FAQ / Häufig gestellte Fragen zur Tattooentfernung

Hier finden Sie Fragen und Antworten zum Thema FAQ-Tattooentfernung


Wir haben für Sie einen FAQ Bereich erstellt, da wir häufig gestellte Fragen zur Tattooentfernung filtern konnten. Die entsprechenden Antworten finden Sie hier nun für Sie aufgeführt. Für weitere Fragen, die hier nicht aufgelistet sind, stehen unser Netzwerk, Ihr behandelnder Arzt und wir Ihnen natürlich sehr gerne und diskret zur Verfügung.

Wie funktioniert die Entfernung einer Tätowierung mittels Laser?

Der für die lichttherapeutische Behandlung zur Tattooentfernung verwendete Piko- oder Nanosekunden (Q-switched) Nd:YAG-, Rubin- oder auch Alexandrit-Laser bestrahlt die in der Haut eingeschlossenen Farbpigmente der Tätowierung mit extrem kurzen und energiereichen, gebündelten Lichtimpulsen. Der Laserimpuls wirkt mit seinen unterschiedlichen Wellenlängenbereichen (N 1064 nm, 532 nm; R 694 nm; A 755 nm) speziell auf die zu entfernende Tätowierfarbe ein, damit das Farbpigment das Laserlicht absorbiert und zersprengt. Die nun zerkleinerten Pigmentfragmente werden von den Makrophagen, den körpereigenen Fresszellen, aufgenommen (umflossen), assimiliert und/oder über das Lymphsystem abtransportiert.

Das umliegende Hautgewebe bleibt durch diese schonende Art der Behandlung möglichst wenig beeinträchtigt. Maßgebend ist, neben der Energiedichte der Laser, vor allen Dingen die Eindringtiefe und die Dauer des Laserimpulses. Je kürzer dieser Laserimpuls (Pico oder Nano) ist, desto weniger ist Ihre Haut bei der Laserbehandlung in Mitleidenschaft gezogen. Wichtig dabei ist, zu lang andauernde Laserimpulse erhöhen das Narbenrisiko und möglicher Weise auch die Gefahr von entstehenden Spaltprodukten bei der Pigmentzertrümmerung. Neueste Lasertechnologien arbeiten im unteren Nano- und/oder sogar Pikosekunden-Bereich.


Welche Methoden gibt es zur Tattooentfernung und welche sind am effektivsten?

Neben der Tattooentfernung mittels Laser können weitere Methoden zum Einsatz kommen, wie die Skalpell-Exzision (chirurgischer Eingriff, um das Tattoo mittels Skalpell aus der Haut zu schneiden; alternativ mit dem Dermatom scheibchenweise). Dazu die Dermabrasion (Tattoo wird mechanisch abgeschliffen, um Pigmente zu entfernen) und die Entfernung mittels Liquid-Acid Präparaten angewendet (chemische Wirkstoffe sollen Pigmente auflösen oder verblassen lassen – wir distanzieren uns davon).


Kann jedes Tattoo vollständig entfernt werden, egal welche Farbe oder Größe?

Nicht jede Tätowierung noch Permanent Make-up lässt sich in allen Fällen vollständig entfernen. Der Erfolg einer Tattooentfernung hängt von mehreren Faktoren ab. Die Farbe, Größe, Tiefe und Qualität der ursprünglichen Tätowierung spielen dabei eine entscheidende Rolle.

Dunkle Farben wie Schwarz lassen sich in der Regel am besten und schnellsten entfernen, während helle Farbtöne wie Gelb, Grün, Blau oder Pastelltöne mit viel Pigment-weiss Anteil mangels Kontrastanteil und schlechterem Absorptionsverhalten deutlich schwerer zu behandeln sind. Auch die Hautstruktur und der Alterungszustand des Tattoos beeinflussen das Ergebnis. Bei der professionellen Laser-Tattooentfernung, insbesondere mit modernen Pikosekunden (PICO)-Lasern, erzielt man mittlerweile wirklich nennenswerte Ergebnisse.

Selbst bisher als eher schwierig geltende Tätowierfarbe lassen sich durch gezielte Behandlung und mehrere Sitzungen deutlich aufhellen. Große oder sehr komplexe Tattoos benötigen in der Regel eine Vielzahl an Behandlungsterminen. Manchmal bleibt ein leichter Farbrest zurück, der sich für ein Cover-up nutzen und überdecken lässt.

