Es ist noch nicht allzu lange her, da galten Tätowierungen nicht als chic, sondern oft verrucht. Tätowiert wurde in Hinterhofbuden und im Souterrain der Hafenviertel (und im Kittchen). Standards bildeten sich freilich im Handwerk selbst aus und verhalfen der Tätowierung allmählich zur Geltung als Kunstform. Die Popularität stieg mit der Finesse der Tattoo-Artists, die kunstvolle Hautbilder wirklich zu stechen verstanden.
Auch im Jahr 2015 trifft sich die Tattoo-Branche mit der Medizin. Wir möchten Sie ganz herzlich zur Fortbildungsveranstaltung über die Ärztekammer Westfalen-Lippe am Samstag, den 07. Februar 2015 ins Hörsaalzentrum des katholischen Klinikums in Bochum (Ruhr-Universität Bochum) einladen.
Wenn man sich klar macht, dass der Vorgang des Tätowierens eine gezielte und wiederholte Verletzung der oberen Hautschichten darstellt, so ist die richtige Wundversorgung die logische Konsequenz. Allerdings fallen die Urteile darüber, wie die verletzte Haut nach dem Tätowieren am besten zu versorgen ist, unterschiedlich aus.
Immer öfter hören wir die Frage: „Kann man auf ein Tattoo allergisch reagieren?“
Es wird fleißig gewarnt – auch vor anderen Komplikationen. Aber wovor genau müssen Tattoo-Fans denn nun Angst haben?
Wir haben mal nachgefragt:
Immer wieder taucht in einschlägigen Foren die Frage auf, ob eine Tätowierung für eine Blutspende disqualifiziert!?
Die Bundesärztekammer empfiehlt eine Karenzzeit von vier Monaten nach einer Tätowierung.
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht steigendes Allergierisiko durch nickelhaltige Tätowiermittel
Nickel ist in vielen Tätowiermitteln sowie in Permanent Make-Up enthalten. Dies ist problematisch, da Nickel das Kontaktallergen mit der höchsten Sensibilisierungsrate ist. Menschen mit einer Nickelallergie können schwere, krankhafte Hautveränderungen entwickeln.
Arschgeweih, Herzmotiv, Engelsflügel: Was man einst als Tattoo cool oder schön fand, wird mit den Jahren vielleicht zur Peinlichkeit auf der Haut. Dann stellt sich die Frage nach der fachgerechten Tattooentfernung.
Worauf sollte man dabei achten?
Seit Jahren wird die Verträglichkeit von Tattoo-Farben und deren mögliche Gesundheitsgefährdung diskutiert. Da wir zu diesem Thema immer wieder Anfragen erhalten wie unter anderem:
„Ist mein Tattoo jetzt krebserregend?“
Eine Tätowierung, die damals u.a als rituelles und magisches Symbol zum Schutz vor Krankheiten dienen sollte, ist in der heutigen Zeit oftmals Auslöser dieser. Urlaubsmitbringsel Hepatitis-C ist eine davon. Sie bezeichnet eine Entzündungserkrankung der Leber und kann zahlreiche Ursachen haben. (lesen Sie hierzu auch: www.hepatitis.de) Daten einer Studie des Robert-Koch-Instituts aus…
Es muss nicht immer gleich der radikale Schnitt sein, wenn man sein damals vermeintlich chiques Tattoo nicht mehr ertragen will. Mode verändert sich genau wie die Geschmäcker. Doch die Lust sich tätowieren zu lassen ist und bleibt ungebrochen. Was ist zu tun, wenn das alte Motiv des chinesischen Schriftzeichens, Infinity-Schleife…