Alle Neuigkeiten der Kategorie: Wissenswertes

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iStock-AlexRaths for DocTattooentfernung 2017
Wir werden in letzter Zeit immer wieder darauf angesprochen, was es mit „detox Deinen gelaserten Körper“ und einem „ganzheitlichen Konzept zur Tattooentfernung“ auf sich hat, was vom ein oder anderen Laser-Studio in Deutschland exzeptionell angeboten bzw. verkauft wird.         Bevor wir in unserem Blog-Beitrag näher darauf eingehen, möchten wir darauf hinweisen, dass moderne Mittel zum Tätowieren nicht unbedingt auf Bäumen wachsen sondern größtenteils aus dem Labor stammen. Zudem ist eine Tätowierung ein künstlicher, mechanischer Eingriff in einen von Natur aus gut funktionierenden, hochintelligenten Organismus.   Ob mit oder ohne Tätowierung – jedes Lebewesen ist täglich tausenden von Chemikalien, Schadstoffen, Bakterien, Vieren und zellulären Abfallprodukten ausgesetzt. Unser Körper und Immunsystem ist dafür so konzipiert, dass es die meisten Substanzen eigenständig verarbeiten und eliminieren kann. Doch oftmals wird der Körper mit zu vielen Giften überlastet, dass dessen Entgiftungssysteme nicht mehr Schritt halten können. Gerade jetzt in der Winterzeit rollt als Beispiel mal wieder die Erkältungswelle. Trotz warmer Jacke, Handschuhen, Schal und Mütze hat sich ein fieser Nieser-Virus in unserem Körper eingenistet. Die Nase läuft auf Hochtouren und die Stimme ähnelt einer Kreissäge, nur weil sich mein Sitznachbar „Gott helfe“ in der Bahn vor zwei Tagen laut und explosionsartig von seinem Nasensekret befreit hat. Danke aber auch! Sein Rotz an allen Händen. Unser Körper und Immunsystem sind schon alarmiert und aktiviert. Darum läuft die Nase und darum husten wir, um den Virus so schnell wie möglich wieder loszuwerden. Wenn das Ganze jetzt nicht in einer ausgeprägten Virus-Grippe endet, dann sollten viel Flüssigkeit, Nasenspray und Erkältungslinderung für die Nacht neben Großmutters Tipps & Tricks bei Schnupfen genüge sein, um am Ende der Woche wieder halbwegs senkrecht auf den eigenen Beinen zu stehen. Es sei denn, es ist Männergrippe?!   Warum schreiben wir hier über Schnupfen? Ist die falsche Frage! Sie sollte lauten: Warum haben sich nicht alle Mitreisenden in der Bahn durch den Nieser über eine Tröpfcheninfektion oder Kontaktkontamination angesteckt??  Es gibt große Unterschiede in der Fähigkeit jedes individuellen Körpers Giftstoffe angemessen verarbeiten und eliminieren zu können. Nicht nur die Grundlage seiner einmaligen Genetik, sondern auch -und vor allen Dingen- sein allgemeiner Gesundheitszustand und die Gesamtheit der Umweltgiftexposition sind Ursache für eine optimale Giftstoffverarbeitung.   Auf gut Schweitzerdeutsch: „Alle Dinge sind Gift, und nichts ist ohne Gift; allein die Dosis machts, dass ein Ding kein Gift sei“ – (nach Paracelsus, Septem Defensiones – Jahr 1538)   Kurz: Die Dosis macht das Gift!   Mit anderen Worten: Sind der Körper und sein Immunsystem bereits ausgiebig damit beschäftigt Krankheiten, Defekte oder Gifte an einer Stelle zu bekämpfen, können sich weitere Gegner an anderer Stelle breitmachen. Schwieriger wird es, wenn das körpereigene Entgiftungssystem selbst in Mitleidenschaft gezogen wird. Durchblutungsstörung, Nieren- oder Leberfunktionsstörungen und Mangel an Nährstoffen sind dabei nur ein kleiner aber doch gravierender Überblick. Bei alldem ist der Flüssigkeitshaushalt unseres Körpers ein wichtiger Bestandteil.   Wasser ist für den Menschen lebensnotwenig!   Ohne regelmäßige Flüssigkeitszufuhr, würde der Körper nach 3 Tagen mächtig an seine Grenzen kommen, so sagt eine medizinische Faustregel (3 Tage ohne Wasser und 3 Wochen ohne Essen). Und wenn wir ehrlich sind, dann merken wir das schon morgens nach einer schwitzigen Nacht mit unserem Kaffeedurst. Ist der körpereigene Wasserhaushalt ausgewogen, dann geht es uns gut. Wer viel trinkt, der lebt länger! Ja, wem schwebt jetzt nicht das kühle Bierchen oder die prickelnde Weinschorle vor Augen!? Aber sorry – NEIN! Alkohol ist ein Gift! Gift – Dosis, Ihr erinnert Euch!? Wir sprechen bei der Flüssigkeitsaufnahme von Getränken ohne Zucker, Alkohol oder anderen belastbaren Inhaltsstoffen. Mineralwasser ist super! Unser ausgewachsener menschlicher Körper besteht aus rund 65 Prozent Wasser. Dabei befindet sich der größte Teil im Inneren unserer Zellen und zudem im Blut, Gehirn, Leber, Muskeln und unserer Haut. Wasser wird dabei nicht nur über die Nieren in Form von Urin über den Darm ausgeschieden, sondern zudem als Wasserdampf über die Atmung (derzeit sogar sichtbar, weil kalt draußen) und durch Schweißbildung über die Haut, womit wir auch endlich wieder beim Thema sind.   