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BfR Symposium 1.int. Conference on Tattoo Safety 2013 "Tattoo-Gang + Laser" (c) Copyright 2013 Fotografin Stefanie Herbst
Das Bundesamt für Risikobewertung hat vom 6. bis 7. Juni 2013 in Kooperation mit der FU Berlin die erste internationale Konferenz zur Sicherheit von Tätowierungen („First International Conference on Tattoo Safety“) über die Bühne gebracht. Hier trafen Mediziner, Wissenschaftler, Laserspezialisten und Angehörige der Tätowierbranche aus der ganzen Welt zusammen, um die mutmaßlichen Gefahren und Präventionsmöglichkeiten bei der Tätowierung auszuloten.     Es lässt sich beliebig drehen und wenden: Beim Tätowieren werden Substanzen unter die Haut gebracht, worauf der Körper mit einer Immunreaktion antwortet – das reicht vom planmäßigen Abheilen der oberflächlichen Hautverletzung bis zu heftigeren Reaktionen. Ob dies auf die Dauer relativ harmlos oder mit erheblichen Gefahren einhergeht, ist Gegenstand anhaltender (Medien-) Kontroversen. Der entscheidende Punkt ist, ob man weiß, woraus die Farben bestehen und wie die enthaltenen Stoffe auf den menschlichen Körper wirken. Es sei vorweggenommen: Man weiß es nicht! Es existieren keine Langzeitstudien. Allerdings ist klar, dass manches Bestandteil, das in der Vergangenheit in Tätowierfarben nachgewiesen wurde, unter der Haut problematisch wird, weil es ohnehin für den lebenden Organismus ungenießbar ist. Daher hat auch der Gesetzgeber EU-weit eine Reihe von Stoffen ausgeschlossen.   Wettlauf mit der Marktnachfrage Ein gravierendes Problem ist das ungeregelte Wachstum der gesamten Branche: Tätowierer ist noch kein Ausbildungsberuf mit Prüfung bei der Handwerkskammer. Kenner der Szene rechnen damit, dass auf jedes legale mehr als drei illegale Tattoo-Studios kommen. Hier ist der Anwendung von Farben fragwürdiger Qualität Tür und Tor geöffnet, sei es aus Unwissen oder Geldgier. Dementsprechend ist die Zahl der intern. Farbenhersteller ins Kraut geschossen. Zusätzlich spielt die Verfügbarkeit über den Internetversandhandel eine negative Rolle. Eine Farbpalette aus China zu ordern, ist heute einen Klick weit entfernt. Die beim BfR-Symposium vertretenen Kollegen der Tattoo-Farbenhersteller und -Vereinigungen sind rund um die Uhr und mit viel Einsatz darum bemüht Pigmente von den Zulieferern zu erhalten, die eine Tätowierung bedenkenloser machen sollen.   Die Farbe für eine Tätowierung besteht bis dato in der Hauptsache aus Farbpigmenten und Zusatzstoffen, deren Wirkung auf den Körper im Großen und Ganzen nicht systematisch erforscht ist, wie das Bundesamt für Risikobewertung einräumt. Der Mangel an Klarheit mag u. a. darauf zurückzuführen sein, dass die Tätowierung mehrheitlich das Signet von Lumpenproleten, Matrosen, Knastologen, Bohemians und burlesker Tänzerinnen war – nicht gerade die Zielgruppen staatlicher Vorbeugemaßnahmen. Das muss sich ändern, denn ohne Hilfe von oben und eine deutlichere Regulierung wird sich wohl nur schwerlich etwas verbessern lassen. Der Nimbus der Halbwelt, er hat Warencharakter angenommen. Mit der Karriere verwegener Hautbildchen zum Konsumartikel in allen Gesellschaftsschichten tritt nun die Gesundheitsfürsorge auf den Plan. Auch wenn nicht zuverlässig geklärt ist, wie viele es betrifft, so lassen sich doch einige offenkundige Komplikationen auflisten, die mit einer Tätowierung einhergehen können: Allen voran: Allergische Reaktionen, auch mit erheblicher zeitlicher Verzögerung. Hier weist Prof. Dr. Jørgen Serup vom Kopenhagener Bispebjerg University Hospital