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Fast 7,4 Millionen Deutsche tragen ein gesticheltes Hautbild, sagt eine Emnid-Umfrage für die Bild-Zeitung von 2012. Übertrumpft werden wir hierbei mal wieder von den USA, die rund 78 Millionen Bürger mit Tätowierungen auf der Haut im eigenen Land gesichtet haben wollen. Und der Trend reißt nicht ab! Immer mehr Menschen überlegen sich tätowieren zu lassen, egal ob jung oder alt. Doch was wird bei einer Tätowierung eigentlich anhand von tausenden kleinen Nadelstichen in die Dermis, die mittlere Hautschicht des Körpers gepiekst damit man später ein buntes, ewig währendes und strahlendes Tattoo auf dem Oberarm oder am Rücken präsentieren kann?   Die Diskussion um Gesundheitsgefährdende Inhaltsstoffe in Tattoo-Farben ist gerade mal wieder frisch entbrannt und immer noch aktuell. Natürlich weiß man, dass Farben die ich mir selber aus Ruß von verbrannten Autoreifen, Asche, Kugelschreibertinte und oder ähnlichem zusammen mixe nicht gut verträglich sind. Aber darum sucht man ja in der Regel auch den Weg zum Profi-Tattoostudio. Was Tattoo-Anhänger nicht zu wissen scheinen ist, dass Tätowierfarben nicht nur unter die Haut gehen, sondern Teile der Inhaltsstoffe sich bei Falschanwendung unter Umständen im ganzen Körper verteilen können. Wie findet man also die richtige Tattootinte?  „Einige der Stoffe sind giftig oder krebserregend“, sagt Michael Landthaler in der Süddeutsche-Zeitung in einem Artikel von Susanne Klaiber 03. April 2012. Prof. Dr. Dr. Landthaler ist Chef der Dermatologie am Uniklinikum Regensburg und gilt als einer der wenigsten deutschen medizinischen Experten auf diesem Gebiet.  Tattoo-Farben werden seit 2005 im sogenannten LFGB, dem Lebensmittel- und Futtermittelgesetzbuch in Deutschland bzw. dessen EU-Basisverordnung geregelt. Es umfasst alle Verarbeitungsstufen entlang der Food-Value-Chain und gilt u.a. auch für Kosmetika. Hierbei ist die Lebensmittelsicherheit oberstes Gebot, für dessen Qualität laut LFGB der Hersteller zu sorgen hat und eigentlich nichts anderes aussagt, als dass Tattoo-Farben die Gesundheit nicht schädigen dürfen. Es verbietet aber grundsätzlich keine Substanzen oder giftigen Inhaltsstoffe, sondern ermöglicht lediglich die Rückverfolgung zum Hersteller oder Produktimporteur. Also haben sich im April 2006 das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Einvernehmen mit dem Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie zusammen gesetzt und eine Tätowiermittelverordnung (TätoV) erlassen, die als besonders kritisch eingestufte Inhaltsstoffe in Tattoo-Farben und Permanent-Make up verbietet. Dem Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) und Frau Renate Krätke, Leiterin der BfR-Kommision für kosmetische Mittel geht die Regelung nicht weit genug. „Es ist immer noch so, dass die Inhaltsstoffe keine Zulassung brauchen“, sagt Frau Krätke im bereits oben erwähnten Artikel von Susanne Klaiber (Süddeutsche). Das heißt, es können immer noch Farbpigmente und Konservierungsstoffe in Tattoo-Farben landen, deren gesundheitliche Unbedenklichkeit nicht erwiesen ist. Eine weitere Stellungnahme des BfR zum Thema finden Sie hier.   Ist das ewig währende Gerücht um Autolacke in den Tattoofarben gar kein Gerücht?  