Alle Neuigkeiten der Kategorie: Wissenswertes

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von Dr. Klaus Hoffmann, Bochum, 15.01.2015:  In Deutschland gibt es rund 7 Millionen Menschen mit einem Tattoo. Davon suchen 10 % pro Jahr die Hilfe von Fachleuten, um dies zu verändern. Dies ergab eine Studie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK), welche die Bochumer Universitätshautklinik zusammen mit den führenden deutschen Tattoo-Verbänden durchgeführt hat. Es handelt sich damit um eine sehr große Zahl von Patienten.   Unberücksichtigt dabei sind Probleme, die sich aus und um Tätowierungen herum ergeben. Natürlich gibt es Unverträglichkeiten, natürlich gibt es immer wieder Fragen zur Nachsorge oder auch Spezielles wie zum Beispiel bei Patienten mit multiplen dysplastischen Nävi. Völlig unstrittig befindet sich ein Tattoo in der Haut. Damit ist es primär Aufgabe der Dermatologie, sich um diese Patienten zu kümmern. Ehrlicherweise werden viele Dermatologen/ -innen zugeben müssen, dass dieses Thema, obwohl es 7 Millionen Menschen betrifft, in ihrer Fortbildung vernachlässigt wurde. Ehrlicherweise ist es auch so, dass man wenig über Tattoo-Farben weiß. Es gibt nur wenige gute Fachleute, die überhaupt Sinnvolles dazu erzählen können. Auch wenn nur wenige Dermatologen/-innen sich mit der Entfernung von Tattoos tatsächlich intensiv beschäftigen – allgemeine Kenntnisse zum Thema sind eine Pflichtaufgabe unseres Faches! Auf Seiten der Tätowierer gibt es wenig Vertrauen zur Dermatologie, da hier auf der Seite der Medizin häufig nur von der Entfernung gesprochen wird. Damit „vernichten“ wir die kunstvolle Arbeit des Tattoo-Künstlers und sie/er ist zu einer Zusammenarbeit nur wenig gewillt. Hier gilt es also, auf beiden Seiten Vertrauen zu schaffen. Sehr erfolgreich wurde im letzten Jahr eine Serie von Fortbildungsveranstaltungen begonnen. Die erwähnte Bochumer GfK-Studie (Umfrage zu Tattoo & Piercing in Deutschland 2014) ist eines der Ergebnisse. In dieser Serie agiert die Spitze der Tattoo-Community zusammen mit Ärzten. Die letzte Fortbildung Anfang 2014 war restlos ausgebucht. Das Bochumer Hörsaalzentrum war überbucht. Wie vielen Dermatologen ist eigentlich bekannt, dass es in Deutschland geschätzt über 50.000 Tätowierer gibt, von denen leider nicht alle organisiert sind! Auch in diesem Jahr wird eine gemeinsame Veranstaltung angeboten. Highlights der Tattoo-Tagung 2015 wird u.a. Michel Dierks sein, der weltweit führende Experte auf dem Gebiet der Entwicklung von Tattoo-Pigmenten. Niemand sonst kann so gut erklären, was zurzeit in der Forschung aktuell los ist, was implantiert und wie produziert wird. Ebenfalls eine Besonderheit ist, dass Professor Jorgen Serup aus Kopenhagen einen Vortrag über Nebenwirkungen hält. Herr Serup ist DER führende Wissenschaftler, der sich ausschließlich um diese Thematik mit Schwerpunkt „Immunreaktionen“ kümmert. Es gibt weltweit keine Klinik, die sich so intensiv mit allen Aspekten der Tätowierung beschäftigt wie die Bispebjerg Klinik in Kopenhagen. Das Zentrum für Lasermedizin des Landes Nordrhein-Westfalen wird Erfahrungen um die Pikosekunden-Laser beitragen (hier speziell Alexandrit (PICOSURE®) und Neodym:YAG (ENLIGHTEN®). Bekannterweise ist hier eine neue Generation von Lasern in den Markt gebracht worden, die mit extrem kurzen Lichtimpulsen die Pigmente zerstören sollen. Dies