vor allem die Farbe Rot als kritischen Kandidaten aus. Weitere unangenehme Folgen können sein:   Vergrößerung einer Hautpartie durch vermehrte Zellteilung Papeln und Pusteln auf der Haut Geschwüre Juckreiz   Der vor allem in den Medien dankbar aufgegriffene Gedanke, Tätowierungen stünden im Zusammenhang mit Hautkrebs, kann bislang nicht nachgewiesen werden. Nicolas Kluger, Dermatologe von der University of Helsinki, betonte in seinem Beitrag, dass das dokumentierte Auftreten von Hautkrebs auf Tätowierungen so selten ist, dass hier von zufälligen Erscheinungen auszugehen sei. (Die Abstracts der Tagungsreferenten können hier nachgelesen werden.)   Verbotene Stoffe Die Tätowiermittelverordnung listet die Stoffe auf, die in Tätowierfarben verboten sind, allen voran Azo-Farben, die in kanzerogene Amine zerfallen können. Von Biphenyl-4-ylamin bis Xylidin sind es 26 zungenbrecherische Spaltprodukte. Zusätzlich finden sich 36 konkrete Farben mit so hübschen Namen wie Solvent Yellow oder Acid Green. Es ist absehbar, dass die Liste sich im Wettlauf mit den exotischen Innovationen verlängern wird. Deutsche Hersteller und Importeure von Farben sind verpflichtet, dem Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit zu melden, wie die Farbe heißt, woraus sie zusammengesetzt ist und woher die Produktion stammt. Wer sich vor seiner Tätowierung vergewissern möchte, ob die angebotenen Farben diesen Vorgaben entsprechen, sollte sie sich zeigen lassen. Vorgeschrieben sind:   die Angabe Mittel zum Tätowieren, Tätowierfarbe oder Tattoo colour die nach allgemeiner Verkehrsauffassung übliche Bezeichnung oder eine Beschreibung des Mittels und seiner Verwendung die Nummer des Herstellungspostens oder ein Kennzeichen zur Identifizierung der Herstellung Name und die Anschrift des Herstellers ev. ein Mindesthaltbarkeitsdatum die Verwendungsdauer nach dem Öffnen die Liste der Bestandteile   Farben nicht nur unbekannter Herkunft können Verunreinigung mit Schwermetallen wie Titan, Aluminium, Kupfer und Barium aufweisen. Aber auch so unappetitliche Kandidaten wie Cobalt, Blei, Chrom, Kadmium, Arsen u. a. lassen sich nachweisen, stellten Dr. Beatrice Bocca und Kollegen vom römischen staatlichen Gesundheitsinstitut fest – alles nicht harmlos. You can’t make an omelette without breaking some eggs. Ein weiterer denkwürdiger Aspekt ist, dass die Farben ohne Pigmente unbekannter Langzeitwirkung eben keine Farben wären. Relativ eindeutig, weil als Allergen bekannt, verhält es sich mit Nickel, das eben ein Bestandteil der Farben ist. Hier sind die Hersteller gehalten, den Nickelgehalt so weit wie möglich zu reduzieren.   Think, before you ink! Auch im Zuge möglicher Laser-Tattooentfernungen ist noch nicht eindeutig geklärt, was mit aus der Haut beseitigten Farbpigmenten tatsächlich passiert. Vom Laser zertrümmerte Tattoopigmente werden über das Lymphsystem abtransportiert. Aber wo landen sie? Was passiert mit den Inhaltsstoffen der Farbe bei UV-Einwirkung und/oder Laserlichtbeschuss - Thema Aufspaltung, AZO-Pigmente, AZO-Farbstoffe, usw.? Thomas Sembt von DocTattooentfernung sagt dazu:" Es muss an allen Ecken und Enden geforscht werden. Das BfR-Symposium ist eine tolle Plattform für den ersten Startschuss gewesen. Alle beteiligten internationalen, wissentschaftlichen, medizinischen und tätowierenden Instanzen haben ihren derzeitigen, wenn auch nicht immer ganz aktuellen Kenntnisstand auf den Tisch gelegt, um ihn zu teilen. Auch wenn durchweg ein Hauch des gesundheitlichen Risikos über der Tätowierung schwebte, so sind die