Fakt ist, dass selbst der Bundesrat in einer seiner Pressemitteilungen darauf hinwies, dass als Beispiel in fast jeder zehnten Probe das „Pigment Red 254“ nachgewiesen wurde, das einer Autolackfarbe Ferrari-rot entspreche.                                                                                                                       Dr. Mark Benecke, u.a. Vorsitzender des ProTattoo e.V.  meinte in einem Pressetext vom 14. März 2012 dazu: „Tatsächlich sind die eigentlichen Farbpigmente – egal ob sie technisch oder kosmetisch sind – identisch. Einzig: Ein Cosmetical Grade (-> Tätowiermittel) wurde öfter gereinigt als einTechnicalGrade (-> Autos). Von daher ist es letzthin normal, dass diese Pigmente sowohl in Autolacken als auch in Zahnpasta mit blauen Streifen, Eyelinern und Lippenstiften stecken. Und ja, somit auch in Tätowierfarben." (Zitat) Zweck des Vereins ProTattoo e.V. laut Satzung ist die Information, Schulung und Öffentlichkeitsarbeit für und von Angehörige/n der Tätowierbranche. Dabei geht es um die Aufklärung über Ergebnisse in Forschung und Entwicklung von Tattoofarben, Verträglichkeiten und deren Entfernung z.B. durch Lasertherapien.   Einen sehr aufschlussreichen Blog-Beitrag zum Thema Tattoo-Farben vs. Autolack bzw. Tätowiermittelverordnung (TätoV) haben wir bei WildCat Deutschland GmbH in der Community-Rubrik gefunden und möchten Ihnen diesen gerne ans Herz legen. WildCat ist u.a. Onlineshop- und Großhändler für die Tattoo- und Piercingszene, betreibt deutschlandweit eigene Shop-Standorte und pflegt europaweit ein ausgeprägtes Partner-Studio-Netzwerk.    Können Tätowierungen Krebserkrankungen auslösen? Regelmäßig werden Untersuchungen zu Tattoofarben durchgeführt die belegen, dass sich bedenkliche und gefährliche Inhaltsstoffe in ihnen befinden. Ausschlag gebend für die Antwort auf die Frage der krebserregenden Stoffe ist u.a. die Betrachtung der enthaltenen Azo-Farbstoffe und/oder Azo-Pigmente und möglicher Schwermetalle in einigen Tattoofarben, die allergische Reaktionen auslösen können. Azo-Farbstoffe werden z.B. zur Einfärbung von Papier, Textilien, Ölen uvm. verwendet, da ihre farblichen Eigenschaften sehr gut sind und starke Leuchtkraft beinhalten. Azo-Farbstoffe, die giftige oder krebserregende Amine beinhalten und freisetzen können, sind in Deutschland für Tätowiermittel laut Tätowiermittelverordung und anderen Regelungen verboten aber in vielen ausländischen Tattoofarben immer noch nachzuweisen.     Auch sogenannte Azo-Pigmente sind in einer Reihe von Tattoo-Tinten zu finden. Sie unterscheiden sich von den Azo-Farbstoffen insofern, dass sie praktisch unlösliche, stark färbende, ungiftige Pulver sind, die vom Körper nicht aufgenommen oder zersetzt werden können. Der Unterschied der beiden Farbstoff-Gruppen besteht nun darin, dass Azo-Farbstoffe vom Körper selbst wieder in die Ausgangsstoffe gespaltet werden können. Azo-Pigmente hingegen werden nach Kenntnisstand erst durch UV-, Röntken-, Gama-, oder Laser-Bestrahlung aufgespaltet. Dabei werden besorgniserregenden aromatischen Amine frei gesetzt (sogenannte reduktive Spaltung von aromatischen Aminen), die Krebs verursachen können - aber nicht müssen! Sie kennen das Thema sicherlich noch in Bezug auf den Verzehr von Chips, Knäckebrot und Grillfleisch. Eine genauere und wirkllich ausführliche wissenschaftliche Untersuchung gibt es leider noch nicht. Fakt ist, dass das Krebsrisiko stark erhöht ist und Sie als Kunde darüber aufgeklärt werden müssen! Die Frage die sich hierbei auch immer noch stellt ist, werden die vom Licht zersprengten Tattoo-Pigmente vom Körper komplett über das Lymphsystem abtransportiert und lagern sich die Substanzen irgendwo im Körper ein?  