nunmehr ohne thermische Übertragung, sondern mittels einer Stresszertrümmerung der Pigmentteilchen. Es entstehen keine Hitzeschäden mehr und keine Narben. Obendrein lassen sich Tätowierungen ca. 5x schneller entfernen als früher. Bei der Tagung wird es um psychosoziale Aspekte der Tätowierung ebenso gehen wie um allgemeine Fragen der Body-Modification. In Deutschland gilt hier Prof. Erich Kasten aus Hamburg als der führende Spezialist. In dieser Form gibt es eine solche Veranstaltung weltweit nicht! Die Tattoo-Tagung in Bochum 2015 ist völlig industrieunabhängig, d.h. auch die Wirkung und Nebenwirkung von Lasern und/ oder Produkten wird objektiv durchleuchtet werden. Referenten wie Andy Engel, der zu den drei besten Tätowierern der Welt gezählt wird, tragen ebenfalls vor. Es werden auch Live- Tätowierungen mit laufender Kamera vorgenommen, so dass man sehen kann (dies ist ja nicht allen Ärzten bekannt), wie ein Tattoo tatsächlich appliziert wird. Ebenfalls stolz sind die Veranstalter darauf, dass Dr. Marc Benecke vorträgt. Dieser ist einer der bekanntesten Redner der Tattoo-Szene. Viele kennen ihn bereits als einen der international anerkanntesten Kriminalbiologen und Spezialisten für forensische Entomologie aus Fernsehsendungen. Konkret laden wir daher am 7. Februar 2015 in die Universitätsstadt Bochum in die Universitätshautklinik ein. Die Veranstaltung zum Tattoo findet im Hörsaalzentrum des St. Josef-Hospitals statt, das über den Stadionring Bochum zugängig ist. Ein Parkhaus ist direkt gegenüber. Das Hörsaalzentrum liegt direkt an der A40 Abfahrt Ruhrstadion. Eine vorherige Anmeldung ist nicht notwendig, der Kostenbeitrag beträgt 20€. Für Rückfragen steht Dr. Klaus Hoffmann unter k.hoffmann@derma.de zur Verfügung. Weitere Informationen befinden sich auf der Internetseite: http://doc-tattooentfernung.com/tattoo-tagung-bochum-2015-alles-ueber-herkunft-psyche-stechen-lasern-gesundheit Text: Dr. med. Klaus Hoffmann, Leiter der Abteilung für ästhetisch operative Medizin, Arzt für Dermatologie und Venerologie, Allergologie, Umweltmedizin, Phlebologie und medikamentöse Tumortherapie, St. Josef Carée, Hautuniklinik Bochum, Ruhr-Universität Bochum (RUB) .
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Um es vorweg zu nehmen: Eine Tätowierung ist eine Verletzung, Schädigung und Störung (Läsion) der anatomischen Struktur oder physiologischen Funktion unseres Körpers! Jede Beschädigung tut weh! Ja! Und ein von der Tätowiernadel durchstochenes und verletztes Hautgewebe hat eine natürliche Entzündungsreaktion zur Folge! Unser Körper ist, dank der Natur, ziemlich schlau und erkennt, dass hier an unserer Körperhülle irgendetwas nicht stimmt. Er aktiviert also alle seine Botenstoffe und Mechanismen, um die Verletzung zu schützen, zu heilen und in den natürlichen Urzustand zurück zu versetzen.   Hier gibt es 4 typische Zeichen des Körpers für die Aktivierung seines Immunsystems für den Start des Wundheilungsprozesses 1.) Erwärmung 2.) Rötung 3.) Schwellung 4.) Schmerz der frisch tätowierten Hautstelle.   Das Immunsystem hat nun die Information erhalten, dass es an der frisch tätowierten Hautstelle zu Verletzungen des Gewebes kam und sondert dort sogenanntes Exsudat (Wundsekret) ab, um die Körperstelle schnellstmöglich zu reinigen, zu reparieren und vor Infektionen zu schützen.   