Kernpunkte einiger Ärzte doch klar definiert worden. Es konnte in deren Untersuchungen kein Zusammenhang zwischen Krebs und Tattoos hergestellt werden. Selbst die beschriebenen allergischen Reaktion auf manches Tattoopigment sind durchweg reduzierte Zahlen im Gegensatz zur aktuellen Marktnachfrage nach Tätowierungen. Mein Lieblingssatz war von Prof. Dr. Serup (Departement of Dermatology Copenhagen): "We don't see cancer! I repeat, we don't see cancer in tattooed skin, even in lymphnodes!" Trotzdem bleibt unser Thema Laser-Tattooentfernung sensibel. Das Bestreben von DocTattooentfernung besteht darin die dermatologischen Laserprofis und die Tätowierbranche zusammen zu führen, um einer Laserbehandlung durch Laien Einhalt zu gebieten. Noch besser ist allerdings >>Think, before you ink!<< und Letzteres beim Profi-Tätowierer deines Vertrauens!"   Wer sich also in einem legalen deutschen Studio tätowieren lässt, geht ein geringeres Risiko ein. Zu diesem Risiko ist zurzeit nur so viel sicher zu sagen: Es ist ein weiteres neben unzähligen anderen, denen man sich freiwillig oder unfreiwillig aussetzt. Was das für die eigene Lebensqualität bedeutet, lässt sich nicht verallgemeinernd bestimmen, weil dies wie bei allen Dingen des Lebens im Auge des Betrachters liegt. Fazit: Das 1. BfR-Symposium zum Thema „Tattoo-Sicherheit“ war eine sehr gute und lehrreiche Veranstaltung, die hoffentlich einen Startschuss gegeben hat für eine positive Weiterentwicklung. Ziel soll dabei bleiben, dass wir es gemeinsam mit Medizinern, Wissenschaftlern, Gesetzesgebern, der Tätowier-Branche und den Laserspezialisten angehen. Tätowierungen müssen sicherer werden! Für den Träger, wie für die Tattoo-Künstler!    Dr.Strauß  .
Tattooentfernung besser beim Profi (c) Copyright Doctare 2013
Neuer Laser lässt Tätowierungen sanft verschwinden und schont die Haut der Patienten   (ddp direct) Berlin, 12.Juni 2013 Eine Tätowierung ist eine einschneidende, im Wortsinne: bestechende Erfahrung. Die gute Nachricht: Die Reue über die einstmalige Fehlentscheidung schmerzt weitaus stärker als eine professionelle Tattoo-Entfernung, vorausgesetzt, diese wird medizinisch fachgerecht durchgeführt. Die moderne Dermatologie rückt den ungewünschten Hautbildchen heute mit feinem Licht zu Leibe, effektiv und schonend zugleich. Auf der kommenden Jahrestagung der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft e. V.(DDL, 14.06.-16.06.2013, Dorint Sanssouci Berlin/Potsdam) unter der Leitung von Tagungspräsidentin Dr. med. Tanja C. Fischer präsentiert DocTattooRemoval, kurz: Doctare GmbH überzeugende Erfahrungswerte mit dem neuesten Multi-Mehrzweck-Laser. BiAxis QS Medical Laser - The Next Dimension of Tattoo Removal Laser Systems»Es gibt immer wieder Tattoos, die man mit ein bis zwei Behandlungen nahezu komplett entfernen kann. Das ist ein absolutes Novum. Im Schnitt ist die Anzahl der Laser - Therapiesitzungen bei den Patienten deutlich reduziert im Vergleich zu anderen Systemen. Die Ergebnisse sind gerade mit diesen Nd:YAG Lasern atemberaubend gut«, bemerkt Doktor Yael Adler, Privatärztin für Dermatologie, Phlebologie, Allergologie und Lasermedizin in Berlin dazu. Als Mitglied des wachsenden Netzwerkes DocTattooentfernung.com, der Plattform für Laser-Dermatologen, kennt sie die qualitative Bandbreite. Auf dieser Webseite versammelt Doctare bundesweit die ›Jedi-Ritter‹ unter den Hautärzten: Nicht jeder Dermatologe versteht sich nämlich darauf, seine Patienten mit dem ›Lichtschwert‹ vom Tattoo zu befreien. Doch auch Spezialisten aus Tätowierbranche, Lasertechnik