In vielen Fällen, gerade bei im Ausland gestochenen Tätowierungen, erfährt man als künftiger Tattooträger nur selten etwas über die enthaltenen Inhaltsstoffe dort verwendeter Tattootinten. Schwermetalle und industrielle Abfallprodukte werden oft herangezogen, um den Tinten mehr Farb- oder Leuchtkraft zu geben. Diese Inhaltstoffe können unter anderem zu massiven allergischen Reaktionen führen. Dr. Landthaler von der Uni Regensburg war zu dem Thema Tattoofarben an der bis dato umfangreichsten Studie maßgeblich beteiligt und berichtete von Symptomen wie Schwellungen, Rötungen, Juckreize als allergische Reaktionen auf vor Jahre gestochenen Tätowierungen einiger Umfrage-Teilnehmer.   Halten Sie sich bitte bei Ihren Recherchen zu Tattoofarben am besten an die Angaben der Tätowiermittelverordnung (TätoV) und das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR).    Da das Thema Tattoofarben, Tätowiermittelverordnung und gesundheitliche Auswirkungen sehr prägnant ist, werden wir in den kommenden Monaten in Zusammenarbeit mit Medizinern, Tätowierern und Wissenschaftlern dieses genauer ergründen und ausgiebig darüber berichten! Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass wir in diesem aktuellen Blog-Beitrag nur sehr oberflächlich an dieses Thema herangehen. Mehr dazu folgt in Kürze!   Was kann man tun, um sich vor bedenklichen Tattoofarben zu schützen? Deutsche Tätowiermittel-Herstellen etikettieren Ihre Produkte mit den Inhaltsstoffen und richten sich nach den gesetzlichen Vorgaben. Sie selbst sollten sich vorher bei Ihrem Tattoo-Studio ausgiebig zum Thema beraten lassen. Recherchieren Sie auch im Internet. Eine Hilfe ist u.a. das Chemisch-Technische Laboratorium (CTL® GmbH). Hier finden Sie spezielle Seiten für Verbraucher, Anwender und eigens geprüfte Tätowiermittel. Wichtigste Grundlage für Sie ist bis dato aber die Tätowiermittelverordnung (TätoV)! Wichtig! Gute Hersteller kennzeichnen ihre Tinten mit dem Hinweis „Frei von Azo-Pigmenten -und/oder- ohne Konservierungsmittel oder Krebs erzeugende aromatische Amine.“ Analysen zu Schwermetallen ist bei vielen Anbietern von Tattoofarben bereits erhältlich. Schauen Sie doch mal als Beispiel bei tattoosafe, tattoo-vertrieb oder WildCat vorbei. Lassen Sie sich im Zweifel über die Verträglichkeit und mögliche allergische Hautreaktionen vorab vom Profi aufklären und zur Probe tätowieren. Achten Sie auf die Hygiene-Standards des Studios und stellen Sie so viele Fragen wie möglich. Und nicht das wir uns falsch verstehen! Wir stehen auf Tätowierung! Uns liegt aber auch viel an Ihrer Gesundheit!    Ein schöner Satz von Dr. Mark Benecke noch zum Abschluss: "Und NICHT vorhandene Inhalts- oder Schadstoffe verursachen auch KEINE Probleme!“   Bei Fragen rund um das Thema Tattoofarben und Verträglichkeiten stehen Ihnen unsere Dermatologen, der ProTattoo e.V. und wir gerne und jeder Zeit zur Verfügung! Schreiben Sie uns einfach an info@doctattooentfernung.com oder diskutieren Sie direkt hier im Blog! Wir werden das Thema weiterhin im Auge behalten und über neue Erkenntnisse schnellst möglich berichten.   Quellen: Süddeutsche-Zeitung, ProTattoo e.V., WildCat Deutschland GmbH, Wikipedia, BfR   .