Eine Garantie für eine 100%ige Tattooentfernung wird es von einem Laser-Experten aber nie geben!


Was ist ein Q-switched Nd:YAG Laser?

Der medizinische Pico oder Nano Q-switched (gütegeschaltete) Nd: (Neodym-dotierter) YAG (Yttrium-Aluminium-Granat-Kristall) Laser erzeugt einen extrem kurzen, hoch energetischen, künstlichen Lichtstrahl (Wellenlänge 1064nm und bei Frequenzverdopplung 532nm), mit dem man in der Lage ist, selektiv unerwünschte Farbpigmente in unterschiedlichen Hautschichten zu behandeln.

Dabei absorbiert das beschossene Farbpartikel das Laserlicht und zerbricht durch den enormen Energieeintrag. Umliegendes Hautgewebe bleibt bei diesem schnellen und schonenden Prinzip und bei korrekter Anwendung weitestgehend unverletzt. Achten Sie beim verwendeten Lasersystem auf die Dauer des Laserimpulses und seine damit ebenfalls verbundene Energie-Leistung. Je kürzer der Laser-Impuls (< 5-8 Nanosekunden oder sogar Pikosekunden), desto weniger Verletzungsgefahr besteht für das behandelte Hautareal.

Fachliche Zusatzinfo:
Pico-Laser arbeiten im Bereich von 900 bis 300 Pikosekunden Impulsen, die sich im Bereich von Billionstel einer Sekunde bewegen. Auf dieser Grundlage kommt es zu Laser-physikalischen Effekten der Photodekomposition durch photoakustische Effekte, die Stress-Relaxation Time (SRT) und den sogenannten Laser-induced Optical Breakdown (LIOB) deren zentrale Wirkmechanismen relevant für eine erfolgreiche und effiziente Tattooentfernung sind.

Der Vergleich oder die Trennung zwischen Pico-Laser und Q-switched Laser ist übrigens nicht korrekt. Ein Pico-Impuls kann via Moden-Kopplung oder im Q-switched Modus generiert werden. Unterschieden wird zwischen Pico- und Nano-Laser und beschränkt sich auf die Impulsbreite/-dauer, nicht darauf was den Puls erzeugt!


Welche Tätowierfarben kann man mit geeigneten Lasern entfernen?

Im Allgemeinen gilt: Je dunkler die Farbe, desto besser ist das Absorbtionsverhalten des Laserimpulses, welcher die Farbpigmente in Kleinstteilchen zersprengt! Für verschiedene Farben, werden verschiedene Lasersysteme mit unterschiedlichen Lichtwellenlängen genutzt.

Die bis heute noch am häufigsten verwendeten Systeme sind der Rubin- (694nm: schwarz, blau, dunkelgrün), Alexandrit- (755nm: schwarz, blau, grün) und der Nd:YAG-Laser (1064nm/ 532nm: schwarz, dunkelblau, rot, orange, dunkelgelb und braun). Helle Farbtöne wie weiß, gelb und zum Teil hellgrün und türkis lassen sich also nur schlecht oder mit langwierigen Laserbehandlungen entfernen. Bei sehr farbauffälligen Profi-Tätowierungen raten viele Lasertherapeuten von einer Behandlung ab, da das Risiko vom Verbleib einiger Pigmentreste zu groß ist. Am besten sprechen die Farben schwarz, dunkelblau und rot auf eine Laserbehandlung an.

Wichtig! Es ist trotz neuerer Verordnungen für die Zusammensetzung von Tätowiermitteln (Tattoo-REACH) auch noch nicht eindeutig klinisch geklärt, welche chemischen Stoffe bei der Lasertherapie in krebserregende Amine aufgespaltet werden oder welche weiteren Spaltprodukte durch Lichteinfluss entstehen können. Lassen Sie sich daher im Zweifel von Ihrem Dermatologen zur Probe behandeln und ausführlich zu Risiken und Nebenwirkung beraten. Weitere Informationen finden Sie hierzu auch in unserem Blog-Beitrag.


Was sollte man nach der Laserbehandlung beachten?

Im Allgemeinen gilt: Je weniger an der behandelten Hautstelle manipuliert wird, desto erfolgreicher und sehenswerter ist das Resultat!