und öffentlichen Instanzen wie z.B. dem Bundesinstitut für Risikobewertung werden hier zurate gezogen. Doctare begegnet einem wachsenden Trend unter den rund acht Millionen Tattoo-Trägern – nämlich den Club zu verlassen, sei es aus beruflichen, ästhetischen oder präventiven Gründen. Die neueste und modernste Generation der Medizintechnik, wie der BiAxis QS Medical Laser by HLS, ermöglicht medizinisch ausgebildeten Lasertherapeuten die weitgehend schmerzarme, narbenfreie und oft vollständige Entfernung von Tätowierungen. Diese Behandlungsart ist nicht mit chirurgischen Methoden oder gar abrasiven Gewaltkuren zu vergleichen. Abgesehen von großflächigen Tätowierungen, lassen sich auch Permanent Make-up und natürliche Alterungserscheinungen oder kleine Verletzungen erfolgreich mit den Wellenlängen 1064nm und 532nm behandeln.Je nach Farbe ist die tätowierte Hautstelle mit einer passenden Laser-Licht-Wellenlänge zu behandeln. Der BiAxis quality switched, gütegeschaltete Neodym YAG-Laser hat sich bei der Laser-Tattooentfernung erfolgreich bewährt. Die technische Möglichkeit, die Wellenlängen sowie den Laserstrahldurchmesser rasch direkt am Handstück ohne Aufsatzwechsel an das jeweilige Behandlungsareal anzupassen, ist neben der Farbvielfalt des Tattoos ganz entscheidend für die Behandlungsgeschwindigkeit. Dabei werden die Tattoo-Farbpartikel unter der Haut für Bruchteile von Nanosekunden (6-20ns) zielgerichtet auf mehrere hundert Grad Celsius erhitzt. Der Effekt ist aus dem Alltag bekannt: Dunkle Gegenstände heizen sich im Sonnenlicht stärker auf als helle – das Gleiche gilt für die Farbpigmente von Tätowierungen: Die dunklen Töne lassen sich besser auflösen als die hellen, die das Licht stark reflektieren und daher weniger Energie aufnehmen. Ein ausführliches Beratungsgespräch mit einem professionellen Lasertherapeuten und die Probebehandlung eines kleinen Areals schaffen mehr Klarheit über den Behandlungsverlauf. Die Entfernung eines großflächigen, bunten Souvenirs aus der Vergangenheit kann i.d.R. mit sechs bis zwölf Sitzungen im Abstand von je vier bis sechs Wochen vollendet werden. Ausführliche Informationen zum Thema Lasertherapeuten, Behandlungen, Risiken, Nebenwirkungen, Produkten und Services finden Sie unter www.doc-tattooentfernung.com und www.doctare.com   .

Neue ultrakurz gepulste Tattoolaser

gepostet am 10.06.2013

Picosure Laser (c) Copyright Cynosure 2013
Seriösen Studien zur Folge, darf man davon ausgehen, das in der jüngeren deutschen Bevölkerung bis zu 20 Prozent der Menschen ein Tattoo tragen. Die Anzahl der grösseren und mehrfarbigen Tattoos steigt ständig. Es darf bezweifelt werden, da keine suffizienten Kontrollmechanismen bestehen, dass „echte“ Standards bei Applikation und Chemie der Farben bestehen. Ein Tattoo zu haben ist für jüngere Menschen kein „muss“ aber es ist akzeptiert. Trotzdem kommt häufig die böse Überraschung, wenn es in eine Berufsausbildung geht. Als Banker oder Polizist werden Tattoos im sichtbaren Bereich nicht akzeptiert und müssen, zumindestens aus sichtbaren Körperbereichen, entfernt werden. Auch die berühmten und einst so populären „Arschgeweihe“ sind mittlerweile eher out! Nur, wie bekommt man dann den ungeliebten „Schmuck“ wieder weg? Unseriöse „Wegätzstudios“ von Laien betrieben sind die denkbar schlechteste Alternative. Eine Strafanzeige des Autors wegen Verstümmelungen die hier angerichtet wurden ging ins Leere, da es zwar eine schwere Körperverletzung - aber eben mit einer Einwilligung ist! Der Staatsanwalt geht bei Tätowierten wohl davon aus, dass man mit diesen alles anstellen darf.  