Wie weit es die Tätowierung auf ihrem Jahrtausende alten Weg mittlerweile geschafft hat, sehen wir unlängst nicht nur im eigenen Freundes und Familienkreis. Das Tattoo ist wirklich ein spannendes kulturelles, medizinisches wie wissenschaftliches hochinteressantes Phänomen. Doch mit ihrer Popularität wächst auch die Sorge, ob Tätowierfarben Lymphomkrebs auslösen könnten? Eine neue systematische Übersichtsarbeit zur Überprüfung potenzieller Nebenwirkungen, gerade in der November Ausgabe Vol. 89, 2025 erschienen in eClinicalMedicine (Teil von THE LANCET Discovery Science ), liefert nun erstmals eine zusammenfassende Antwort auf diese wichtige Frage. Sie fällt (nicht) überraschend aus. >>
Die Frage, ob Tätowieren als „Injektion“ bezeichnet werden darf, ist nicht nur sprachlich interessant, sondern hat handfeste regulatorische Folgen. Ein aktueller wissenschaftlicher Artikel von Dr. John Swierk und seinem Autoren-Team in Acta BioMaterialia untersucht die Mechanik der Farbplatzierung bei Tattoos und grenzt sie systematisch von klassischen Injektionen ab.
Anfang Juli 2024 veröffentlichte das Journal of Law and Bioscience einen Essay mit dem Titel „Die dringende Notwendigkeit einer FDA-Regulierung von Tätowierfarben“. Verfasst aufgrund einer kurz vorher im Journal der American Society for Microbiology ASM veröffentlichten Studie über den „Nachweis von anaeroben und aeroben Bakterien bei handelsüblichen Tattoo- und Permanent Make-up Farben“ (Sunghyun Yoon et al.)
MoCRA spiegelt die bedeutendste Erweiterung der Befugnisse innerhalb des des bereits 80-jährigen Federal Food, Drug, and Cosmetic Act (“FDCA”) für die Regulierung von Kosmetika und Tätowierfarben seit 1938 wider.