Jucken gehört leider zum Heilungsprozess. Das gelaserte Areal sollte 3 Tage lang nur vorsichtig gereinigt und abgetupft werden. Crémes zur Unterstützung von Wundheilung sind erlaubt. Entstandene Schorfkrusten und Blasen dürfen nicht abgekratzt und händisch aufgestochen werden. Am wichtigsten ist, dass die Haut nach der Laserbehandlung bis zu 12 Wochen lang erhöht lichtempfindlich ist. Es sollte daher unbedingt vor UV-Strahlung durch die Verwendung von Sonnenschutzcremes (LSF30+) geschützt sein.


Wird die Haut bei der Laserbehandlung verletzt??

Im Allgemeinen gilt: Bei einer professionellen Laserbehandlung mit modernster Lasertechnik und korrekter Anwendung wird eine Hautverletzung minimiert!

Die Wahl des richtigen Lasersystems beeinflusst die Behandlung der eingeschlossenen Farbpartikel. Die Eindringtiefe, Energiedichte und die angepasste Spotgröße des Laserimpulses sollten das umliegende Gewebe bzw. Hautareal nicht schwerwiegend verletzen. Der energiereiche Laserimpuls (möglichst/ mind. unter 8 Nanosekunden – besser Pico-Impuls) zersprengt die eingebrachten Tattoo-Pigmente (Photomechanik/ Photoakustik). Die Wucht des Laserimpulses kann dazu führen, dass die zerkleinerten Partikel durch die Oberhaut austreten und auf ihrem Weg z.B. ein Gefäß treffen. So kann es in Einzelfällen zu leichtem Punktblutungen, Laser-Hämatomen oder Austritt von Lymphflüssigkeit und Blasen kommen.

Bei professioneller Anwendung und Einstellung der Behandlungsparameter, bleibt das behandelte Hautareal aber i.d.R. weitestgehend unverletzt. Die Haut erhält durch die Laserbehandlung eine Entzündungsreaktion – Rötung und leichte Schwellung, vergleichbar mit dem Gefühl eines Sonnenbrands. Fakt ist, dass schon beim Stechen der Tätowierung die Haut verletzt/ perforiert wird. Dies kann zur Bildung von Narbengewebe führen. Mag es noch so unsichtbar für das menschliche Auge sein. Durch den gewaltigen Laser-Impuls wird dieses Hautareal erneut massiv beansprucht und kann zudem bereits vorhandenes und von Tätowierfarben verdecktes Narbengewebe sichtbar machen. 


Wie alt muss das Tattoo sein, um erfolgreich entfernt werden zu können?

Im Allgemeinen gilt: Eine einheitliche Regelung gibt es hierfür nicht. Das Mindestalter einer Tätowierung (so sagt man) sollte rund 30 – 60 Tage betragen und weitestgehend abgeheilt sein. Je nach körperlicher Konstitution und Pflege des frisch tätowierten Körperareals, benötigt die Haut dabei aber auch ihre eigene Regenerationszeit. Im Beratungsgespräch wird vom Lasertherapeuten dann vor Ort entschieden, ob und wann mit der Laserbehandlung begonnen werden kann.

Die Erfahrung zeigt, dass in Abhängigkeit der eingebrachten Tätowierfarbe, ob vom Laien oder Profi, Stichtiefe und Verbleib im Gewebe u.a. Umstände sind, die bei Behandlungsbeginn mit dem Laser berücksichtigt werden müssen.
Da die Haut mechanisch mit Tätowiernadeln geöffnet wurde, um Tätowierfarbe einzubringen und hierbei tausende Stichkanäle erzeugt wurden, sind wir selbst kein Befürworter von einer zu früh startender Laserbehandlung.

Ist das frisch verzierte und tätowierte Hautareal und Hautgewebe (Dermis – mittlere Hautschicht) nicht komplett abgeheilt (i.d.R. nach 6 – 9 Monate), erhöht sich das Risiko der Narbenbildung durch erneute Verletzung durch die Laser-Impulse. Hintergrund ist auch, dass jeder Treffer des Laser-Impulses auf ein Pigment und dessen Absorbtion daraufhin durch Kavitation eine Gasblase in der Dermis bildet, was eine sogenannte Laser-Vakuole (Hohlraum) zurück lässt. In Summation käme das zu den frischen Stichkanälen der Tätowiermaschine also an Verletzung obendrauf.

Ganz abgesehen vom Fakt, dass Tätowierfarben nicht nur aus Pigmenten bestehen, sondern zusätzlich aus Lösungsmitteln, Bindemitteln und Additiven (bis zu 180 Stoffe), die erst im Heilungsverlauf aus dem Körper ausgeschieden werden. Bisher kennt sich mit deren Reaktionen unter Laserlicht-Impulsen aber noch niemand aus.


