punkt, den man klarstellen muss. Niemand formuliert bewusst Nickel in Tattoo-Inks, um irgendeinen funktionellen Effekt zu erzielen. Und trotzdem findet man es. Aber warum?

Die Antwort ist banal und toxikologisch auch für Chemie-Abwähler absolut erwartbar. Nickel tritt als Spurenelement auf. Es gelangt zum Beispiel als Verunreinigung in anorganischen Pigmenten (z. B. Eisenoxide), über metallische Produktionsprozesse, durch Abrieb von Edelstahl-Komponenten (z. B. Tätowiernadeln) oder als Rohstoff-Kontamination entlang der Produktions- und Lieferkette ins System. Ja, Nickel kann zum Beispiel auch durch Korrosion von Produktionsanlagen in die Farbmatrix gelangen.

Auch wenn diese Mengen meist sehr gering sind (Spuren im Bereich von ppm/ parts per million oder drunter & drüber), kann eine wiederholte Exposition, wie sie beim Tätowieren oder Nachstechen entsteht, ausreichen, um eine Kontaktallergie auszulösen oder bestehende Sensibilisierungen zu aktivieren.

Das BfR empfiehlt daher seit über einem Jahrzehnt, Nickel in Tätowiermitteln „auf das technisch geringstmögliche Maß zu beschränken“.

Ein zentraler Denkfehler, ob bei medizinischem Fachpersonal oder professionellem Tattoo-Artist, ist beim Nickel-Allergie-Gedanken die Gleichsetzung von „nachweisbar“ mit „biologisch wirksam“.

Nickel liegt im Tattoo-Kontext meist „chemisch gebunden“ (IN der Pigment-Matrix eingesperrt in der Dermis) vor und besitzt damit nur eine sehr geringe biologische Verfügbarkeit. Aus toxikologischer Sicht ergibt sich daraus in der Regel eine eher geringe klinisch relevante Belastung.

Nicht jede Form von Nickel ist gleich gefährlich. In vielen anorganischen Pigmenten, wie etwa Eisen‑, Chrom‑ oder Kupferverbindungen, kann Nickel also als unbedeutende Spur oder in fest gebundener Form vorkommen, die chemisch stabil und biologisch kaum verfügbar ist.

Das unterscheidet etwa ein Nickeloxid-Spurenatom in einem Silikatgitter fundamental von freien Nickelionen, die sich in Feuchtigkeit oder Gewebe lösen können.

Und genau hier liegt der Unterschied zur klassischen Nickel-Allergie, die typischerweise durch direkten Hautkontakt und Schweiss mit freisetzbarem Nickelionen ausgelöst wird, wie man es von AUF der Haut getragenem Billig-Schmuck und Co. kennt.

Entscheidend ist also die chemische Bindungsform, nicht allein das Vorhandensein des Metalls.

Deshalb ist eine direkte Auslösung einer Nickel-Allergie durch Tätowierfarbe nach aktueller Datenlage eher unwahrscheinlich (aber es gibt sie!!). In der Praxis werden solche nichtinfektiösen Hautreaktionen deutlich häufiger durch Pigmentbestandteile selbst oder deren Abbauprodukte verursacht als durch Nickel.

Aktuelle toxikologische Bewertungen zeigen, dass REACH‑konforme Tätowierfarben mit stabilen Pigmenten wie Eisenoxiden, Titandioxid oder Kupferphthalocyanin nur minimale Nickelgehalte als natürliche Verunreinigung enthalten und diese kaum freisetzen. In dieser Form stellt Nickel kein relevantes Risiko dar.

Eine pauschale „Schwermetall-Hysterie“ rund ums Tattoo wäre im Nickel-Fall also fehl am Platz. Entscheidend ist die Formulierung, nicht die Panik, die auch durch den ein oder anderen journalistischen Beitrag geschürt wird.

Spannend ist dazu natürlich auch immer der Gedanke, warum man nicht durchweg Pigmente in medizinischer Qualität bzw. Reinstqualität „Medical Grade“ einsetzt. Bleiben wir beim Medical Grade für Titandioxid ist es selbst in diesem Fall nur nickelarm, aber aufgrund natürlicher Rückstände nicht zwingend absolut nickelfrei.

Neben den Tätowierfarben selbst können auch Instrumente Nickel freisetzen. Viele Tätowiernadeln bestehen aus Edelstahl, der geringe Nickelanteile enthält.