Dr Adler HLCP Berlin (c) Copyright 2012
Interview vom 01.11.2012 mit Frau Dr. Yael Adler, Dermatologin Privatpraxis - Dr. Adler im Haut- und Laserzentrum Potsdam/ Berlin Immer mehr Menschen möchten sich von ihrer alten Tätowierung trennen. Entweder aus Gründen des Imagewechsels, durch berufliche Anforderung oder weil die Hautverzierung einfach nicht mehr gefällt. Neben einer Komplettentfernung, lassen sich viele ihre bereits gestichelte Hautstelle aufhellen, um sie anhand von Cover-ups mit neuen Motiven zu versehen. Dank modernster Lasertechnik ist das damals für die Ewigkeit gedachte Tattoo vergänglich geworden. Doch Tattooentfernung ist nicht gleich Tattooentfernung. Wo liegen die Unterschiede bei Laien- und Profi-Lasertherapeuten? Wir haben Frau Dr. Adler, Dermatologin der Privatpraxis Dr. Adler im Haut- und Laserzentrum/Potsdam in Berlin gefragt.   - Seid einiger Zeit kann man sich auch in Kosmetikinstituten und -studios mit einer Laser- und/oder Blitzlampentherapie seine Falten, Haare und unerwünschten Haut-Pigmentierungen von Nicht-Medizinern behandeln lassen. Wie beurteilen Sie diese Situation? Lasersysteme und Blitzlampen sind sehr leistungsfähige Geräte, deren Lichtstrahlung nicht zu unterschätzen ist. Ihre Nutzung setzt viel Erfahrung und Wissen über Physik, Physiologie der Haut, aber auch der sicherheitstechnischen Umgebung in den eigenen Praxisräumen voraus. Trifft als Beispiel ein Fehlschuss über reflektierende Oberflächen im Behandlungsraum ins Auge, ist die Verletzung irreparabel. Bei unsachgemäßer Anwendung können schwere Nebenwirkungen beim Anwender und beim Patienten/ Kunden auftreten. Diese können von Verbrennung, Vernarbung, Entzündung, bis hin zur Fehlbehandlung von nicht korrekt diagnostizierten Hautanomalien reichen oder Pigmentverschiebungen und Allergien beim Patienten auslösen.  Blitzlampen (IPL) gehören unter Aufsicht, Lasersysteme hingegen speziell in die Hände von jeweils ausgebildeten Medizinern, die im Ernstfall sofort Gegenmaßnahmen einleiten können.   - Der deutsche Gesetzgeber fordert von zukünftigen Laseranwendern lediglich einen sogenannten Laserschutzkurs bzw. die Ausbildung zum Laserschutzbeauftragten. Egal ob Arzt oder Laie! Reicht das aus oder sollte man sich im Bereich Lasermedizin noch seriöser qualifizieren? Optimal wäre gerade für den Bereich ästhetische und medizinische Lasermedizin eine eigene Weiterbildung zu etablieren, um die Sicherheit für Anwender und Patienten bei Laserbehandlungen zu gewährleisten. Es geht um eine Risikominimierung und um die Vermeidung von Komplikationen.  Das Grundlagenseminar zum Laserschutzbeauftragten ist für Mediziner und Nichtmediziner zugänglich. Es ist ein reines Sachkundeseminar nach gesetzlicher Vorschrift. Hierbei geht es ja vor allen Dingen um allgemeine Grundlagen der Laserstrahlung, deren Eigenschaften und Wirkungen, rechtliche Rahmenbedingungen und Gefahren am Arbeitsplatz. Also darum, Qualitätsstandards in der Laseranwendung zu sichern und Risiken bei der Anwendung zu minimieren. Kenntnisse über die Haut und Ihre Reaktionsweise sowie medizinische Zusammenhänge werden hier nicht vermittelt. Ein Nicht-Mediziner kann also die Wirkung des hochenergetischen Lichts und des Lasers auf die Haut weder abschätzen noch beurteilen.   - Eine Vielzahl der lasermedizinischen Leistungen werden nicht ausreichend von den Krankenkassen übernommen, wie z.B. bei der Tattooentfernung. Daraus entstehen sogenannte IGeL- Leistungen, die der Arzt dem Patienten gesondert in Rechnung stellt. Das lenkt viele von der Arztpraxis zum Kosmetikstudio weil es dort finanziell attraktiver erscheint. Stimmt das?  Die Preisgestaltung hängt im Allgemeinen davon ab, wie aufwendig eine Tattooentfernung ist, wie groß die Fläche und die ausgelöste Anzahl an Impulsen (Laserschüsse) die für eine Behandlung notwendig sind. Auch sind sicherlich Behandlungen mit qualitativ hochwertigen Geräten unter Umständen etwas kostenintensiver. Dafür sind aber auch schneller Ergebnisse erzielbar, was am Ende die Anzahl der zu bezahlenden Sitzungen reduziert. Dennoch sind die Preise bei Ärzten unter Berücksichtigung der Aufwendungen für Fort- und Weiterbildungen zuzüglich des umfangreichen Erfahrungsschatzes des Mediziners mit guten Kosmetikstudios oft absolut vergleichbar. Bei Billigangeboten sollte man immer etwas vorsichtiger sein. Qualität kostet nun mal Geld, egal ob in der Kosmetik- oder der Medizinbranche.   - Einige Laientherapeuten, die sich auf die Laser-Tattooentfernung spezialisiert haben sind der Meinung, dass ein Arzt sich nicht so viel Zeit für ein ausgiebiges Beratungsgespräch vor der eigentlichen Behandlung nimmt und sich daher die Patienten nicht wohlfühlen würden. Stimmt das?  Ein Arzt, der seinen Beruf korrekt und mit Engagement ausführt, wird auf eine gute Aufklärung sicher Wert legen. Eine gelingende Behandlung ist immer auch von einem vertrauensvollen Arzt-Patientenbündnis abhängig. Das baut man nicht in 5 Minuten auf. Meine Beratungsgespräche vor Beginn einer Lasertherapie dauern gut eine halbe Stunde oder mehr. Erst wenn der Patient keine offenen Fragen mehr hat und ich mir seine Tätowierung genauestens unter der Lupe vorgenommen habe, beginne ich mit der eigentlichen Behandlung. Oft führe ich sogar kostenlose Probebehandlungen zur richtigen Dosisfindung aus.    - Woran erkenne ich als Patient einen guten Lasertherapeuten?  Der Therapeut sollte eine Reihe unterschiedlicher Lasersysteme zur Auswahl haben - kann also optimaler Weise für jede Indikation den passenden Laser bieten und muss nicht mit einem vielleicht unpassenden Laser versuchen alle möglichen Diagnosen zu behandeln. Fragen Sie, wie oft der Arzt diese Behandlung schon durchgeführt hat. Lassen Sie sich beraten und überprüfen Sie, ob alle Fragen zufriedenstellend beantwortet werden. Auch die Empfehlung anderer Patienten ist dabei hilfreich. Ein guter Lasertherapeut berät Sie umfassend zum Vorgang der Tattooentfernung, kann die Behandlungsdauer einschätzen und klärt sie vor allen Dingen darüber auf, was sie selbst zum gewünschten Behandlungsergebnis in der Nachsorge beitragen können.   - Welches Lasersystem war Ihr erstes, wann und warum?  Es war von Anfang an ein breites Spektrum an Lasergeräten. Nur so ist gewährleistet, dass man zu jeder Hautveränderung, die gelasert werden kann und darf, auch eine geeignete Technologie vorhanden ist. Besonders häufig gefragt sind Gefäß-, Pigment- und chirurgische Laser.    - Was macht Ihrer Meinung nach eine gute Lasermedizin aus?  