Tätowierungen gehören heute für viele Menschen selbstverständlich zum eigenen Erscheinungsbild, wie Schnörres, Friese oder Klamotte. Gleichzeitig halten sich seit Jahren aber auch Sorgen über gesundheitliche Risiken und mögliche Tattoo-Komplikationen als Nebenwirkung der bunten Hautkunst. Insbesondere im Zusammenhang mit Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Infektionen hat Frankreich nun mal genauer drauf geschaut. >>
Kaum ein Thema rund um Tattoo und Krebs wird medial aktuell so emotional diskutiert wie die angebliche Risiko durch Tätowierfarben. Seit fast zwei Jahrzehnten erscheinen regelmäßig Schlagzeilen, die Pigmente in und unter der Haut mit Krebserkrankungen in Verbindung bringen möchten. Trotz intensiver Tattoo-Forschung, zahlreicher toxikologischer Untersuchungen und internationaler Fach-Kongresse bleibt die wissenschaftliche Faktenlage jedoch bemerkenswert eindeutig! Bis heute (2026) existiert kein nachgewiesener kausaler Zusammenhang zwischen Tätowierfarben und der Entstehung von Krebs beim Menschen. >>
Seit Jahren wird in der Öffentlichkeit an verschiedenen Stellen diskutiert, ob Tattoos das Risiko für Melanome und andere Hautkrebsarten erhöhen könnten. Der Verdacht liegt nahe, denn Tätowierfarben enthalten eine Vielzahl potenziell kritischer Stoffe. Doch bisher war unklar, ob diese Belastung tatsächlich mit einem höheren Hautkrebsrisiko verbunden ist. Die nun veröffentlichten neuen Erkenntnisse aus Frankreichs CRABAT-Studie liefern die bislang robustesten Daten zur Frage, ob Tätowieren das Risiko für Melanome oder andere Hautkrebsarten beeinflussen. >>
Nein, CRABAT ist nicht der Zauberlehrling aus Otfried Preußlers sorbischen Sage (1971). Der wird mit „K“ geschrieben. CRABAT steht für „Cancer Risk Attributable to the Body Art of Tattooing“ und ist ein fettes Forschungsprojekt der International Agency for Research on Cancer (IARC, Teil der WHO) zu möglichen Krebsrisiken durch Tätowierungen. Ein lesenswerter Artikel dazu in der aktuellen Ausgabe des International Journal of Epidemiology (Oxford University Press).
Im Rahmen der NAKO Gesundheitsstudie untersucht das Forschungsprojekt Tattoo inK, ob Tätowierungen das Risiko für Krebserkrankungen erhöhen können.
Anlässlich des heutigen „World Tattoo Day“, geben Frau Dr. Lena Koch-Gallenkamp, Projektleiterin von Tattoo inK und Dr. Dipl. Psych. Milena Foerster, wissenschaftliche Leiterin von Tattoo inK Einblicke in die Ziele, Methoden und Perspektiven dieser Studie.