Für die meisten Menschen ist dieser Edelstahl unproblematisch. Doch Nickelallergiker reagieren auch auf Spuren, die bei Reibung und Feuchtigkeit gelöst werden können.

Markant ist dazu eine Studie vom BfR Berlin, Frau Dr. Ines Schreiver und Team, die sich unter anderem mit dem Phänomen beschäftigt, dass Titandioxid (TiO2/ Pigment-weiss) an den Tätowiernadeln schabt und Nickelpartikel freisetzt, Carbon-Black (Pigment-schwarz) hingegen nicht.

Wer die Studie von August 2019 mal im Original lesen möchte, findet sie hier im Volltext in Particle and Fibre Toxicology über Springer Nature.

Verteilung von nickel- und chromhaltigen Partikeln aus dem Abrieb von Tätowiernadeln im menschlichen Körper und deren mögliche Auswirkungen auf allergische Reaktionen

Schreiver, I., Hesse, B., Seim, C. et al. Distribution of nickel and chromium containing particles from tattoo needle wear in humans and its possible impact on allergic reactions. Part Fibre Toxicol 16, 33 (2019). DOI: 10.1186/s12989-019-0317-1

Deshalb sind hygienisch einwandfreie, zertifizierte Einweg- oder hochwertige Edelstahlprodukte aber auch so wichtig, um eine unnötige zusätzliche Exposition Richtung Haut und Körper zu vermeiden bzw. einzuschränken.

Das bewusste Verwenden von nickelfreien oder hypoallergenen Werkzeugen kann bei empfindlichen Kunden zwar sinnvoll sein, bedeutet aber meist eben auch nur, dass die Nickelanteile unter den gesetzten Grenzwerten liegen, die in vielen Laboren nichtmal messbar sind.

Hochwertige Tätowiernadeln be­stehen in der Regel aus rostfreiem Edelstahl, dem häufig Nickel (ca. 6-8 %) und Chrom (ca. 15-20 %) zugefügt wird, um ihn korrosions- und säurebeständig zu machen.

Das ist auch ein Thema bei bio-medizinischen Implantaten (wie z.B. Stents mit Nickel-Titan-Oberfläche), Geräten, Prothesen, Medikamenten oder hochwertiger Kosmetik.

Bei dieser Fragestellung wird es oft emotional, aber die Faktenlage ist eher nüchtern. Ja, Nickel ist ein potenziell toxisches Metall. Keine Frage. Aber Toxizität ist auch immer eine Frage der Dosis, Exposition und Bioverfügbarkeit, wie wir alle wissen.

Bei professionellen Tätowierungen mit REACH-konformen Tätowierfarben und hochwertigem Tattoo-Equipment gilt, dass keine relevante systemische Nickelaufnahme nachweisbar ist.

Es gibt also keine belastbaren Hinweise auf chronische Nickeltoxizität durch Tattoos, noch epidemiologischen Daten, die ein erhöhtes Nickel-Risiko zeigen.

Selbst bei Laserbehandlungen zur Tattooentfernung, bei denen solche Pigmente in Kleinstteile fragmentiert werden, gibt es bislang keine überzeugenden Hinweise, dass Nickel in gesundheitsrelevanten Mengen mobilisiert wird.

Das bedeutet nicht „risikofrei“ aber es bedeutet, dass es nicht so einfach realistisches Gesundheitsproblem im klinischen Alltag darstellt.

Weil „Schwermetall“ emotional grundsätzlich gut funktioniert. Nickel wird dabei in einen Topf mit toxischer Schwermetall-Industrie mit ihren Hochöfen, billigem Modeschmuck, roten Ohren und dickem Hals und strengsten regulatorischen Grenzwerten geworfen. Das Problem ist, dass diese Kontexte nicht einfach auf Tätowierungen übertragbar sind.

Dazu kommt ein strukturelles Defizit. Viele Ärzte aber auch Tattoo-Artists oder Pigmentisten haben schlicht keine fundierte Ausbildung in Pigmentologie oder Tattoo-Toxikologie. Die Folge sind pauschale Warnungen statt differenzierter Auseinandersetzung und Aufklärung zu diesem Thema.

Für Tätowierer bedeutet das in der Praxis, dass Qualität der Tätowierfarben und Nadeln entscheidend ist. Diese Qualität ist tatsächlich labortechnisch messbar! Wer zertifizierte Produkte verwendet, minimiert bereits das theoretische Risiko in seinem Studio-Alltag.