Gute Qualität setzt eine gute Ausbildung und ein hohes Maß an Verantwortungsbewusstsein beim Therapeuten voraus. Die eingesetzte und moderne Lasertechnik spielt hierbei ebenso eine große Rolle, wie das Know-How des Therapeuten. Leberflecken - nur mal als Beispiel - dürfen nicht gelasert werden. Das bleibt aber bei vielen Laientherapeuten unberücksichtigt. Eine sicher gestellte Diagnose ist unerlässlich. Manchmal muss auch vor einer Behandlung eine Gewebeprobe entnommen werden, damit der Pathologe (Gewebekundler) etwas Bösartiges ausschließen kann. Bei der Tattooentfernung helfen gelegentlich Probebehandlungen weiter: Wichtig ist die Bestimmung des Hauttyps (Sonnenempfindlichkeit und Hautfarbe), welche Art von Tätowierung (schwarz oder bunte Farben) vorliegt, wie alt diese ist, vom Profi oder Laien gestochen und welchen Lasertyp man für die Behandlung verwenden wird. Der Therapeut muss aus der Haut des Patienten lesen können um zu beurteilen, ob Laser-Wellenlänge, Dosierung und Einwirkzeit des Laserimpulses gut passend sind. Nur so erhalten sie ein optimales Behandlungsergebnis. Zudem muss er übermäßige Hautreaktionen noch während der Behandlung einschätzen können und mögliche Gegenmaßnahmen einleiten können. Bei sehr seltenen aber durchaus möglichen starken allergischen Reaktionen hilft oft nur eine medikamentöse Gegenbehandlung. Das kann ein Kosmetiker oder Laientherapeut nicht leisten.     - Welches Lasersystem bevorzugen Sie für die Tattoo-/Pigmententfernung und warum? Sehr effektiv und mit raschem Therapieerfolg ist ein Q-switched Nd:YAG Laser. Die Patienten sparen sich viele Behandlungen und sind über das Ergebnis sehr erfreut. Ich entferne damit Tätowierungen, Altersflecken, Sonnenflecken, Permanent Make-up u.a.. Die Behandlungseinstellungen sind durch einfache Menüführung und Vorprogrammierungen leicht und verständlich. Damit hat der Patient ein hohes Maß an Sicherheit. Und es macht großen Spaß damit zu arbeiten, da man den Effekt direkt sehen kann.   - Wie bzw. wohin wird sich Ihrer Meinung nach die kosmetische Lasermedizin in der Zukunft entwickeln?   Ich halte es für sinnvoll, dass grundsätzlich nur ausgebildete Mediziner lasern. Gerade beim lasern von Tattoos können allergische Reaktionen durch Zerfallsprodukte der Tattoofarben auftreten. Hierbei muss ein Lasertherapeut schnell wissen was zu tun ist und handeln. Es kann auch massive Schwellungen geben und da sind anatomische Kenntnisse über den Lymphabfluss einfach unbedingt erforderlich! Auch führt eine zu aggressive Einstellung der Lasersystemparameter leicht zu Vernarbungen der Haut. Die Zeichen der Haut zu deuten, wann die Einstellung passt oder gar zu intensiv ist, kann nur ein erfahrener Hautarzt leisten, entsprechend reagieren und gegensteuern. Auch Hautreizungen, Einblutungen, Schwellungen und allergische Reaktionen kann nur ein Mediziner richtig einschätzen und behandeln. Ganz wichtig ist auch noch einmal zu betonen - Leberflecken dürfen nicht gelasert werden. Auch aus diesem Grunde ist es sehr problematisch, wenn man weiß, dass Kosmetikerinnen in ihren Studios durchaus auch Pigmentmale mit einem IPL-System behandeln. Dies kann dazu führen, dass ein schwarzer Hautkrebs versehentlich mit behandelt, also verkannt wird und später zu Metastasen führen kann. Die Unterscheidung von Pigmentmalen (Leberflecken, Altersflecken und Hautkrebs) bleibt Dermatologen vorbehalten. Ein Wochenendkurs für Kosmetikerinnen reicht nicht, um ein Laserspezialist zu sein.    Weitere Informationen zu Dr. med. Yael Adler - Privatpraxis für Dermatologie, Phlebologie, Allergologie und Lasermedizin im Haut- und Laserzentrum Berlin-Potsdam finden Sie auf www.dradler-berlin.de .