Das ist ein normaler und natürlicher Effekt, der die Läsion nach außen hin schützt, eintrocknet und als sogenannten Schorf nach Abheilung abfallen lässt. Da ein Profi-Tätowierer die Hautschichten nicht komplett sondern lediglich bis in die 2. Hautschicht (Dermis) durchsticht, verbleiben bei korrekter Arbeit an dieser Stelle in der Regel auch keine Narben.   Mit der Vollendung des frisch gestochenen Tattoo-Kunstwerks ist es aber nicht getan. Es kommt jetzt und vor allen Dingen auf Ihre Mitarbeit an. Jeder Tätowierer und jedes Tattoo-Studio hat, genau wie jede/r Hautarzt/In, seine/Ihre eigene Strategie für eine optimale Wundheilung, die Ihnen schriftlich ausgehändigt werden sollte und von Ihnen unbedingt einzuhalten ist.    Da wir immer wieder auf Empfehlungen für eine optimale Wundheilung einer frischen Tätowierung angesprochen werden, haben wir uns mit Experten aus der Tattoo-Branche, Medizinern und Produktentwicklern ausgetauscht und folgende Pflegeanleitung für Sie erstellt: Allgemeine Handhabung einer frisch gestochenen Tätowierung: Hier gibt es nun zwei Wege für die Pflegestrategie, die Ihnen meistens der/die TätowiererIn aufgrund seiner/ihrer eigenen Erfahrung nahe bringt: 1.) trockene Wundheilung 2.) feuchte Wundheilung Beide Strategien beinhalten unzählige Variationen, unterschiedlichste Pflegeprodukte und Handhabungen. Wir haben uns für den, aus unserer Sicht, optimalsten Weg in Zusammenarbeit mit einem erfahrenen Partner in der Tattoo-Pflege entschieden. Letztendlich müssen Sie es aber für sich entscheiden und eine individuelle Auswahl treffen! Wir können hierbei nur Empfehlungen abgeben und leider keine Garantien für Richtigkeit o.ä. übernehmen.   Wir bevorzugen die 2.) Variante - Die feuchte Wundheilung!   Hierbei wird die frisch tätowierte, gereinigte und desinfizierte Hautstelle mit einem flexiblen und hauchdünnen Folienverband namens Suprasorb® F geschützt. Bitte ohne vorherige Verwendung von Vaseline oder anderen Cremes! Suprasorb® F ist eine Polyurethanfolie, die atmungsaktiv (einseitig luftdurchlässig) und flexibel ist und ein wundheilungsförderndes feuchtes Wundmilieu durch Gas- und Wärmeaustausch ermöglicht. Suprasorb® F ist flüssigkeitsabweisend und schützt die Wunde bzw. die Punktionsstelle gegen Keimbesiedelung von außen. Die selbstklebende Membrane verbleibt während der gesamten Exsudationsphase und ohne Wechsel auf der Wunde. Auf Deutsch: „die Folie bleibt so lange auf dem Tattoo, bis es nicht mehr suppt!“ Der Vorteil liegt hierbei an vielen Stellen auf der Hand. Die Wundflüssigkeit kann von innen her verdunsten und von außen ist das Tattoo vor Verunreinigungen/ Schmierinfektionen durch eine wasserfeste Keimbarriere geschützt. Zudem entfällt das ewige Gefummel mit Küchen-Frischhaltefolien, sich lösendem Klebeband und im schlimmsten Fall noch Hautausschlägen durch das Klebeband bei (Pflaster-)Allergikern. Suprasorb® F schützt zudem vor Festtrocknen der Wunde an Verbänden, Kleidung oder Bettwäsche, wie es bei der handelsüblichen und so oft verrutschenden Frischhaltefolie gerne der Fall ist.   