Wie viele Laserbehandlungen sind notwendig, bis das Tattoo verschwunden ist?

Im Allgemeinen gilt: Der Erfolg bei einer Laserbehandlung hängt von zahlreichen und unterschiedlichen Faktoren ab, die eine exakte Vorausberechnung fast unmöglich machen!

Die Erfahrung zeigt, dass einfarbige schwarze Tätowierungen oftmals weniger Sitzungen erfordern als aufwändig bunte Profi-Tattoos. Einflussfaktoren wie Farbzusammensetzung, Alter des Tattoos, Tiefe, Art und Größe der Pigmentierung, die körperliche Konstitution, Pflege in der Nachbehandlung, aber auch die Verwendung der richtigen Lasertechnik sind ausschlaggebend für die Anzahl und Dauer der Lasertherapie.

Die Haut und der Körper benötigen Zeit bis sie sich regeneriert haben. In der Regel rechnet man bei einfarbigen Handflächen großen Tattoo-Motiven mit 6 – 12 Sitzungen im Abstand von 4 – 6 Wochen. Das variiert allerdings schon dabei, ob es sich lediglich um Lines oder um stark ausgefüllte Motive handelt. Letztere nehmen gerne 15 – 20+ Behandlungswiederholungen in Anspruch. Zum Ende hin sollte zudem gerne auch mit längeren Behandlungspausen von bis zu 12 Wochen kalkuliert werden.

Wir haben dazu einen recht umfangreichen Blog-Beitrag geschrieben, welche Faktoren die Prognose für die Dauer einer Tattooentfernung mittels Laser beeinflussen >>

Je mehr Geduld Sie aufbringen, desto besser wird das Behandlungsresultat.


Was sollte man während der Lasertherapie beachten?

Während aber auch vor der Lasertherapie sollten Sie darauf achten, dass Sie das behandelte Hautareal keiner intensiven UV-Bestrahlung aussetzen für einen Zeitraum von mehreren Wochen. Gebräunte Haut beeinflusst massiv die Laserbehandlung. Urlaubspläne kann man mit dem jeweiligen Lasertherapeuten abstimmen.

Zudem sollten Sie auf massive Muskelkontraktion durch Sport für mind. 3 – 5 Tage nach der Laserbehandlung verzichten, um die Gefahr von Entzündungsreaktionen und Heilungskomplikationen im gelaserten Hautareal zu minimieren. 

Einen genaueren und individuellen Nachsorgehinweis erhalten Sie von Ihrem Dermatologen.


Wie schmerzhaft ist die Laserbehandlung?

Im Allgemeinen gilt: Das Schmerzempfinden ist bei jedem sehr unterschiedlich und individuell auch von der Tagesform abhängig!

Je nach Körperstelle kann die Laserbehandlung von schmerzarm bis hin zu schmerzvoll, wie beim Tätowieren, eingestuft werden.

Die Behandlung mit einem gütegeschalteten Nanosekunden- oder einem Pikosekunden-Laser ist grundsätzlich die schmerzärmste Methode und vergleichbar mit kleinen, heißen Fettspritzern auf der Haut. Gegebenenfalls wird 30 – 45 Minuten vor der Behandlung vom Dermatologen eine schmerzlindernde Creme (Lokalanästhetikum) aufgetragen. Nach der Behandlung fühlt sich das Hautareal entzündet an, wie bei einem Sonnenbrand und sollte daher gekühlt werden.

Wir empfehlen die Verwendung von Einweg-Cool-Packs vor, während und nach der Laserbehandlung. Es gibt auch spezielle Haut-Luft-Kühlsysteme, die die Schmerzrezeptoren der Haut schon während der Behandlung beruhigen.


Wie viel Zeit sollte zwischen den einzelnen Laserbehandlungen liegen?

Im Allgemeinen gilt: Ein Laser ist kein Radiergummi! Je geduldiger Sie mit der Lasertherapie sind, desto erfolgreicher wird das Behandlungsergebnis! Dazu ist jede Tätowierung so individuell wie seine Tattoo-Trägerin oder -Träger.