(c) Copyright 2012 Dr. Marion Runnebaum
Ich will mein Tattoo nicht mehr! MDR Thüringen. Das Radio, 26.10.2012 Tattoo entfernen - kein Problem? Früher war eine Entfernung von Tattoos fast undenkbar oder zumindest äußert schwierig und unangenehm. Heute, so suggeriert man uns, ist das nur noch eine Frage des Preises. Aber ist es das wirklich? Welche Methoden gibt es, welche Risiken bestehen, wie hoch ist die Erfolgsquote? Haase und Waage fragen Experten, geben Tipps und Ratschläge. (Textquelle: MDR Thüringen. Das Radio)  Viele Informationen die wichtig sind, wenn Sie Ihr Tattoo entfernen lassen möchten. Klicken Sie hier: http://www.mdr.de/mdr-thueringen/service392.html
© Marko Morelli - Fotolia.com 25112814
Kaum haben unsere kleinen Windel tragenden Teppichflöhe den aufrechten Gang erlernt und sind seit kurzem in der Lage das erste Jugendmagazin zu durchblättern, schon entdecken Sie erste Bilder der musikalischen Milchzahnträger, verziert mit Tattoos an Oberarm oder Brust wie die ganz Großen.   „Mama, ich möchte auch so ein Tattoo wie Justin haben! Der war beim ersten Tattoo auch noch keine 18 Jahre alt!“     Wie soll man auf die Bitte der pubertierenden Flunschschnuten reagieren? Tattoo verbieten oder erlauben? Grundsätzlich bewegt man sich beim Tätowieren genau wie beim Piercen rein rechtlich im Tatbestand der Körperverletzung nach §223 des Strafgesetzbuches. Eine starre Altersbeschränkung, wann ich mir ein Tattoo stechen lassen darf, gibt es im Deutschen Recht nicht. Allerdings benötigen in den meisten Tattoo-Studios unter 18-jährige die Einwilligung der Eltern oder des gesetzlichen Vormundes, um sich vom Tätowierer ein Hautbild stechen lassen zu dürfen. Seriöse Profi-Tätowierer wissen das und klären interessierte Jugendliche darüber in Beratungsgesprächen auf. Jugendliche unter 14 Jahren werden generell nicht von ihnen tätowiert und selbst bei 14 bis 16-jährigen wird die Tattoonadel erst im Beisein der Eltern angesetzt. Mit Vorlage der Einverständniserklärung der Erziehungsberechtigten wird die Haftung des Tätowierers §223 StGB ausgeschlossen.    Willigen Eltern nicht ein, kann auch eine Einwilligung des oder der betroffenen Minderjährigen selbst ausreichend sein. Da das Gesetz nicht vorschreibt, wann ein/e Minderjährige wirksam einwilligen kann, kommt es auf den persönlichen Reifegrad und die Einsichts- und Urteilsfähigkeit des Jugendlichen an. Er muss vom Stand seiner Entwicklung her in der Lage sein die Bedeutung und die Tragweite der Körperverletzung genau zu erfassen und richtig beurteilen zu können. Dabei muss er/sie genügend über die Gefahren und Risiken, zum Beispiel die Möglichkeit einer Entzündung aufgeklärt worden sein und sich ganz genau der (langfristigen) Folgen seiner Entscheidung bewusst sein. Wenn alle diese Voraussetzungen vorliegen, reicht es aus, dass der/die Jugendliche allein einwilligt. (zitiert: Bundesjustizministerium Seite 40 „Meine Erziehung, da rede ich mit“ .pdf)    Sollte man bei Minderjährigen den Wunsch nach einem Tattoo prinzipiell verneinen? Heranwachsende wollen in erster Linie ernst genommen werden. Reden Sie mit Ihrem Kind und versuchen Sie herauszufinden, warum es unbedingt ein Tattoo sein muss. Ist es, weil es gerade im Freundeskreis „jeder“ hat? Dient es als Verbindungssymbol zum prominenten Idol oder möchte Ihr Kind vielleicht ein stichfestes Zeichen für sich selbst setzen? Wo soll es platziert werden? Ist es wirklich der eigene Wunsch nach einer Körpermodifikation oder nur ein Nacheifern? Versuchen Sie verschiedene Situationen im späteren Leben dar zu stellen wo das prangernde Hautbildchen vielleicht stört oder man es bereuen könnte. Bei der späteren Berufswahl in Vorstellungsgesprächen kann eine sichtbar verzierte Hautstelle ausschlaggebend für ein Ja oder Nein sein. Beim Thema Schwangerschaft kann ein Bauchnabel-Tattoo schnell vom kreisenden Delphin zum von Schwangerschaftsstreifen durchzogenen Regenwurm werden. Gesundheitliche Folgen durch Tattoo-Tinten und deren Langzeitwirkung den Körper betreffend sind ebenfalls nicht zu unterschätzen.   