Suprasorb® F bleibt 48 Stunden lang als Schutz auf der tätowierten Haustelle. Duschen ist mit der Membran ganz normal möglich. Auf Sauna, Solarium, Sport, Fitness, Schwimmbad oder Badewannenbesuche muss zwingend bis zur kompletten Abheilung des Tattoos verzichtet werden! Sammelt sich Wundflüssigkeit unter der Membran in Form von Blasenbildung, ist das nicht schlimm sondern ein natürlicher Prozess. Bitte keines Falls die Blasen aufstechen. Nach 2 Tagen sollte die Suprasorb® F Membrane dann abgenommen werden. Bitte tragen Sie die Membrane nicht länger – auch wenn die durchschnittliche angegebene Tragedauer von 5 – 7 Tagen auf der Verpackung angegeben wird. Bei Tätowierungen verläuft der Heilungsprozess anders als bei „gewöhnlichen“ Wunden.    Je nach Körperstelle lässt sich die Suprsorb® F Membrane unter laufendem Wasser einfach entfernen. Bitte auf keinen Fall abreißen, wie wir es von Mutters Pflaster-Entfernungs-Techniken „ohne Schmerzen“ kennen. Eine Gewalteinwirkung auf Ihre Epidermis (Oberhaut) bzw. die hierüber frisch gewachsene und äußerst empfindliche Glashaut, kann Narben- und weitere Blasenbildungen an der Hautstelle zur Folge haben. Ist die Suprasorb® F Membrane entfernt, können Sie das Tattoo reinigen.   Hierfür empfehlen wir ein spezielles Cleansing-Gel von TattooMed®. Das medizinische Waschgel wurde von TattooMed® speziell für die Erstversorgung Ihres frisch gestochenen Tattoos entwickelt und befreit die Haut von Exsudatrückständen. Das Gel beruhigt die Haut, lindert den Juckreiz, der leider zum Heilungsprozess dazu gehört und spendet über einen gesunden Schutzfilm ausreichend Feuchtigkeit. Das TattooMed® cleansing gel wird in der Handfläche aufgeschäumt und mit leicht kreisenden Bewegungen auf der tätowierten Hautpartie ohne Druck verwendet. Anschließend bitte die Hautstelle mit klarem Wasser abspülen und mit einem weichen fusselfreien Tuch abtupfen – bitte nicht unter Druck rubbeln! Überprüfen Sie nun, ob Ihr frisch gestochenes Tattoo im normalen Heilungsprozess liegt indem Sie es ein paar Minuten unberührt an der Luft atmen lassen. Bildet sich immer noch Wundwasser (Exsudat), dann liegen Sie im Heilungsprozess hinter dem Durchschnitt. Bitte informieren Sie Ihren Tätowierer oder Hautarzt, um die Wundheilungs-Strategie im Zweifel anzupassen. Bleibt die frisch tätowierte Haustelle trocken, so wird ab diesem Zeitpunkt nur noch eingekremt. Von einer weiteren Verwendung von Suprasorb® oder anderer Folien kann von hier an nun abgesehen werden. Bitte verwenden Sie keine fettigen Cremes wie Vaseline, Melkfett oder normale Handcreme. Wir raten außerdem von einem Überkremen der Haustelle ab, da beides den mehr oder minder gleichen Effekt hätte und die Wunde daraufhin erneut anfangen kann zu nässen.   Zur weiteren Behandlung Ihrer frischen Tätowierung empfehlen wir Ihnen TattooMed® after tattoo SKIN PROTECTION als intensive Pflege nach dem Stechen. Die speziell von TattooMed® für die Nachbehandlung entwickelte Creme dringt tief in die Haut ein, fördert die Zellbildung und lässt das Tattoo schnell regenerieren. TattooMed® after tattoo SKIN PROTECTION fettet nicht und macht die Haut dank des Wirkstoffes Dexpanthenol sehr geschmeidig und hält sie feucht. Die Creme wird dünn auf der Hautstelle verrieben und kann mehrmals (3-4 Mal) am Tag verwendet werden.   