Bauchnabeltattoo Copyright Seth 2012


Das Entfernen von Tätowierungen ist möglich aber mit Aufwand verbunden.


Tätowierungen waren vor kurzem noch Stigmata von Rockern, Rebellen und Matrosen. Heute trägt sogar die Ehefrau unseres Ex-Bundespräsidenten Farbmittel unter ihrer Haut.

Die seit den 90-iger Jahren wachsende Beliebtheit seinen Körper mit Tätowierungen zu versehen ist Ausdruck einer Jugendkultur, die sich von der breiten Masse abgrenzen und provozieren wollte. Zahlreiche Prominente, die ihre Tätowierungen öffentlich trugen, beschleunigten die zunehmende Akzeptanz in einer breiteren Gesellschaftsschicht.  

 

Die Nachfrage nach Tätowierungen ist seit Jahren konstant hoch. Heute ist jeder zehnte Bundesbürger mit mindestens einer Hautstichelei versehen aber die Zahl derer, die ihre Hautbemalung wieder loswerden wollen, steigt stetig an.

Ob Comicfigur, Steiß-Tattoo oder Liebesschwur, Nichts ist mehr für die Ewigkeit. Nach Auswertung einer Online-Umfrage der Universitätsklinik Regensburg (bereits von 2006) würden rund 15 Prozent der Tätowierten ihre Farbpigmente gerne entfernen lassen. Dafür gibt es viele Gründe und manche vermeintlich originelle Körperverzierung wirkt nach Jahren nur noch peinlich oder ist aus der Mode gekommen, wie etwa das Steißbein-Tribal. Weitere Aspekte, eine Tätowierung wieder entfernen lassen zu wollen, sind die angestrebte berufliche Karriere oder eine beendete Liebesbeziehung.

Ganz einfach ist die Entfernung der Bildchen nicht. Tätowierungen sind Fremdkörpereinbringungen die sich in den tiefen Schichten der Haut verankern. Das Farbmittel wird durch Punktierung der gewünschten Körperstelle mit einer Nadel in die Lederhaut eingebracht. Die körpereigenen Zellen, auch Makrophagen genannt, legen sich während des Heilungsprozesses schützend um die Farbpigmente und der Körper kann diese nun nicht mehr abbauen. Gedacht war die Erfindung der Tätowierung für die Ewigkeit. Der heutige Stand der Medizintechnik beinhaltet verschiedene Methoden, die ungewollten Körperkunstwerke zu entfernen.

Abhängig von Farbzusammensetzung, Alter des Bildes und Technik, die zur Entfernung des Tattoos verwendet wird, kann eine Behandlung schmerzhaft, langwierig, teuer und manchmal sogar erfolglos sein. Am schnellsten ist die chirurgische Entfernung durch einen Dermatologen. Hierbei werden allerdings nur sehr kleine Tattoos ausgestanzt oder geschnitten. Eine Narbenbildung ist eher unvermeidlich.

 

Die professionelle Tattooentfernung bedient sich vorwiegend des hochenergetischen Laserlichts aus einem gütegeschalteten Q-Switched Nd:YAG Lasers, der tief in die unteren Hautschichten eindringt und die Farbpigmente durch Hitze im Nansekundenbereich in winzige Einzelteile zersprengt, die dann von körpereigenen Enzymen abtransportiert werden können.

Dies funktioniert aber nicht bei allen Farben. Violett, braun oder türkis lassen sich sehr schwer behandeln. Die Heute verwendeten Alexandrit- und Rubinlaser sind nur bei schwarz, blau und grün erfolgreich. Geräte mit anderen Wellenlängen bei rot, orange und gelb. Ein Lasersystem, dass auf alle Wellenlängen eingestellt werden kann, befindet sich derzeit in der Entwicklung.

 

Von Selbstversuchen wird abgeraten

 

Die Entfernung eines handtellergroßen Tattoos erfordert zwischen 4 und 12 Behandlungen in einem Abstand von 4 bis 6 Wochen je nach Farbzusammensetzung, Alter der Pigmentierung und Konstitution des Patienten. So kann, bis zu einer erfolgreichen Entfernung, durchaus ein vierstelliger Betrag fällig werden. Die Krankenkassen übernehmen in der Regel keine Kosten hierfür. "Drum prüfe, wer sich ewig bindet", heißt es doch so schön.

Als Nebenwirkungen können Hautreaktionen wie eine Hypopigmentierungen (Aufhellung der behandelten Hautfläche) auftreten, die sich nach längerer Zeit aber zurück bilden können.

Bei falscher Laser-Anwendung können Narben entstehen, im schlimmsten Fall sogar Verbrennungen.

 

Die Mediziner raten aus diesem Grunde den Interessenten Tattoos nur von ausgebildeten Lasertherapeuten entfernen zu lassen. Wir verweisen in diesem Fall an unsere angeschlossenen Dermatologen bei DocTattooentfernung.

Ärzte raten auf keinen Fall zu Selbstexperimenten mittels Kreme, Lösungen oder oberflächlichem Abschleifung. Dabei können Hautreizungen, hässliche Flecken und Narben entstehen. Wir raten allen Interessenten, sich vorab in einem ausgiebigen Beratungsgespräch inklusive einer Probebehandlung umfangreich zu informieren.

 

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