Festzuhalten ist: Es besteht ein zunehmnder Therapiebedarf! Es gibt eine Reihe von Lasersystemen, die in der Lage sind Tattoos zu entfernen. Dabei sind sehr häufige Wiederholungen der Behandlungen, eine nicht vollständige Entfernung, Schmerzen, Farbumschläge usw. nicht selten. Eine Verbesserung der Technologie, gerade beim Q-Switched Nanosekundenlaser, die bis dato als Standard Laser galten, machen daher für verschiedene Firmen einen Sinn. Nur in einen expandierenden Markt wird investiert! Letztlich ist es so, dass mittels des Laserlichtes die eingebrachten Farbpigmente „zerschossen“ werden. Es ist dabei klar, dass das Chromophor „Tattoopigment“ die Energie absorbiert und dadurch so auseinander gesprengt wird, dass es durch Makrophagen oder andere Abräum-Mechanismen entfernt werden kann. Dabei gilt natürlich, um so kürzer die Energie, die möglichst hoch sein sollte, direkt, um so geringer ist der Kollateralschaden. Bildlich gesprochen: Man versucht die Energie eines Atomkraftwerkes, die in einer Stunde produziert wird, im Zeitraum eines Wimperschlages zu komprimieren und dann in einem Schuss zur Behandlung zu nutzen. Erst arbeiteten wir mit Nanosekunden - hierbei war das Referenzgerät der sogenannte RevLight der Firma Conbio. Die verfügbaren 5 Nanosekuden waren bislang das Beste was im Markt vorhanden war. Doch die Entwicklungen gehen weiter. Die Firma Cynosure hat vor einigen Wochen den sogenannten PicoSure Laser vorgestellt. Dieser arbeitet erstmals im Picosekundenbereich, also noch einmal extrem verkürzt. Es handelt sich um einen 755 Nanometer Alexandritlaser. Die extrem kurze Zeit, die der Energiepuls auf das Zielobjekt wirkt, lässt ihn durch zwei Mechanismen wirken: Den thermischen und vielleicht noch wichtiger, einen photomechanischen Effekt; die Ziele werden gerade zu zerrissen. Aufgrund der Kürze der Einwirkungszeit, können auch sehr kleine Pigmentmengen, z.B. aus Lentogones oder aus einem Melasma getroffen werden. Im letzteren Fall muss dann natürlich wiederholt behandelt werden, was gut geht, da es keine Nebenwirkungen gibt, wenn man mit niedriger Energie arbeitet. Nichts desto trotz hat das jetzt vorgestellte Gerät nur eine FDA-Zulassung für Tattoos. Entsprechend den europäischen Gepflogenheiten würden die Geräte hier aber sicher in der gesamten denkbaren Breite eingesetzt werden. Interessanterweise haben die Amerikaner das Gerät dieses Mal erst einmal in den Vereinigten Staaten vorgestellt. Hintergrund ist, dass die Technik, die in diesen Geräten beeinhaltet ist, überaus kompliziert ist. Der Autor hat über einige Jahre die Fluoressenz von malignen Melanomen mit Femto und Picolasern untersucht, um hier mittels moderner Verfahren eine Trennung zwischen maligne und benigne zu führen und kennt daher die technische Problemstellungen sehr gut. Erst nachdem die Stabilität des Systems gewährleistet war und ist, wurden die entsprechenden Geräte auch nach Europa angeboten. Im deutschsprachigen Raum wird das Laserzentrum des Landes Nordrhein Westfalens an der Universitäts Hautklinik Bochum das erste Zentrum sein, das eine derartige Picos-Einheit hat. Hier wird es für wissenschaftliche Studien aber auch zur Patientenversorgung eingesetzt werden. Die Einheit wird für viele Kolleginnen- und Kollegen sicher auch ein Rettungsanker sein, wenn sich während der Behandlung eines Tattoos herausstellt, dass es nicht vollständig entfernbar ist. Ähnliches gilt auch für Farbumschläge. Gerade hier wird die Einheit deutliche Fortschritte bringen. Man darf auch den