Haben Sie alle Pflegehinweise für die Abheilung Ihrer neuen Tätowierung eingehalten und befolgt, dann empfehlen wir Ihnen jetzt noch TattooMed® color protection, um die Strahlkraft Ihres Tattoos auch für die Zukunft zu schützen und zu stärken. Der natürliche Alterungsprozess und Umwelteinflüsse auf und in unserer Haut, durch z.B. UV-Belastungen, werden immer wieder an Ihrer Tätowierung nagen. TattooMed® color protection bietet Ihnen einen soliden Basisschutz durch UVA- und UVB-Filter und schützt gerade die dunkleren und empfindlicheren tätowierten Hautstellen. Eine speziell entwickelte Formel bildet neben einem angenehmen Hautgefühl vor allen Dingen einen unsichtbaren täglichen Schutzfilm für Ihr Tattoo und erhält somit die Farbintensität. Die TattooMed® -Produkte wurden in Deutschland gemeinsam von Medizinern und Tätowierern zum Schutz und zur medizinischen Hautpflege Ihres Tattoos entwickelt. Sie sind zu 100% vegan, ohne Parabene oder Teebaumöl, frei von Tierversuchen und dermatologisch bestätigt.   Bei Fragen zu den Produkten empfehlen wir Ihnen den direkten Draht zu den Produktherstellern und -beratern. Die jeweiligen Kontaktdaten finden Sie hier >>   Suprasorb® F von Lohmann & Rauscher   TattooMed®   Weitere zu empfehlende Produkte zur Tattoo-Heilung und -Pflege finden Sie u.a. hier:   http://h2ocean.com/   http://prontolind.de/   http://hautcutuer.com/tattoopflege/   http://hustlebutter.com/   http://www.pegasuspro.de/   Bepanthen®   Octenisept®   uvm. Die Vorgehensweisen bei der Anwendung der Produkte, können sich von unserer oben beschriebenen unterscheiden. Fragen Sie bitte daher die jeweiligen Produktentwickler.    Wichtige Hinweise!!   Da wir hier nur allgemeine Empfehlungen und Tipps aber keine Garantien geben, geschweige denn Haftungen übernehmen können, lassen Sie sich bitte vor Ort von Ihrem Tätowierer, Hautarzt und/oder Apotheker individuell und ausführlich beraten. Deren Anweisungen, Pflege- und Nachsorgehinweise gehen unbedingt vor! Diese sind strikt von Ihnen einzuhalten, damit Sie lange Zeit Freude an Ihrem Tattoo haben!   Bei Fragen können Sie uns gerne unter +49(0)30-80105999 oder info@doctattooentfernung.com kontaktieren!   Erster Ansprechpartner ist und bleibt aber immer Ihr(e) Tätowierer(in)!!   .
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Wenn man sich klar macht, dass der Vorgang des Tätowierens eine gezielte und wiederholte Verletzung der oberen Hautschichten darstellt, so ist die richtige Wundversorgung die logische Konsequenz. Allerdings fallen die Urteile darüber, wie die verletzte Haut nach dem Tätowieren am besten zu versorgen ist, unterschiedlich aus.  Der »Krankheitsverlauf« nach einer Tätowierung sieht in der Regel so aus, dass die Haut auf die Vielzahl der kleinen Einstiche und das Einbringen einer körperfremden Substanz unter die oberste Hautschicht mit einer leichten Schwellung, Blutung und der Bildung von Wundsekret einhergeht. Dabei wird auch überschüssige Farbe u.a. an die Hautoberfläche transportiert.   Frisch Tätowierte erkennt man zuweilen daran, dass ein Stück Küchen-Frischhaltefolie unter den Ärmeln ihres T-Shirts oder unter der hochgekrempelten Hose hervorlugt. Dieser Tipp mit der Folie wird von vielen Tattoo-Studios tatsächlich gegeben. Mit der Folie über der frischen Tätowierung soll die Verschorfung und mögliche Infektion der Hautoberfläche unterbunden werden – und es bleiben u.a. keine Fasern auf der Wunde kleben. Da es sich um eine ganz normale Gerinnungsreaktion handelt, die den Körper schützt und zur Heilung beiträgt, ist das nicht leicht verständlich. Das Problem besteht darin, dass ziemlich viele Körperstellen elastische Hautpartien haben – das hat die Natur ganz praktisch eingerichtet, denn so können wir uns bewegen. Eine flächige Tätowierung kann die Haut so stark in Mitleidenschaft ziehen, dass die zeitweise stark verkrustete Wunde zu Rissen neigt – und das sieht man später auch in der Tätowierung. Außerdem liest man hier und da, dass die frische Tätowierung nach Abnahme der Folie mit pH-neutraler Seife gereinigt werden kann. Ebenso wird dazu geraten, die Tätowierwunde durch eincremen geschmeidig zu halten. Wer es exotisch mag, kaufe sich eine Aloe Vera und möge sich mit dem Saft der Blätter behandeln.   