Tattooentfernung mittels Laser war und ist seither ein langwieriger, unangenehmer Prozess mit unsicheren Ergebnissen. Doch dank rasanter Fortschritte in der Lasertechnologie, KI-gestützter Diagnostik und der Aussicht auf robotische Assistenzsysteme stehen wir an der Schwelle zu einer neuen Ära. Einer, die schneller, schonender und präziser sein soll als alles, was wir bisher kannten und die Tattoo-Regret-Ära verändert. >>
Kaum ein Thema rund um Tattoo und Krebs wird medial aktuell so emotional diskutiert wie die angebliche Risiko durch Tätowierfarben. Seit fast zwei Jahrzehnten erscheinen regelmäßig Schlagzeilen, die Pigmente in und unter der Haut mit Krebserkrankungen in Verbindung bringen möchten. Trotz intensiver Tattoo-Forschung, zahlreicher toxikologischer Untersuchungen und internationaler Fach-Kongresse bleibt die wissenschaftliche Faktenlage jedoch bemerkenswert eindeutig! Bis heute (2026) existiert kein nachgewiesener kausaler Zusammenhang zwischen Tätowierfarben und der Entstehung von Krebs beim Menschen. >>
Die Tattooentfernung zählt weiterhin zu den anspruchsvollsten Anwendungen in der gewerblich ästhetisch-kosmetischen Dermatologie. Trotz moderner Lasertechnologien bleibt der Behandlungsprozess für viele Laser-Kunden mit Schmerzen für Zeit, Geld und Geduld verbunden. Mal abgesehen davon, dass die Tattooentfernung auch ordentlich zeckt. Vor diesem Hintergrund rückt die Frage zunehmend in den Fokus, ob eine schnellere Tattooentfernung mit Pico-Laser in Kombination mit akustischer Stosswelle möglich ist? Eine klinische Studie von Juli 2025 von Dimitra Kiritsi et al. mit dem Titel „Bewertung der kombinierten Behandlung mit Pikosekunden-Laser und akustischer Stosswellentherapie zur Tattooentfernung: Eine prospektive randomisierte kontrollierte Studie“, veröffentlicht Dezember 2025 im JEADV Clinical Practice, untersucht erstmals systematisch, ob diese Kombination-Therapie einen messbaren Vorteil gegenüber der alleinigen Laserbehandlung bietet. >>
Tattoos gelten als Ausdruck von Persönlichkeit, Identität, Lebensstil oder wurden einfach nur zum Spaß gestochen. Manche Tätowierungen erinnern aber auch an schwierige Zeiten, Krisen oder belastende Lebensphasen. Genau an dieser Stelle greift der aktuelle Fall-Bericht „Tattooentfernung in forensischen psychiatrischen Einrichtungen: Ein Plädoyer für die Interessenvertretung“ von Nandini Mishra et al. aus dem Lehrkrankenhaus Glasgow Royal Infirmary (GRI – Schottland) in Großbritannien. Sie und Ihr Team berichten, wie stark sichtbare Tattoos, insbesondere im Gesicht, die psychische Gesundheit und die soziale Reintegration beeinträchtigen können. >>
Die kürzlich veröffentlichte Studie „Tätowierfarbe löst eine Entzündung im drainierenden Lymphknoten aus und verändert die Immunantwort auf Impfungen“ von Ariana Campucetti vom Labor für Infektion und Immunität, Fakultät für Biomedizinische Wissenschaften, Institut für Biomedizinische Forschung an der Università della Svizzera Italiana (Schweiz) in Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), liefert interessante und nachdenklich stimmende Befunde. In einem Maus-Modell konnte gezeigt werden, dass Tätowierfarben-Inhaltsstoffe rasch über das lymphatische System in regionale Lymphknoten abtransportiert werden. Dort wurden die Pigmente von Makrophagen erfasst. Initial trat eine Entzündungsreaktion auf, die in einigen Fällen über Monate anhielt. Darüber hinaus veränderte die Anwesenheit verwendeter Tattoo-Pigmente offenbar die Immunantwort auf Impfungen. Speziell reduzierte sich in einem Modell die Antikörperantwort auf mRNA-Vakzine. >>