Beide Seiten sollten sich bei der Entscheidungsfindung mit Kompromissen begegnen! Experten raten von einer prinzipiellen Verneinung der sticheligen Körperverschönerung bei unter 18-jährigen ab. Auf der Suche nach der eigenen Identität werden die Jugendlichen in der Selbstfindungsphase gehemmt, schreibt als Beispiel die Mütterberatung.de ohne Quellenangabe im Netz. Wir empfinden das ein wenig anders da Eltern für die Gesundheit Ihres Kindes verantwortlich sind und eine Entscheidung gegen eine Tätowierung nachweislich noch keinem Kind geschadet hat. Die Möglichkeit eines Kompromisses sollte aber auf jeden Fall diskutiert werden. Selbst Profi-Tätowierer haben Argumente in petto, wie zum Beispiel die vorherige Aufzeichnung des gewünschten Hautbildchens mit schwer wasserlöslichen Farben. Diese Zeichnungen verschwinden erst nach ein paar Tagen wieder und wenn sie nach zwei bis drei Wochen immer noch gefallen, kann man über das Fixieren durch die Tattoo-Nadel immer noch nachdenken. Eine Alternative zur Profi-Tätowierung ist ein Henna-Tattoo. Hierbei wird Pflanzenfarbe in die oberste Hautschicht, die Hornhaut gestochen. Im natürlichen Hauterneuerungsprozess wird die Hornhaut innerhalb von 28 Tagen einmal runderneuert. Spätestens nach 4 Wochen sollte das Symbol aus der Haut wieder verschwunden sein. Von sogenannten Bio- oder Temp-Tattoos raten wir ab. (lesen Sie dazu bitte folgenden Blog-Beitrag) Gute sogenannte Fake-Tattoos die bei Film- und Fernsehproduktionen gerne Verwendet werden, sind im Internet zu finden. Sie werden mittels Feuchtigkeit und Wärme auf die Hautstelle gepresst und „kleben“ dort einige Tage zur „Anprobe“. Unsere Internet-Recherchen haben für Zugeständnisse bei kleinen versteckten Tätowierungen als Alternative zur rankenden Rose an der Wade allerdings Vorsicht walten lassen. Um überhaupt ein Tattoo von Zuhause genehmigt zu bekommen, entschieden sich viele Jugendliche für eine kleinere Motiv-Variante an versteckter Körperstelle. Hauptsache gestochen! Motiv war schon fast egal. Doch schon nach wenigen Wochen gefiel die alternative Hautstichelei an ungewollter Körperstelle nicht mehr und der Haussegen hing schief.   Tattooentfernung mittels Lasertherapie In solchen Fällen helfen wir Ihnen bei Doc-Tattooentfernung gerne weiter. Soll eine Tätowierung die eigentlich für die Ewigkeit gedacht war wieder entfernt werden kommt bei unseren Dermatologen ein Lasersystem zum Einsatz. Ja nach Einstichtiefe, Größe, Alter und Professionalität des Tattoos aber auch der eigenen körperlichen Konstitution des Trägers, kann eine Tätowierung in mehreren Sitzungen wieder entfernt werden. Als Beispiel mit Hilfe eines gütegeschalteten Nd:YAG Lasers. Mit seinem energiereichen Lichtstrahl lässt er die unter der Haut eingekapselten Tattoo-Pigmente zerspringen, die danach über das körpereigene Immunsystem abgebaut und –transportiert werden. Zwischen den einzelnen Behandlungen sollten 4 bis 6 Wochen Regenerierungsphase liegen. Die Anzahl der Behandlung hängt u.a. vom Fortschreiten des Pigmentabbaus ab. In den meisten Fällen sind es 6 bis 12 Behandlungswiederholungen. Und ein Versprechen für eine 100-prozentige Unsichtbarkeit des Hautbildes gibt es von seriösen Lasertherapeuten nicht. Vielleicht ist dies noch ein gutes Argument für Ihre Contra-Seite der Diskussion!?    Zum ausgewählten Foto möchten wir erwähnen, dass der Junge auf Nachfrage bemalt und nicht tätowiert ist! (Quelle: © Marko Morelli - Fotolia.com 2012) Quellen: Bundesministerium für Justiz, Mütterberatung.de, Gerechte Sache.de

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