Der Zeitraum der Regenerierungsphase für die Haut sollte mindestens 4 – 6 Wochen betragen, um beste Behandlungsergebnisse zu erzielen. Dies lässt sich über die Laser-Energie-Parameter zusätzlich steuern, wobei viel Laserenergie oder eine zu hohe Laserimpuls-Taktung (Hz) die Hautverletzung und damit verbundene Heilungsphase unnötig in die Länge ziehen können.

Der Körper braucht dazu seine eigene Zeit, um die zertrümmerten Pigmentpartikel Ihrer Tätowierung abzubauen. Es hängt aber ganz individuell vom jeweiligen Tattoo, Körperstelle und Ihrer eigenen körperlichen Konstitution ab. Die Tätowierung wird sich auch Wochen und Monate nach der letzten Laserbehandlung immer weiter aufhellen. Je mehr Geduld Sie aufbringen, desto erfolgreicher ist die Tattooentfernung Ihrer ungeliebten Hautverzierung.


Wie hoch ist das Risiko einer Narbenbildung durch die Laserbehandlung?

Im Allgemeinen gilt: Wie bei jedem medizinischen Eingriff, gerade in der dermatologischen Medizin, kann es zur Narbenbildung kommen.

Besonders bei grünen, gelben, roten, blauen, violetten sehr tief gestochenen Laien- als auch Profi-Tätowierungen und Cover-up Tattoos kann es zu einer 3- bis 5-prozentigen Narbenbildung bei der Laserbehandlung kommen. Die Profi-Laserbehandlung mit einem Highend Q-switched Nd:YAG Nanosekunden- oder Pikosekunden-Laser reduziert dieses Risiko von Behandlerseite aus.

Es ist aber auch Laserlicht-Wellenlängen abhängig. Kurze Wellenlängen, wie 532nm, 694 nm oder 755nm neigen dazu mehr Kollateralschaden in der Haut anzurichten und auf das Melanin in der Haut einzuwirken, als die 1064nm infrarot Wellenlänge. Viel Laser-Energie und hohe Impuls-Frequenzen (Hz) und damit verbundene Mherfach-Penetration gleicher Hautstelle erhöhen das Verletzungsrisiko unweigerlich.

Zudem kann die Laserbehandlung zur Tattooentfernung bereits vorliegendes Narbengewebe, das bereits durch den Tätowierungsprozess entstanden ist, freilegen und sichtbar machen.

Neben der richtigen Auswahl der Behandlungsparameter für Ihr Tattoo, hängt es aber vor allen Dingen von der ausführlichen Aufklärung und Einhaltung der Kunden-Nachsorge ab. Sie werden von Ihrem Laserologen persönliche Pflege- und Nachsorgehinweise erhalten, die Sie strikt einhalten sollten, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen.

Wichtig hierbei ist, dass Sie sich nur vom ausgebildeten Laserspezialisten mit geeigneten Lasersystemen behandeln lassen sollten!


Welche Nebenwirkungen hat die Tattooentfernung mit einem Laser?

Schwellung, Reizung, Rötung
Nach der Laserbehandlung wird die Haut besonders empfindlich, gereizt und gerötet sein. Eine leichte Schwellung kann durch Kühlung des Areals während und nach der Behandlung eingedämmt und unterdrückt werden. Während und nach der Behandlung kann die Tätowierung etwas gerötet sein. Bei starken aber sehr seltenen Hautreaktionen kann es zu Hell- /Dunkelfärbungen, Blasenbildungen, Hämatomen oder Infektionen kommen. Sonnenbäder und Sauna- und Solariengänge müssen vermieden werden, um eine Fleckenbildung der Haut zu umgehen.

Pflaster und Kleidung sind der beste UV-Schutz. Die Einnahme von blutverdünnenden Mitteln, wie z.B. Aspirin® & Co. gilt es ca. eine Woche vor Behandlungsstart abzusetzen, um Blutungen und Blutergüsse auszuschließen. Achten Sie bitte darauf, dass fast alle Psychopharmaka als auch Antidiabetika oder Johanniskraut als Beispiel, die Lichtempfindlichkeit Ihrer Haut erhöhen und letztere durch Laserlicht somit Hyper- oder Hypopigmentierungen zur Folge haben können. Beachten Sie bitte die möglichen Wechselwirkungen Ihrer Medikamente bis hin zur Phototoxizität und geben Sie alles vor dem Beratungsgespräch im Anamnesebogen an und/oder sprechen Sie es mit Ihrem behandelnden Arzt ab.  
 