Problem: Es geht nicht um schnellstmögliche Wundheilung Alles in allem lässt sich das Sammelsurium der üblichen »Nachpflege« eher als Prozess einer bewusst verzögerten Wundheilung beschreiben, mit dem prmären Ziel, den ästhetischen Wert der Tätowierung nicht zu gefährden. Anders lässt sich nämlich die Frage nicht beantworten, warum man eine Schürfwunde nicht genauso behandeln würde. In extremerer Weise gilt das für andere Body- Modifications wie z. B. Branding oder Cutting, bei denen die offene Vernarbung selbst das ästhetische Ziel darstellt. Es liegt in der Logik der Sache, dass theoretisch mit der Verlängerung des Wundheilungsprozesses auch das Zeitfenster für eine Infektion größer ist. Das Auftreten von Infektionen bei einer frischen Tätowierung ist von vielen Faktoren abhängig: der körperlichen Konstitution des Kunden, dem Zustand seines Immunsystems, der Hygiene des Tätowier-Studios, der Hygiene des Kunden selbst. Die Selbstgefährdung des Klienten durch mangelnde bzw. falsch aufgefasste Hygiene stellt vermutlich das größte Risiko dar.   Faustregeln: 1) Schließen wir also aus, dass es beim Prozess der Tätowierung zu einer markanten Übertragung von Keimen kommt, wenn das Studio ordentlich geführt wird, so ist peinlichste Handhygiene auf Seiten des Kunden die Basis für die Pflege eines frisch gestochenen Tattoos. Warum? Weil die Wunde nicht mit der Nase versorgt wird… Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) empfiehlt den folgenden Drill:   [ http://www.who.int/entity/gpsc/tools/HAND_WASHING.pdf?ua=1 ]   2) Wenn schon bei der Küchen-Frischhaltefolie von der Rolle großes Vertrauen in die keimarme Produktion gesetzt wird, so kann der gesunde Menschenverstand einem vielleicht sagen, dass die folgenden Vorschläge wohl aus der Rubrik »Was nicht tötet, härtet ab« stammen:   Sich ein abgeschnittenes Blatt Aloe Vera in die Wunde zu reiben? Wie soll das keimfrei vonstatten gehen? Überlegen Sie, wo überall das Pflänzchen schon herumgekommen ist, bevor es bei Ihnen landete.   Abtupfen der Wunde mit Küchenrolle? »Küchenrolle« heißt so, weil man damit in der Küche Schmutz und Feuchtigkeit von Oberflächen aufnehmen kann; für Wunden verwendet man am besten sterile Mullbinden. Eben – weil sie für diesen Zweck steril produziert worden sind.   Eincremen offener Wunden – möglicherweise auch noch mit Bodylotions – ist einer der besprochenen Beiträge zur Verzögerung des Wundheilprozesses. Dazu kann nicht unbedingt geraten werden. Die Versorgung mit Cremes kann i.d.R. nach dem Heilen/ Verschließen der Wunde beginnen.   Wir merken: Es ist wohl am ehesten der jugendlichen Gesundheit zu verdanken, dass sich trotz der szeneüblichen Prozeduren nur durch ein Wunder lediglich ein kleiner Prozentsatz ernsthaft schädigt. Okay! Oder wir sind zu pingelig!?   Zusammengestellte Experten-Tipps für ein ganzheitliches Konzept zur Heilung, Reinigung und Pflege von Tätowierungen, findet Ihr hier >> .
