Chronische Hautreaktionen auf Tätowierungen sind immer noch selten, können aber extrem belastend sein. Besonders dann, wenn sie wie im hier vorliegenden Fall-Bericht aus Breslau (Polen) nicht nur die Haut, sondern den ganzen Körper betreffen und sogar Haare, Schweißdrüsen und die Haut-Pigmentierung zerstören. Der hier zusammengefasste Fall zeigt, wie eine rote Tätowierfarbe eine Kette schwerer immunologischer Reaktionen ausgelöst hat und warum Aufklärung und Vorsicht nicht nur bei Red-Ink Tattoos so wichtig sind. >>
Kaum ein Thema rund um Tattoo und Krebs wird medial aktuell so emotional diskutiert wie die angebliche Risiko durch Tätowierfarben. Seit fast zwei Jahrzehnten erscheinen regelmäßig Schlagzeilen, die Pigmente in und unter der Haut mit Krebserkrankungen in Verbindung bringen möchten. Trotz intensiver Tattoo-Forschung, zahlreicher toxikologischer Untersuchungen und internationaler Fach-Kongresse bleibt die wissenschaftliche Faktenlage jedoch bemerkenswert eindeutig! Bis heute (2026) existiert kein nachgewiesener kausaler Zusammenhang zwischen Tätowierfarben und der Entstehung von Krebs beim Menschen. >>
Seit Jahren wird in der Öffentlichkeit an verschiedenen Stellen diskutiert, ob Tattoos das Risiko für Melanome und andere Hautkrebsarten erhöhen könnten. Der Verdacht liegt nahe, denn Tätowierfarben enthalten eine Vielzahl potenziell kritischer Stoffe. Doch bisher war unklar, ob diese Belastung tatsächlich mit einem höheren Hautkrebsrisiko verbunden ist. Die nun veröffentlichten neuen Erkenntnisse aus Frankreichs CRABAT-Studie liefern die bislang robustesten Daten zur Frage, ob Tätowieren das Risiko für Melanome oder andere Hautkrebsarten beeinflussen. >>
Tattoos gelten längst als Teil des Mainstreams. Doch ausgerechnet die beliebteste Tätowierfarbe der Welt kann manchmal eine problematische sein. Eine neue Studie der Universität Münster, gemeinsam mit internationalen Partnern aus den Niederlanden und Österreich, zeigt, dass Pigment-schwarz chemisch alles andere als völlig harmlos ist. Mit modernster Lasertechnik – nein nicht für die Tattooentfernung, sondern Bildgebung und Kartierung – haben die Forschenden untersucht, was in entzündeten schwarzen Tattoos wirklich steckt und wie tief die chemische Komplexität in und unter die Haut reicht.
Das Ergebnis eindrucksvoll und spannend >>
Jeder Treffer eine kleine weiße Blase. Die Geschichte der Perfluordecalin (PFD) Patches begann mit der Suche nach einer Lösung für ein bisher ungelöstes aber kleines Problem bei der Laser-Tattooentfernung. Der so genannte „Frosting- oder Popcorn-Effekt“. Bei der herkömmlichen Laserbehandlung, wenn die Impulsenergie ein Tattoo-Pigment trifft, entsteht durch Absorption ein sofortiger Effekt, der winzige Gasbläschen in der Haut produziert. Über das Perfluordecalin getränkte Silikon-Pflaster, dass das verhindern soll >>
Tattoos around the world. Das Ranking des buntesten Planeten im Universum, dürften wir wohl anführen. Doch mit der steigenden Popularität der gestochenen Körperverzierung wächst auch die Frage danach, welche gesundheitlichen Risiken Tattoos und Permanent Make-up (PMU) zum Beispiel für Herz und Leber langfristig bergen könnten? Eine aktuelle Untersuchung der LIFE Adult-Studie an der Universität Leipzig in Zusammenarbeit mit dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Berlin liefert nun interessante und wichtige Hinweise. Die Ergebnisse zeigen, dass Tätowierungen nicht nur lokale Hautreaktionen, sondern auch systemische Effekte haben können. Insbesondere im Bereich von Herz-Kreislauf-Erkrankungen und der Lebergesundheit. Aber sind die überhaupt signifikant?
Tattoos gehören zu unserem Alltag, wie Kaffee und Kuchen. Während Tätowierungen und Permanent Make-up handwerklich und künstlerisch vielfältiger denn je sind, bleiben trotz Einführung der Tattoo-REACH einige gesundheitliche Risiken und Nebenwirkungen bestehen. Vor allem Allergien auf bestimmte Tattoo-Farben sind ein Thema, das sowohl Mediziner als auch Betroffene immer mal wieder beschäftigt. Besonders häufig ist es Pigment-Rot, das teils zu echten Tattoo-Komplikationen führen kann. Über ein Editorial von Dr. S.A.S. van der Bent (NL). >>
Tattoos sind längst mehr als nur ein modischer Trend, … blabla. Jeder weiß, wie bunt unsere Welt mittlerweile ist. Allein in den USA trägt inzwischen rund ein Drittel der Erwachsenen (ca. 86,1 Millionen) permanenten Körperschmuck in der Haut. Mit stetig wachsender Verbreitung stellt sich jedoch ebenso stetig die Frage, ob Tätowierungen nun Einfluss auf das Risiko für Hautkrebs, insbesondere auf die gefährliche Form des Melanoms haben, oder nicht. Eine sehr neue bevölkerungsbasierte Fall-Kontroll-Studie aus Utah (USA) bringt nun bemerkenswerte Erkenntnisse in diese Debatte.
Nein, CRABAT ist nicht der Zauberlehrling aus Otfried Preußlers sorbischen Sage (1971). Der wird mit „K“ geschrieben. CRABAT steht für „Cancer Risk Attributable to the Body Art of Tattooing“ und ist ein fettes Forschungsprojekt der International Agency for Research on Cancer (IARC, Teil der WHO) zu möglichen Krebsrisiken durch Tätowierungen. Ein lesenswerter Artikel dazu in der aktuellen Ausgabe des International Journal of Epidemiology (Oxford University Press).
Der Wunsch nach einer Tätowierung ist für viele Menschen Ausdruck ihrer Persönlichkeit. Doch was ist, wenn eine chronische Erkrankung, wie das Lipödem, den eigenen Körper verändert und zu persönlichen Einschränkungen führt? Für sach- und fachkundige Antworten haben wir Experten und Facharzt Dr. Jandali zu Rate gezogen.