photomechanischen Effekt, der bis hin zur Kavitation gehen kann, nicht vergessen. Eine solche physikalische Möglichkeit hatten wir bis dato nicht zur Therapie. Es wird auch erstmalig möglich sein Farben zu entfernen, um die wir uns früher vergeblich bemüht haben. Ein Paradebeispiel ist grün, das fast nie vollständig entfernbar war. Es ist Aufgabe zu zeigen, was das Gerät tatsächlich kann. Bei einer Investition von fast 300.000 Euro inkl. aller Steuern und Nebenkosten, darf und muss man auf einiges hoffen. Es ist bekannt, dass die Firma Palomar und Cynosure fusioniert haben und demnächst eine gemeinsame Firma sein werden. Neben der Alexandrit Entwicklung im PicoSure Bereich wurde bei der letzten ASLMS-Tagung in Boston auch eine Einheit der Firma Palomar gezeigt, die im Picosekundenbereich arbeiten wird. Es handelt sich dabei um einen Nd:YAG-Laser mit 532 und 1064nrn Arbeitsbereichen. Sollte etwas bei der Tattooentfernung des Picosure übrig bleiben, so wird es dann möglicherweise dieses System sein, das in Ergänzung zum Vorherigen dann noch mehr kann. Der offizielle Markstart des Verkaufs des PicoSure Lasers der Firma Cynosure ist die Tagung der Deutschen Dermatologischen Lasergesellschaft in Potsdam.   Beitrag vom 10.Juni 2013 von http://www.op-bochum.de/ Dr.med.Klaus Hoffmann .
c_sergejs_rahunoks Fotolia (c) Copyright 2013
Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) sieht steigendes Allergierisiko durch nickelhaltige Tätowiermittel Nickel ist in vielen Tätowiermitteln sowie in Permanent Make-Up enthalten. Dies ist problematisch, da Nickel das Kontaktallergen mit der höchsten Sensibilisierungsrate ist. Menschen mit einer Nickelallergie können schwere, krankhafte Hautveränderungen entwickeln. „Weil sich immer mehr Menschen ein Tattoo stechen lassen, ist zu erwarten, dass die Rate von Nickelallergien in den kommenden Jahren zunehmen wird“, sagt BfR-Präsident Professor Dr. Dr. Andreas Hensel. Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) empfiehlt, Nickel in Tätowiermitteln auf das technisch geringst mögliche Maß zu beschränken. Neben Nickel können Tätowiermittel weitere problematische Stoffe enthalten. Das BfR hat deswegen Kriterien für eine Sicherheitsprüfung von Stoffen für Tätowiermittel erarbeitet. Heute und morgen diskutieren Experten auf der ersten Internationalen Konferenz zur Sicherheit von Tätowiermitteln die Frage, wie sicher Tattoos derzeit sind. Das Symposium veranstaltet dasBfR in Kooperation mit der Freien Universität Berlin. Nickel ist das Kontaktallergen mit der höchsten Sensibilisierungsrate. Verbraucher, die gegen Nickel allergisch sind, können das Allergen im Alltag kaum vermeiden, da der Stoff in Lebensmitteln, Schmuck, Piercings, Lederwaren, Farben oder Haushaltsprodukten sowie Zahnersatz oder Körperimplantaten enthalten ist. Eine Nickelallergie kann somit eine deutliche Einschränkung der Lebensqualität und auch der medizinischen Therapiemöglichkeiten bedeuten. Bei einer Allergie gegen Nickel handelt es sich um eine Überempfindlichkeitsreaktion mit teilweise schweren Hautveränderungen. Als Reaktion auf Nickel in Tätowiermitteln wird von allergischen Hautveränderungen wie Flechten- oder Granulombildung berichtet. Systematisch erhobene Daten zu Nickelallergien, die nach dem Stechen eines Tattoos oder Permanent Make-Up auftraten, sind dem BfR jedoch nicht bekannt. Es gibt keine Meldepflicht für Nickelallergien, weswegen eine Datenerhebung schwierig ist. In Deutschland sind rund 9 % der Bevölkerung tätowiert, die Tendenz ist steigend. Deswegen ist zu erwarten, dass