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Der Bundesverband Tattoo e.V. ist der erste deutsche Dachverband für professionelle Tätowierer und Tattoostudiobetreiber. Er nahm jüngst seine Arbeit unter der Vorstandsleitung von Andreas Schmidt, Daniel Krause, Ralf Nonnweiler, Dr. Andreas Winkens und Urban Slamal auf. Unterstützt wird die Arbeit des BVTs u.a. durch die beiden wichtigsten Tattooverbände innerhalb der deutschen Tätowierszene, der Deutsche Tätowierer e.V. (D.O.T.) und der ProTattoo e.V. und zusätzlich von weiteren namhaften deutschen Tätowierern.     Die wichtigsten inhaltlichen Ziele des BVT sind: Etablierung von bundesweit einheitlichen Arbeits- und Hygienestandards Zusammenarbeit mit Gesundheitsämtern und staatlichen Institutionen Einrichtung einer Nachweispflicht von Fachkenntnissen im Tattoogewerbe („Befähigungsnachweis / Zugangsregelung“) Zusammenarbeit mit Vertretern der Wissenschaft z.B. bezüglich Zulassung von Tattoofarben und allgemeiner Forschung auf nationaler und internationaler Ebene Angebot an Aus- und Fortbildungsmaßnahmen Aufklärung der Tattookunden und Verbesserung des Verbraucherschutzes Bildung einer zentralen Anlaufstelle für Tätowierer und Tattookunden für Fragen und Probleme rund um die gesamte Thematik   Um Fachkompetenzen optimal zu bündeln, wurden einzelne Arbeitsguppen etabliert, die sich um ausgiebige Aufklärungs- und Froschungsarbeit innerhalb der Tattoobranche kümmern. Nicht zuletzt das gesetzte Ziel mit zuständigen Behörden, Ämtern und Stellen gemeinsam die Basis für eine Berufszugangsregulierung für Neutätowierer zu erarbeiten, stehen auch eine Standardregelung im Bereich Tattoo-Farben, Arbeitsmaterialien, Hygiene und Verbraucherschutz beim BVT im Fokus.     Das unterstützen wir von DocTattooentfernung sehr gerne! Uns liegt professionelle Arbeit und ein zufriedener, tätowierter Kunde am Herzen. Auch wenn die tägliche Arbeit unserer Laserologen bei DocTattooentfernung natürlich eigentlich die Beseitigung, Korrektur und Aufhellung ungeliebter Hautsticheleien vorsieht, so lieben wir Tattoos von grundauf - wenn Sie von echten Profis gestochen wurden und seinem Träger ein durchweg positives Gefühl vermitteln! Aber nicht nur der Kunde muss geschützt werden sondern auch der Tattoo-Artist selbst. Daher sind wir der Meinung, dass der Bundesverband Tattoo e.V. eine super gute Sache ist!     Wir möchten uns in diesem Zuge auch noch mal ganz herzlich für die Mitgliedsaufnahme in den BVT e.V. und für das uns entgegengebrachte Vertrauen bedanken und freuen uns auf weitere spannende gemeinsame Projekte mit Euch!     Wir empfehlen zudem jedem Interessierten auf der Webseite und der Facebook-Seite des Bundesverband Tattoo e.V. gleich Fan zu werden und sich jederzeit über Pressearbeit und andere Projekte zu informieren. Am besten gleich Mitglied werden! Das Aufnahmeverfahren ist unkompliziert und für Kunden und Fans kostenlos! Mehr Infos findet Ihr hier >> Jede Stimme zählt und unterstützt den BVT massiv!   Bei Fragen stehen wir selbstverständlich jeder Zeit und gerne zur Verfügung! Einfach anrufen unter +49 (0)30 - 80105999 oder eine Email schicken.    

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