Für Ärzte bedeutet es, dass nicht jedes Tattoo-Problem eine allergische Reaktion aufgrund von „Schwermetall“ aus der Autolack-Industrie in der Haut der Patientschaft darstellt. Wer Nickel für eine Tattoo-Allergie reflexartig verantwortlich macht, greift hier sicherlich oft zu kurz. Selbst wenn ein Tattoo aus der prä-REACH Ära vorliegen sollte.

Für Tattoo-Kunden bedeutet es, dass eine bekannte Nickel-Allergie kein automatisches Ausschlusskriterium für das nächste Tattoo sein muss. Man sollte sich aber ausgiebig mit der Recherche um sein „gutes Tattoo-Studio“ und seine Artists bemühen. Eine saubere Aufklärung und vorherige Abklärung mit dem behandelnden Arzt/ Dermatologen/ Allergologen ist Pflicht.

Menschen mit einer Nickel-Allergie reagieren nach dem Tätowieren teils erst verzögert Tage oder Wochen/Monate nach der Tattoo-Session. Typische Symptome sind dann ein lokaler Juckreiz, Rötung und Ödembildung, Ekzeme und Bläschenbildung und selten systemische Reaktionen bei großflächigen Tattoos.

Hinweise auf eine „echte“ Nickel-Allergie können ekzematöse Reaktionen außerhalb des tätowierten Hautareals sein. Die Frage nach ähnlichen Reaktionen auf Schmuck oder Alltags-Metalle darf da nicht ausbleiben. Wer als Patient einen positiven Epikutantest dabei hat, ist natürlich König!

Die Haut kann aber auch gleichzeitig auf mehrere allergene Substanzen reagieren. Nickel ist hier oft nur ein Faktor unter mehreren. In solchen Fällen sollte eine dermatologisch-allergologische Abklärung erfolgen, um mögliche Kreuzreaktionen zu identifizieren.

Hinweise darauf, dass eine granulomatöse oder lichenoide Hautreaktion aufs Pigment bzw. die Tattoo Ink assoziiert wird, wären neben der Farbabhängigkeit anorganischer Pigmente wie Schwarz, Blau, Rot & Grün die fehlende Metallreaktion auf der Haut.

Nickel gehört zu den meistdiskutierten oder zumindest erwähnten Schwermetallen in der Tattoo-Branche. Und das zu Recht. Eine Nickel-Allergie außerhalb der Tattoo-Welt ist nunmal wirklich nicht selten!

Nickel selbst existiert dabei sowohl in Tätowiermitteln als auch in Tattoo-Equipment. Das lässt sich analytisch nachweisen und sicherlich nicht wegdiskutieren.

Aber die tatsächlichen Risiken dieses doch eher „Beifahres“ sollten differenziert betrachtet werden. Die toxikologische und klinische Relevanz von Nickel in Bezug auf Tätowierungen ist in den allermeisten Fällen sehr gering und wenn, dann ist Nickel selten der klare Hauptschuldige. Moderne, REACH-konforme Tätowierfarben enthalten heute nur noch minimale Spuren von Nickel. Derweil gibt es also keine zuverlässig nachweisbar nickelfreien Tätowierfarben.

Die Hauptfrage ist zudem nicht „ist Nickel drin?“, sondern „ist Nickel freisetzbar?“

Gefährdet sind vor allem Tattoo-Kunden mit bestehender Allergie oder bei Verwendung nicht geprüfter Tätowierfarben und Werkzeuge, mit denen man sich mal eben irgendwo von irgendwem eine Verzierung in die Haut tackern lässt.

Wir denken, dass die größere Aufgabe in der Aufklärung und Fortbildung liegt. Tätowierer, Kosmetiker, Ärzte und Laser-Spezialisten tragen Verantwortung, fundiertes Wissen über Pigment-Chemie und Tattoo-Toxikologie aufzusaugen und zu vermitteln. Nur durch Transparenz schafft man Vertrauen zwischen Kunde, Arzt und Artist.

Nickel mag ein kleines Element sein, aber seine Bedeutung für die Tattoo-Gesundheit ist enorm. Es steht symbolisch für den Spagat zwischen künstlerischer Freiheit und medizinischer Verantwortung. Wer versteht, wie Pigmente chemisch wirken, kann nicht nur schön, sondern auch sicher arbeiten.

