Der Kerl ist Geschichte! Auf meinem Arm…

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Tätowierung Tattooentfernung

Das Liebes-Tattoo – eine heikle Sache

In diesen Tagen erregte der Hollywoodstar Angelina Jolie Aufsehen mit einem offenen Brief an die New York Times, in dem sie die Gründe für ihre Entscheidung darlegte, sich präventiv die Brüste amputieren zu lassen. Das sicherte natürlich mediale Aufmerksamkeit, wobei das gemischte Doppel „Brangelina“ ohnehin zu den Lieblingen der Celebrity News Industrie zählt. Also, honni soit qui mal y pense ( Ein Schelm, wer Böses dabei denkt )!

Angelina Jolie bietet aber nicht nur durch Schauspielerei Anlass für allerlei Projektionen, sie lässt sich auch mit Wonne Lebensereignisse buchstäblich auf den Leib dokumentieren. Wie damals der gestochene Liebesbeweis an ihren Verflossenen, Mr. Thornton. In brachialer Typografie unter einem chinesischen Drachen prangte „Billy Bob“ auf dem linken Oberarm der Engelsgleichen. Nun verschwand das gemeinsame Glück der beiden recht bald, aber wohin jetzt mit „Billy Bob“?

Er wurde mit Laserlicht zum Verblassen gebracht. (Der Schriftzug, nicht der Mann.) Nach bereits fünf Sitzungen soll sich das Tattoo verflüchtigt haben. Gut möglich, denn es handelte sich um eine dunkle Tätowiertinte – und diese sprechen seit jeher besonders gut auf die Behandlung per Laser an.

Zehn Jahre nach Angelina Jolies Laser-Behandlung ist z. B. der gütegeschaltete Nd:YAG Laser eines der bevorzugten Mittel der Wahl. Geschulte Dermatologen arbeiten mit dieser Sorte Laser sehr rasch und hautschonend. Damit werden Tattoo-Geschichten mit Partnern, die selbst schon Geschichte sind, reversibel. Je nach Physiologie des Patienten sowie Größe und Farbigkeit der Tätowierung variiert die Dauer der Behandlungen.

Besser ist natürlich, sich solche Dinge von Anfang an gut zu überlegen. Vielleicht doch lieber ein allgemeines Lob auf die Liebe in die Haut pieksen lassen? Das kann bei Bedarf mit neuer Bedeutung aufgeladen werden! Form und Inhalt gehen gut zusammen, wenn das schmachtende Herz schwungvoll mit „Love hurts“ unterzeichnet wird. Oder „semper fidelis“, wahlweise kann das der Gattin oder dem Vaterlande gelten.

Nüchtern betrachtet gleicht der Hirnzustand von Verliebten, wie der Komödiant und Mediziner Eckart von Hirschhausen es formuliert, dem einer Psychose. Das ist nicht die beste Ausgangssituation für eine so weit reichende Entscheidung wie die, sich tätowieren zu lassen. Hier soll Frau Jolie das letzte Wort haben:

»I’ll never be stupid enough to have a man’s name tattooed on me again.«