Nickelallergien in den kommenden Jahren zunehmen werden. Nickel ist in vielen Tätowiermitteln sowie in Permanent Make-Up nachweisbar. Dabei muss es nicht einmal Bestandteil der Farbpigmente oder der Trägermittel sein, sondern kann auch als Verunreinigung während des Herstellungsprozesses in das Tätowiermittel eingetragen werden. In diesen Fällen ist es als Inhaltsstoff nicht erkennbar. Anders als für kosmetische Mittel, in denen Nickel bis auf Spuren nicht enthalten sein darf, ist der Stoff für Tätowiermittel nur teilweise reguliert, soweit er in Verbindungen enthalten ist, die in Anlage 1 der KosmetikV gelistet und damit in Tätowiermitteln verboten sind. Aus Sicht des BfR sollte jedoch gerade in Tattoos und Permanent Make-Up kein Nickel enthalten sein, da die Hautbarriere als Schutz wegfällt, wenn die Mittel direkt in die Haut eingestochen werden. Das BfR empfiehlt, Nickel in Tätowiermittel auf das technisch geringst mögliche Maß zu beschränken. Tätowiermittel und Permanent Make-Up sind in Deutschland seit 2009 durch die Tätowiermittelverordnung geregelt. Die Verordnung benennt in einer Negativliste Stoffe, welche nicht verwendet werden dürfen, wie beispielsweise krebserzeugende Azofarbstoffe und das allergene p-Phenylendiamin. Um langfristig gesundheitlich unbedenkliche Tätowiermittel sicherzustellen, sollten nur bewertete und gesundheitlich unbedenkliche Stoffe in Tätowiermitteln verwendet werden. Bislang weiß man bei vielen Stoffen, die in Tätowiermitteln enthalten sein können, nicht, wie sie im Körper wirken. Herstellern und Inverkehrbringern von Tätowiermitteln liegen dazu oftmals keine Daten vor. Aus Sicht des BfR sollten vorrangig die Farbmittel auf ihre gesundheitliche Unbedenklichkeit hin bewertet werden. Dabei ist im Besonderen ihre Reinheit bzw. Verunreinigung mit Schwermetallen und die Bildung von möglichen Spaltprodukten wie krebserzeugenden aromatischen Aminen, die durch den Stoffwechselprozess sowie durch UV- (auch in der Sonne) und Laserstrahlung entstehen könnten, zu prüfen. Weiterhin sollten toxikologische Daten dazu vorliegen, ob das Farbmittel erbgutverändernde, krebserzeugende oder fruchtbarkeitsschädigende Wirkungen hat, ob es die Haut und Schleimhäute reizt oder Allergien auslösen kann. Wie sicher sind also derzeit Tattoos? Dieser Frage widmen sich Experten auf der ersten Internationalen Konferenz zur Sicherheit von Tätowiermitteln. Dabei werden der aktuelle Kenntnisstand und offene Fragen zu den Teilbereichen Analytik und Exposition, Toxikologie, Mikrobiologie und Hygiene, Technologie sowie Risikobewertung und Regulation diskutiert. Stakeholder wie Vertreter der Pigmenthersteller und Vertreter von Tattoostudios erhalten die Gelegenheit, ihre Position darzustellen. Das Symposium wird vom BfR in Kooperation mit der Freien Universität Berlin am 6. und 7. Juni 2013 veranstaltet und findet in englischer Sprache statt. Die Vorträge werden zeitnah nach der Tagung auf der Internetseite des BfR unter www.bfr.bund.de veröffentlicht. Über das BfR Das Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) ist eine wissenschaftliche Einrichtung im Geschäftsbereich des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV). Es berät die Bundesregierung und die Bundesländer zu Fragen der Lebensmittel-, Chemikalien- und Produktsicherheit. Das BfR betreibt eigene Forschung zu Themen, die in engem Zusammenhang mit seinen Bewertungsaufgaben stehen.   Quelle/Text: Bundesinstitut für Risikobewertung (BfR) Berlin 15/2013 vom 06.06.2013 .  

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