Da lässt man sich einmal ein Kleeblatt tätowieren und wiegt dank dieser Schwermetalle in Tätowierfarben gleich 4 Kilo mehr, oder was? Der Begriff „Schwermetall“ verwirrt mehr als er wirklich erklärt. Entscheidend ist nicht, ob ein Element als „schwer“ gilt, sondern in welcher chemischen Form, Konzentration und Bioverfügbarkeit es vorliegt. NEIN, wir sind jetzt natürlich KEIN Ernährungswissenschaftler, Nutrition- oder Medfluencer, die diese Headline gerne mal auf ihren Social-Media Bühnen nutzen, ABER >>
Warum treten Tattoo-Allergien eigentlich so häufig in Verbindung mit roten Tätowierfarben auf? Allergische Reaktionen auf Tätowierungen stellen in der dermatologischen Praxis seit Jahren eine relevante aber oft schwer erklärbare Herausforderung dar. Eine aktuelle Studie aus Maryland (USA) liefert nun einen neuen, wissenschaftlich fundierteren Ansatz zur weiteren Erklärung dieses Phänomens. >>
Eine aktuelle wissenschaftliche Untersuchung von Lise Aubry und dem Forscher-Team der Universität Grenoble Alpes (Frankreich) widmet sich der Frage, wie stabil drei ausgewählte rote Pigmente langfristig tatsächlich sind und ob sich ihre chemischen Eigenschaften im Laufe der Zeit verändern können. >>
Tätowierungen gehören heute für viele Menschen selbstverständlich zum eigenen Erscheinungsbild, wie Schnörres, Friese oder Klamotte. Gleichzeitig halten sich seit Jahren aber auch Sorgen über gesundheitliche Risiken und mögliche Tattoo-Komplikationen als Nebenwirkung der bunten Hautkunst. Insbesondere im Zusammenhang mit Hepatitis-B- und Hepatitis-C-Infektionen hat Frankreich nun mal genauer drauf geschaut. >>
Chronische Hautreaktionen auf Tätowierungen sind immer noch selten, können aber extrem belastend sein. Besonders dann, wenn sie wie im hier vorliegenden Fall-Bericht aus Breslau (Polen) nicht nur die Haut, sondern den ganzen Körper betreffen und sogar Haare, Schweißdrüsen und die Haut-Pigmentierung zerstören. >>
Kaum ein Thema rund um Tattoo und Krebs wird medial aktuell so emotional diskutiert wie die angebliche Risiko durch Tätowierfarben. Seit fast zwei Jahrzehnten erscheinen regelmäßig Schlagzeilen, die Pigmente in und unter der Haut mit Krebserkrankungen in Verbindung bringen möchten. Trotz intensiver Tattoo-Forschung, zahlreicher toxikologischer Untersuchungen und internationaler Fach-Kongresse bleibt die wissenschaftliche Faktenlage jedoch bemerkenswert eindeutig! Bis heute (2026) existiert kein nachgewiesener kausaler Zusammenhang zwischen Tätowierfarben und der Entstehung von Krebs beim Menschen. >>
Die kürzlich veröffentlichte Studie „Tätowierfarbe löst eine Entzündung im drainierenden Lymphknoten aus und verändert die Immunantwort auf Impfungen“ von Ariana Campucetti vom Labor für Infektion und Immunität, Fakultät für Biomedizinische Wissenschaften, Institut für Biomedizinische Forschung an der Università della Svizzera Italiana (Schweiz) in Proceedings of the National Academy of Sciences (PNAS), liefert interessante und nachdenklich stimmende Befunde. In einem Maus-Modell konnte gezeigt werden, dass Tätowierfarben-Inhaltsstoffe rasch über das lymphatische System in regionale Lymphknoten abtransportiert werden. Dort wurden die Pigmente von Makrophagen erfasst. Initial trat eine Entzündungsreaktion auf, die in einigen Fällen über Monate anhielt. Darüber hinaus veränderte die Anwesenheit verwendeter Tattoo-Pigmente offenbar die Immunantwort auf Impfungen. Speziell reduzierte sich in einem Modell die Antikörperantwort auf mRNA-Vakzine. >>
Seit Jahren wird in der Öffentlichkeit an verschiedenen Stellen diskutiert, ob Tattoos das Risiko für Melanome und andere Hautkrebsarten erhöhen könnten. Der Verdacht liegt nahe, denn Tätowierfarben enthalten eine Vielzahl potenziell kritischer Stoffe. Doch bisher war unklar, ob diese Belastung tatsächlich mit einem höheren Hautkrebsrisiko verbunden ist. Die nun veröffentlichten neuen Erkenntnisse aus Frankreichs CRABAT-Studie liefern die bislang robustesten Daten zur Frage, ob Tätowieren das Risiko für Melanome oder andere Hautkrebsarten beeinflussen. >>
Tattoos gelten längst als Teil des Mainstreams. Doch ausgerechnet die beliebteste Tätowierfarbe der Welt kann manchmal eine problematische sein. Eine neue Studie der Universität Münster, gemeinsam mit internationalen Partnern aus den Niederlanden und Österreich, zeigt, dass Pigment-schwarz chemisch alles andere als völlig harmlos ist.
Mit modernster Lasertechnik – nein nicht für die Tattooentfernung, sondern Bildgebung und Kartierung – haben die Forschenden untersucht, was in entzündeten schwarzen Tattoos wirklich steckt und wie tief die chemische Komplexität in und unter die Haut reicht.
Das Ergebnis eindrucksvoll und spannend >>
Wie weit es die Tätowierung auf ihrem Jahrtausende alten Weg mittlerweile geschafft hat, sehen wir unlängst nicht nur im eigenen Freundes und Familienkreis. Das Tattoo ist wirklich ein spannendes kulturelles, medizinisches wie wissenschaftliches hochinteressantes Phänomen. Doch mit ihrer Popularität wächst auch die Sorge, ob Tätowierfarben Lymphomkrebs auslösen könnten? Eine neue systematische Übersichtsarbeit zur Überprüfung potenzieller Nebenwirkungen, gerade in der November Ausgabe Vol. 89, 2025 erschienen in eClinicalMedicine (Teil von THE LANCET Discovery Science ), liefert nun erstmals eine zusammenfassende Antwort auf diese wichtige Frage. Sie fällt (nicht) überraschend aus. >>