Bildung von Krusten, Schorf, Blasen
Auf dem gelaserten Hautareal kann nach der Behandlung eine Kruste entstehen, worüber sich defekte Gewebezellen abtransportieren. Diese Kruste sollte unberührt bleiben, da sich hinter dem Schorf neue Hautzellen bilden und Sie den Regenerierungsvorgang ansonsten unterbrechen.

Schwimmen und Vollbäder sollten während des Krustenstadiums vermieden werden, da es ansonsten zu Infektionen kommen kann. Das Hautareal sollte trocken und sauber gehalten werden. Leider ist eine Reaktion der Haut- und Pigmentzellen in der Phase nach der Behandlung nicht vorhersehbar, da jeder menschliche Organismus individuell reagiert. Die Gefahr einer Hyper- oder Hypopigmentierung besteht bei jeder Laserbehandlung und Narbenbildung. Die Regenerierungsphase der Haut sollte nach 6 – 8 Wochen spätestens abgeschlossen sein. Die mögliche Bildung von Blasen, die sich mit Wund(Lymph-)flüssigkeit füllen, kann eine massive Reaktion Ihres Immunsystems auf sehr viel zertrümmerte Pigmente sein.

Ihr Organismus will diese Fremdkörper schnellstmöglich aus Ihrem Körper leiten und das geht meist auf kürzestem Weg. Die Blasen dürfen nur unter sterilen Bedingungen (am besten vom Arzt) aufgestochen werden, um das Infektionsrisiko zu minimieren. Sie klingen bei sorgsamer Pflege von alleine wieder ab. 

Wichtig hierbei ist, dass Sie sich nur vom ausgebildeten Laserspezialisten mit geeigneten Lasersystemen behandeln lassen! Auch eine Laser-Tattooentfernung und deren Nachsorge sind nicht frei von möglichen Komplikationen.


Wie hoch sind die Kosten für eine Tattooentfernung?

Im Allgemeinen gilt: „Wer billig kauft, kauft zwei Mal.“ Eine professionelle lichttherapeutische Tattooentfernung mittels Laser durch einen Spezialisten hat Ihren Preis.

Die Kosten für die Tattooentfernung hängen unter anderem vom Alter, Größe, Art der Tätowierung und daraus resultierenden Dauer der Behandlung ab. Um eine Angabe zum Preis zu machen, sollten Sie zu einer persönlichen Beratung bei Ihrem Dermatologen kommen. Nach einem ausführlichen Beratungsgespräch wird meist eine Probebehandlung durchgeführt, um u.a. einen etwaigen Behandlungszeitraum festlegen zu können.

Lassen Sie sich vom Dermatologen ein individuelles Angebot unterbreiten. Wichtig für Sie ist hierbei, dass es sich um sogenannte „individuelle Gesundheitsleistungen (kurz: IGeL-Leistungen) bei Ihrem Arzt handelt. Eine Krankenversicherung wird für die Behandlung i.d.R. noch nicht aufkommen. Kosten für die Lasertherapie trägt der Laser-Kunde also privat, da es sich um einen medizinisch nicht notwendigen Eingriff handelt.

Doch bedenken Sie auch, dass es um Ihre Haut geht. Sparen Sie also bitte nicht an der falschen Stelle. Qualität kostet!


Warum sollte die Laserbehandlung vom ausgebildeten Mediziner und erfahrenen Lasertherapeuten/ Laserologen durchgeführt werden?

Mal ganz von dem in Deutschland laut NiSV seit 2021 geltenden Arztvorbehalt abgesehen. Der gesamte Behandlungsvorgang zur Entfernung von Tätowierungen und Permanent Make-up ist nicht unkompliziert und wird leider in vielen Fällen gerade von Laien und in den Medien oft verharmlost. Gründe dafür, warum einer Laserbehandlung eine Sach- und Fachkundequalifikation vorausgesetzt sind, unterliegt unter anderem medizinischen, versicherungs-rechtlichen, forensischen und technischen Vorschriften und Fragen. An erster Stelle steht die Vermeidung und Beherrschung von möglichen Begleitreaktionen der gekannten Risiken und Nebenwirkungen.

