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Es muss nicht immer gleich der radikale Schnitt sein, wenn man sein damals vermeintlich chiques Tattoo nicht mehr ertragen kann. Mode verändert sich genau wie die Geschmäcker. Doch die Lust sich tätowieren zu lassen ist und bleibt ungebrochen. Was ist zu tun, wenn das chinesische Schriftzeichen oder das Lower Back Tattoo (wir versuchen den Begriff „Arschgeweih“ jetzt mal zu vermeiden) nicht mehr gefällt?

Natürlich kann man unter Anwendung z.B. eines medizinischen Lasers die Tätowierung entfernen lassen. Doch viele Tätowierte haben lediglich einen Motivwechsel an gleicher Körperstelle im Sinn. Erfahrene und künstlerisch begabte Tätowierer sind hier in der Lage alte Hautverzierungen mit neuen Bildern zu überstechen. Allerdings funktioniert das nur eingeschränkt.

Vor allen Dingen muss man berücksichtigen, dass die ursprüngliche Tätowierung überdeckt wird (Cover-up). Das neue Motiv muss also wesentlich größer werden. Dabei verwendet man nur dunkle Tattoofarben, da sie die höchste Deckkraft haben. Die freien Hautflächen werden dazu so geschickt mit bunten Farben bearbeitet, dass hinterher mehr erkennbar ist, als ein dunkler Tintenklecks. Sollte das ursprüngliche Tattoo dabei allerdings eine Vernarbung aufweisen, hilft auch ein Cover-up nicht wirklich. Dazu kommt, dass man bei der Auswahl seines neuen Motivs recht eingeschränkt und die künstlerische Freiheit des Profi-Tätowierers bald ausgeschöpft ist.

 

Wir empfehlen vor einem Cover-up die Behandlung mit einem Laser!

 

Wenn die alte Tätowierung mit einem neuen Motiv aufgefrischt und verschönert werden soll, eignet sich eine Aufhellung des gestochenen Hautareals mittels Lasertherapie. Der Vorteil einer Tattooentfernung des ursprünglichen Motivs ist zum einen, dass alte Farbpigmente dank des energiereichen Lichtstrahls des Lasers zersprengt und aus der Haut befreit werden und dadurch zum anderen wieder mehr Platz in der Haut für neue Tattoo-Tinte entsteht. Schwarze und blaue Tätowierungen sind hierbei recht gut zu behandeln. Sie absorbieren das Laserlicht intensiv und können so zügig zersprengt und aus der Hautschicht abtransportiert werden. Helle Farben wie hellgrün, weiß oder gelb reagieren schwieriger auf die Lichttherapie. Dabei kann man sagen, dass je höher der Kontrast zu Ihrer eigenen Hautfarbe ist, desto besser lässt sich die Tätowierung mit einem Laser behandeln.

Die Dauer der Lasertherapie hängt neben Ihren individuellen und persönlichen Faktoren - wie Hautbeschaffenheit und Agilität Ihres Immunsystems - auch von Art (Profi oder Laie), Alter und Größe der Tätowierung ab. Eine Laien-Tätowierung als Beispiel benötigt rund 3 bis 4 Sitzungen mit einem medizinischen Q-switched Nd:YAG Laser, bevor man mit der Cover-up-Arbeit beginnen sollte. Der Zeitraum zwischen den einzelnen Lasersitzungen sollte 4 bis 6 Wochen betragen mit einer Wartezeit von 5 - 9 Monaten bis zum Termin beim Profi-Tätowierer damit sich die Haut ausreichend regenerieren kann. Dabei wird Ihnen auffallen, dass während der Wartezeit nach der Lasertherapie immer noch zersprengte Farbpartikel aus der Hautschicht verschwinden - das Tattoo sich also immer weiter aufhellen wird.

Dank der Laserbehandlung sind Sie in der Lage selbst zu bestimmen, welche Teile des Motives behandelt und entfernt werden sollen. Kleine Korrekturen sind also genau so möglich, wie die komplette Entfernung. Informationen zu Risken und Nebenwirkungen bei der Lasertherapie und Hinweise für eine erfolgreiche Nachsorge Ihrerseits, haben wir auf unserer Webside in separaten Bereichen für Sie festgehalten. 

 

Wir raten Ihnen auf jeden Fall Ihren Wunsch nach einem Cover-up immer sorgfältig vorab mit einem Profi-Tätowierer zu planen und zu besprechen und ein ausführliches Beratungsgespräch zum Thema Lasertherapie mit Ihrem Dermatologen zu führen.

 

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