Seit Jahren wird in der Öffentlichkeit an verschiedenen Stellen diskutiert, ob Tattoos das Risiko für Melanome und andere Hautkrebsarten erhöhen könnten. Der Verdacht liegt nahe, denn Tätowierfarben enthalten eine Vielzahl potenziell kritischer Stoffe. Doch bisher war unklar, ob diese Belastung tatsächlich mit einem höheren Hautkrebsrisiko verbunden ist. Die nun veröffentlichten neuen Erkenntnisse aus Frankreichs CRABAT-Studie liefern die bislang robustesten Daten zur Frage, ob Tätowieren das Risiko für Melanome oder andere Hautkrebsarten beeinflussen. >>
Tattoos gelten längst als Teil des Mainstreams. Doch ausgerechnet die beliebteste Tätowierfarbe der Welt kann manchmal eine problematische sein. Eine neue Studie der Universität Münster, gemeinsam mit internationalen Partnern aus den Niederlanden und Österreich, zeigt, dass Pigment-schwarz chemisch alles andere als völlig harmlos ist. Mit modernster Lasertechnik – nein nicht für die Tattooentfernung, sondern Bildgebung und Kartierung – haben die Forschenden untersucht, was in entzündeten schwarzen Tattoos wirklich steckt und wie tief die chemische Komplexität in und unter die Haut reicht.
Das Ergebnis eindrucksvoll und spannend >>
Wie weit es die Tätowierung auf ihrem Jahrtausende alten Weg mittlerweile geschafft hat, sehen wir unlängst nicht nur im eigenen Freundes und Familienkreis. Das Tattoo ist wirklich ein spannendes kulturelles, medizinisches wie wissenschaftliches hochinteressantes Phänomen. Doch mit ihrer Popularität wächst auch die Sorge, ob Tätowierfarben Lymphomkrebs auslösen könnten? Eine neue systematische Übersichtsarbeit zur Überprüfung potenzieller Nebenwirkungen, gerade in der November Ausgabe Vol. 89, 2025 erschienen in eClinicalMedicine (Teil von THE LANCET Discovery Science ), liefert nun erstmals eine zusammenfassende Antwort auf diese wichtige Frage. Sie fällt (nicht) überraschend aus. >>
Die Entfernung von Tattoos mittels Pico-Laser gehört heute zu den sichersten und effektivsten Methoden in der ästhetisch-kosmetischen Medizin. Die wachsende Nachfrage nach Laserbehandlungen hat den Markt für Lasersysteme und ihre teils utopischen Gewinnmargen stark expandieren lassen. Dass dabei nicht immer alles mit rechten Dingen zugeht, stellt man als Laseranwender spätestens an seiner ungültigen MDR-Zertifizierung oder gar gefälschter CE-Kennzeichnung fest. Daher ist es für Laser-Inhaber essenziell, auf MDR-zertifizierte CE-konforme Lasersysteme zu setzen. Nicht nur, um die Sicherheit für Kunden und Patienten zu gewährleisten, sondern auch die eigene Qualität der Dienstleistung. Aber was ist diese MDR und CE-Konformität eigentlich genau? >>
Vor allem junge Männer zählen zu denjenigen, die besonders häufig Tattoos tragen. Doch mit stetig wachsender Popularität wächst auch die Frage nach den Auswirkungen, die Tattoo-Pigmente auf den menschlichen Organismus haben. Beeinflussen Tattoos die Fruchtbarkeit? Eine aktuelle Studie (mal wieder) aus Dänemark ist genau dieser Frage nachgegangen und die Ergebnisse dürften viele überraschen. Ehm…, glücklich schätzen! >>