„Ein Drittel der Unverträglichkeitsreaktionen auf Tätowiermittel sind wahrscheinlich allergischer Natur.“ – Wer sich Fachwissen über Tattoo- und Permanent Make-up Farben und deren mögliche Reaktionen im menschlichen Körper aneignen möchte (gilt für Ärzte, Tätowierer und Tattoo-Träger gleichermaßen), dem empfehlen wir
Um es mit den Begrüßungsworten von Tagungspräsidenten Dr. Maurice Adatto zu sagen: „Dieser Kongress ist ein wichtiger Schauplatz für alle, die sich mit dem Thema Tätowierung beschäftigen, um von Angesicht zu Angesicht zu diskutieren, sich kennenzulernen, sich auszutauschen und den Puls der Tattoo-Welt zu fühlen.“
Katrin Hartig, hauptberuflich Fernsehjournalistin, hatte während ihres Engagements in der Selbsthilfegruppe der »Verwaisten Eltern und trauernden Geschwister Deutschland e. V.« gelernt, dass Tätowierungen Menschen helfen können, ihre Trauer zu bewältigen. Aus zahlreichen Interviews und Foto-Shootings sind sowohl ein Buch wie eine Ausstellung entstanden. Gemeinsam mit der Hallenser Fotografin Stefanie Oeft-Geffarth sammelte sie zwei Jahre lang Geschichten über das Phänomen der Tätowierung aus Trauer um den Verlust eines Angehörigen.
Wir werden in letzter Zeit immer wieder darauf angesprochen, was es mit „detox Deinen gelaserten Körper“ und einem „ganzheitlichen Konzept zur Tattooentfernung“ auf sich hat, was vom ein oder anderen Laser-Studio in Deutschland exzeptionell angeboten bzw. verkauft wird.
Wo auf der Welt finden sich die meisten Tattoo-Studios? Wo werden die meisten Tätowierungen verschenkt? Solche und weitere Fragen stellte sich das Team der Handelsplattform YEAY, dem aufgefallen war, dass sich Tattoo-Gutscheine wachsender Beliebtheit erfreuen. In der kurzen aber weitreichenden Befragung Global Tattoo Trend Index, gingen sie dem Phänomen nach. Hier sind die Ergebnisse.
Erneut knüpfen die Veranstalter der Tattoo-Tagung an das bewährte Konzept an und bitten die Spitzenkräfte auf den Gebieten der Hautmedizin, Tätowierung, Laser-Dermatologie und Wissenschaft am 25. Februar 2017 zum Vortrag ins Hörsaalzentrum, St. Josef-Hospital des Klinikums der Ruhr-Universität in Bochum.
In einer Studie der New York University School of Medicine von 2016 sind 90 Tätowierer zu ihren Erfahrungen und Verhaltensweisen bezüglich etwaiger Hauterkrankungen der Kundschaft befragt worden. Was die Wissenschaftler interessierte: Sprechen Tätowierer mit ihren Kunden über auffällige Beobachtungen und raten sie zu weiteren Untersuchungen? Oder tätowieren sie die gewünschte Hautpartie, selbst wenn ausgerechnet dort ein atypisches Muttermal eher Anlass zum Besuch eines Hautarztes geben würde?
Machen wir uns nichts vor: Eine Tätowierung bedeutet, fremde Substanzen absichtlich in den Körper einzubringen. Lasern wiederum bedeutet, diese Substanzen derart zu zerkleinern, dass sie einmal durch das Filterreinigungssystem des Körpers passen. Ob das der Gesundheit abträglich ist, lässt sich bisweilen schwer ermessen. Die gute Nachricht: Weder die Tätowierung, noch die Laserbehandlung alleine kann bis dato als alleiniger Urheber konkreter chronischer Erkrankungen identifiziert werden.
Die Entwicklung modernster dermatologischer Lasersysteme eröffnet neue Möglichkeiten, unterschiedliche Hautmakel mit energiereichem Licht dauerhaft zu entfernen. Doch eine Laserbehandlung bedeutet oft auch einen Eingriff in den menschlichen Körper und seine Haut – Rötung, Schwellung, Juckreiz und Krustenbildung können im Anschluss an die Behandlung auftreten. Die gelaserten Hautareale sind vorübergehend äußerst empfindlich und bedürfen einer besonderen Pflege:
Bei einer Untersuchung zur Abklärung von Gebärmutterhalskrebs können die Pigmente der Tinte zu falschen Positivbefunden führen. Dabei kommt ein Effekt zum Tragen, der beim Tätowieren unvermeidbar ist: Obwohl die Tattoo-Mittel in die mittlere Hautschicht (Dermis) eingebracht werden und sich dort verkapseln sollen, transportiert der Körper Teile von Pigmenten weiter in das Lymphsystem. Die auf solche Weise »aufgeladenen« Lymphknoten können bei einer Untersuchung wie von Krebszellen befallen erscheinen.