Uns ist bei unseren Recherchen (über die Laser-Tattooentfernung hinaus) aufgefallen, dass viele Lasertherapeuten ( dazu zählt also auch die Laser-Haarentfernung – in und außerhalb Deutschlands) nicht einmal einen Erstehilfe-Kurs absolviert haben. Stellt sich also die Frage: Was passiert, wenn der Kunde während der Laserbehandlung z.B. eine Kreislaufschwäche bis hin zum anaphylaktischen Schock erleidet? Das ist nicht ungewöhnlich und so mancher Tattoo-Profi wird das bereits beim Stechen des Tattoos bestätigen können.

Ein erfolgreich abgeschlossenes Medizinstudium, eine adäquate Sach- und Fachkundequalifikation und die umfangreiche Erfahrung mit verschiedenen Lasersystemen sind wichtige Argumente, um sich für die Laserbehandlung beim Profi zu entscheiden. Er wird auch derjenige sein, der in bestimmten Fällen aus ethischen, ästhetischen und medizinischen Gründen von der Entfernung einer Tätowierung durch eine Laserbehandlung abraten und Ihnen alternative Behandlungsmethoden anbieten wird. Wichtigster Punkt ist aber – man weiß trotz vermehrter Tattoo-Forschung noch viel zu wenig über die möglichen Folgen einer Lasertherapie zur Tattooentfernung.

Gerade im Hinblick auf die Aufspaltung der Farbpigmente durch Licht, zu AZO-Pigmenten und AZO-Farbstoffen, zu den PAKs (Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe), etc. Wenden Sie sich also am besten an diejenigen, die sich mit der Materie auskennen. 

Fragen Sie daher in Ihrer Arztpraxis, Apotheke oder Ihrem Tattoo-Studio nach und lassen Sie sich bitte fachmännisch beraten!


Kann Tattooentfernung Hautschäden oder Pigmentveränderungen verursachen?

Bei fachgerechter Anwendung moderner Pico-Laser ist das Risiko minimal. Vorübergehende Rötungen oder Pigmentveränderungen können auftreten, verschwinden aber meist innerhalb weniger Wochen. Permanente Narben sind selten und treten vor allem bei unsachgemäßer Laser-Anwendung und Behandlung auf.

Nicht alles, was im Insta-Reel oder bei TikTok cool aussieht, ist auch vorteilhaft für die Haut oder das angestrebte Behandlunsgergebnis


Ist eine Tattooentfernung bei Hautproblemen wie Ekzemen, Narben oder empfindlicher Haut möglich?

Ja, aber die Haut sollte vor der Behandlung stabil und entzündungsfrei sein. Bei akuten Hauterkrankungen oder offenen Wunden muss die Behandlung verschoben werden. Ein Hautarzt kann vorab prüfen, ob eine Laserbehandlung sicher durchgeführt werden kann.

Eine Laser-Behandlung auf vernarbten und buntem Hautgewebe ist derweil möglich und zeigt im Behandlungsverlauf sogar oftmals eine Verbesserung des Narbengewebes. Letzteres kann durch verschiedene Arten entstanden sein. Ob bereits durch die Nadeln der Tätowiermaschine, unsachgemäße Nachsorge oder durch ungeeignete Entfernungsmethoden. Die Lichtenergie des Lasers dringt auch durch Narbengewebe.


Gibt es gesundheitliche Risiken bei der Tattooentfernung für Schwangere oder Personen mit Vorerkrankungen?

Schwangere sollten keine Laserbehandlungen durchführen lassen, da keine ausreichenden Studien zu ihrer Sicherheit existieren. Personen mit schweren Vorerkrankungen (nicht nur die Haut betreffend) oder Medikamenteneinnahmen sollten die Behandlung nur nach ärztlicher Beratung durchführen lassen.


Welche Hauttypen sprechen am besten auf eine Laserbehandlung an?

Geht man nach der Fitzpatrick Haupttypen-Skala I-VI, reagieren hellere Hauttypen in der Regel besser und einfacher auf die Tattoo- und Pigmententfernung mittels Lasertherapie, da das Risiko für Pigmentverschiebungen geringer ist.

Dunklere Hauttypen ab IV-VI können ebenfalls behandelt werden, erfordern aber nicht nur sorgfältige Parameter-Einstellung des Lasers, sondern auch eine eingeschränktere Auswahl an Wellenlängen, um Nebenwirkungen bis hin zur Depigmentierung zu minimieren.

Neben dem Tattoo-Pigment wird stets auch das Melanin-Pigment in der Haut vom Laser-Impuls als Ziel oder zumindest als Hindernis erkannt. Darum sollte man auch nie frisch gebräunt zur Laserbehandlung kommen.