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Wo auf der Welt finden sich die meisten Tattoo-Studios? Wo werden die meisten Tätowierungen verschenkt?

Solche und weitere Fragen stellte sich das Team der Handelsplattform YEAY, dem aufgefallen war, dass sich Tattoo-Gutscheine wachsender Beliebtheit erfreuen. In der kurzen aber weitreichenden Befragung Global Tattoo Trend Index, gingen sie dem Phänomen nach. Hier sind die Ergebnisse.

 

 

Das Team von YEAY ließ 5000 Probanden (2337 männliche und 2667 weibliche im Alter von 14 bis 73 Jahren) sechs Fragen beantworten:

1. Haben Sie eine Tätowierung?
2. Würden Sie sich (erneut) eine Tätowierung stechen lassen?
3. Bedauern Sie, dass Sie eine Tätowierung haben?
4. Halten Sie Tätowierungen für mainstream?
5. Wie haben Sie Ihren Tätowierer gefunden?
6. Haben Sie jemals eine Tätowierung entfernen lassen oder überlegen Sie, dies zu tun?

 

World Tattoo Index 2016 Copyright YEAY.png

 

(Quelle: http://yeay.com/tattoo-index-yeay-usd)

 

Global gesehen hat fast jeder Zehnte die Entscheidung schon bereut – das ist nicht wenig (potenzielle) Arbeit für die Laserdermatologen! Außerdem ermittelten die Marktforscher die Relation von Tattoo-Studios pro Einwohner einer Stadt gegenüber den durchschnittlichen Stundenhonoraren.

Auf diese Weise konnten sie feststellen, wo man sich am einfachsten (auch verhältnismäßig preiswert) ein Tattoo stechen lassen kann. Das wäre dann der Fall in Cape Town, Südafrika. Absolute Spitzenverdiener scheinen dagegen die Tätowierer im amerikanischen San Francisco zu sein, wo die Nadelstunde im Schnitt 250 US-Dollar (236 Euro) kostet.

Die größte Auswahl mit 28,48 Studios auf 100 000 Einwohner gibt es im sonnigen Miami-Beach – verständlich, denn klimabedingt kann man in Miami seine Tätowierungen auch leicht herzeigen. In Berlin kommen auf 100 000 Einwohner 3,18 Tätowierstudios (also rd. 111 Studios aktuell??). Hamburg bringt es mit 4,39 durchaus auf eins mehr! In den Preisen sind die beiden deutschen Städte Berlin mit 132 US-Dollar (125 Euro) und Hamburg mit 140 US-Dollar (132 Euro) vergleichbar.

Hamburg und Berlin liegen übrigens auf Platz 78 und 79. Dann kommt noch Frankfurt am Main auf Platz 84 mit durchschnittlich 4,94 Studios auf 100 000 Einwohner – wer denkt, die größere Konkurrenz drücke den Preis, irrt! In Frankfurt blättert der Tattoo-Freund im Schnitt 168 US-Dollar (159 Euro) für eine Stunde Schmerzen hin.

Kairo, Shanghai und Seoul brauchen übrigens noch Tattoo-Studios laut Index!

 

Wenn die Reisestrapazen mit einem Tattoo belohnt werden.

Die beliebteste Stadt für Tattoo-Tourismus ist Denpasar. Stellt sich die Frage, ob der Touri extra nach Indonesien reist, um sich tätowieren zu lassen oder es eher der finale Lohn für all seinen Urlaubsstress ist. Letzteres war ja irgendwie schon immer so und wäre zudem vergleichbar mit dem Tattoo des kleinen Mannes, dem Sylt-Aufkleber auf Vaters Autoheck. Beides soll zu Hause ja heißen: „Ich war wirklich da!“

Die 99 %, die auf Denpasar entfallen, sagen aus, dass 99 von 100 Tattoo-Kunden Reisende sind. Was stimmt mit den letzten 1-Prozentern nicht? Gemessen an der Bedeutung des Puputan-Platzes in Balis Hauptstadt, verstehen wir das Touri-Tattoo als Rache für die Unterwerfung.

Berlin liegt hier im Ranking übrigens auf Platz 8: 80 % der Besucher eines Studios sind Herbeigeeilte. Man muss bei der Statistik selbstverständlich bedenken, dass der Kunde zum Tätowierer kommt - auch von weiter her, wenn es eben ein besonderer Künstler oder ein besonderer Ort sein soll - und selten andersrum. 

 

Unter den Tattoo-Trägern wurden noch mehr Merkmale abgefragt: Eine Tätowierung als Geschenk? Wenn ja, von wem?

1. Eltern
2. Familie
3. Freunde
4. Partner

 

Am liebsten, so scheint es, verschenken Touristen Tätowierungen auf Tahiti – 60 % der Hautbildchen  werden meistens vom Partner bezahlt (40 %). In Reykjavik in Island hat zwar nur 1 % der Tätowierten ihren Besuch im Studio geschenkt bekommen, dafür aber zu 90 % von den Freunden und nie, nie, nie von den Eltern, die auch in Las Vegas und Sydney den Igel in der Tasche zu haben scheinen. Ist ja auch teuer genug, die ganze Sause.

Eltern verschenken am häufigsten (65 %) Tattoos in Indiens Megacity Delhi. Partner tun es uneinholbar häufig im argentinischen Cordoba (99 %), wo sich allerdings 100 000 Einwohner mit 0,38 Studios begnügen müssen. Das ist ungefähr so, als ob es in – sagen wir: Mönchengladbach – genau 1 Tattoo-Studio gäbe.

Stellt sich für uns bei allem noch die Frage, aus welcher Region die Tätowierungen stammen, die sich die knapp 435 befragten Tattooentfernungswilligen behandeln lassen wollen. Wenn es Bali ist, dann könnte man ja mal über einen neuen Laser-Praxis Standort nachdenken. Reykjavik ist uns zu kalt...

 

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Dr. Strauss - TBS

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