Oder anders gesagt: Nicht jedes Schwermetall ist automatisch ein Gesundheitsproblem und nicht jedes Tattoo ein toxikologisches Risiko.

Die Debatte um Nickel zeigt, wie wichtig wissenschaftliche Aufklärung in der ästhetisch-kosmetischen Medizin und Tattoo-Branche ist. Pigmentologie ist mehr als reine Farbtheorie. Sie ist Hautchemie, Verantwortung und Gesundheitsstrategie zugleich.

Nur wer hier sauber und mit Wissen arbeitet, sorgt dafür, dass Tätowierungen und Permanent Make-up nicht nur in die Haut gehen, sondern dort auch sicher bleiben.

Ist Nickel in Tätowierfarben gesundheitlich relevant?

Nickel (Ni) ist gesundheitlich IMMER relevant. In Tätowierfarben kann Nickel analytisch nachweisbar sein. Allerdings handelt es sich dabei i.d. R. nur um Spuren im Bereich von Verunreinigungen. Diese entstehen nicht durch eine funktionelle Beimischung, sondern durch Rohstoffe, Herstellungsprozesse oder technische Kontaminationen entlang der Produktions- und Lieferkette. Entscheidend ist jedoch, dass Nickel im Tattoo-Kontexten meist chemisch gebunden vorliegt und damit nur eine sehr geringe biologische Verfügbarkeit aufweist. Aus toxikologischer Sicht ergibt sich daraus in der Regel keine klinisch relevante Belastung.

Kann ein Tattoo oder Permanent Make-up eine Nickel-Allergie auslösen?

Die klassische Nickel-Allergie ist eine Spättyp-Sensibilisierung, die durch lösliches Nickel bei oberflächlichem Hautkontakt ausgelöst wird. Tätowierungen stellen jedoch eine intradermale Applikation IN die Haut dar. Nickel, sofern es überhaupt vorhanden ist, liegt dann meist in gebundener Form vor. Deshalb ist eine direkte Auslösung einer Nickel-Allergie durch ein professionell mit RECH-konformen Tätowierfarben gestochenes Tattoo oder PMU nach aktueller Datenlage eher unwahrscheinlich. In der Praxis werden Hautreaktionen deutlich häufiger durch Pigmentbestandteile selbst oder deren Abbauprodukte verursacht als durch Nickel.

Warum befindet sich Nickel überhaupt in Tattoo-Pigmenten?

Nickel wird in Tätowierfarben nicht absichtlich eingesetzt, sondern gelangt als unerwünschte Begleitkomponente in das Produkt. Besonders anorganische Pigmente wie Eisenoxide können im Herstellungsprozess Spuren von Metallverunreinigungen aufnehmen. Diese technischen Kontaminationen sind in der Industrie grundsätzlich bekannt und werden regulatorisch über die REACH-Verordnung (in EUROPA!!) streng begrenzt. Spuren lassen sich aber nicht vollständig vermeiden.

Ist der Edelstahl von Tätowiernadeln eine relevante Nickel-Quelle?

Tattoo-Nadeln bestehen i.d.R. aus rostfreiem Edelstahl, der Nickel als Legierungselement enthält. Unter normalen Anwendungsbedingungen ist die Freisetzung von Nickel jedoch minimal, da der Stahl korrosionsbeständig ist und der Hautkontakt zeitlich sehr begrenzt erfolgt. Eine relevante Nickel-Exposition über dieses Material gilt daher im medizinisch-toxikologischen Kontext als eher unwahrscheinlich. Es ist aber möglich > siehe Studie von Dr. Ines Schreiver et al. oben.

Kann eine Laser-Tattooentfernung Nickel-Probleme verursachen?

Bei der Laser-Tattooentfernung werden Pigmente via hochenergetischen ultrakurzen Laserlicht-Impulsen photomechanisch fragmentiert, wodurch theoretisch auch gebundene Metallanteile wie Nickel freigesetzt werden könnten. Bisher gibt es jedoch keine belastbaren klinischen Hinweise darauf, dass dies zu einer systemisch relevanten Nickel-Belastung führt oder typische Nickel-Allergien in diesem Kontext signifikant verschärft hätte. Wir selbst haben sowas bis dato noch nie gesehen, btw..

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert

Kommentare werden erst nach unserer manuellen Freigabe öffentlich sichtbar, was etwas Zeit in Anspruch nehmen kann. Beachten Sie dazu bitte, neben der Netiquette, auch unsere Datenschutzrichtlinen