Zeig mir Deine Haut und ich sage Dir wieviel Du trinkst!   Möchtest Du Dich von Umweltgiften befreien und Dein Entgiftungssystem verbessern, dann trinke viel – NEIN, immer noch kein Bierchen! Wasser! Um das Risiko einer Gewebeschädigung beim Entfernen einer Tätowierung zu minimieren, sind viel Wassertrinken und eine gesunde Ernährung die erstbesten Verhaltensweisen, um ein optimales Behandlungsergebnis zu erzielen und alt zu werden. „Detoxing“ oder eben das „Konzept zur ganzheitlichen Tattooentfernung“ sind reine Marketing-Gags!! Funktioniert ja auch ganz gut in letzter Zeit. Allerdings meist nur für einen – den Anbieter. Von Super-Fruits über Spezial-Tees bis hin zu irgendwelchen obskuren Mixsäften aus Früchten der entlegensten Ecken der Erde, wenn nicht gar von anderen Planeten, wird derzeit Viel für viel Geld angeboten. Hilft es tatsächlich? Unsere Antwort lautet darauf (unter Berücksichtigung eines gesunden und funktionierenden Körpers): Nicht mehr, wenn gar weniger als eine ausgewogene gesunde Ernährung über Produkte, die ich bei jedem einheimischen Discounter wie üblich für ein paar Euros bekomme.   Wer das nicht glaubt, dem empfehlen wir von Herzen mal den Lebensmittel-Check mit Tim Mälzer und seinem Recherche-Team vom 18.12.2017 in der ARD. (Achtung: war nur bis 25.12.2017 in der ARD-Mediathek verfügbar) neu: http://www.daserste.de/information/ratgeber-service/lebensmittelcheck/sendung/unser-koerper-braucht-kein-detox-100.html   Wenn Du Deinen Körper bei der Heil- und Regenerationsphase nach der Laser-Tattooentfernung unterstützen willst, dann haben wir hier ein paar Ernährungs-Tipps für Dich:   Eine ausgewogene und gesunde Ernährung sind unser täglich A & O!   „An apple a day, keeps the doctor away“ - Äpfel enthalten Vitamin B, C und E, Kalium , Natrium, Magnesium, Calcium und Eisen. Zudem Apfelpektin, dessen Wirkmechanismus die Darmwand vor bestimmten Bakterienarten schützt und Bakteriengifte binden kann. Artischocken, Rote Beete, Zwiebeln, Knoblauch, Blumenkohl, Brokkoli, Rosenkohl, Grünkohl, Radieschen, Meerrettich, Rucola, Mohrrüben, Gurken, Senf, Chicorée, Leinsamen, Vollkornprodukte, Petersilie, Koriander sind alles Produkte, die man im normalen Supermarkt bekommt und uns in unserem täglich giftigen Leben unterstützen. Die Liste ist sicherlich noch viel länger und selbst der Cheat-Day mittendrin wird uns nicht umbringen. Zur ausgewognen Ernährung gehört aber auch die Bewegung unseres Körpers. Bewegung erhöht die Blutzirkulation, die den Organen und dem Gewebe Nährstoffe zuführt. Wichtiger noch in unserem Fall der Tattooentfernung, ist, die Abfallprodukte aus den Zellen wegzubefördern. Die Muskelkontraktion führt dazu, dass Lymphflüssigkeit durch unsere Filtersysteme gepumpt wird und Gewebe somit gereinigt wird. Ein entspannter Spaziergang von 30 Minuten reicht dabei meist schon. Nach 20 Minuten, so sagen Experten, beginnt zudem bereits die Kalorienverbrennung. Muskelkontraktion? Moment mal – hat Dein Laser-Therapeut nicht gesagt, darauf sollst Du nach der Lasertherapie unbedingt verzichten? Ja, das sagen wir alle. Grund hierfür ist aber vor allen Dingen das massive Schwitzen bei massiver Muskelkontraktion durch Sport. Hierbei geht es um das Risiko einer Entzündung oder Infektion Deines frisch gelaserten Hautareals, durch übermässiges Schwitzen und die mögliche Beeinträchtigung durch Reibung an der Körperstelle.  Apropos Reibung, eine entspannte Massage von Deinem Partner regt die Haut und das Lymphsystem ebenfalls an. Aber bitte nur an Stellen, wo nicht gelasert wurde. Quit Smoking! Jajaja... hier sind wir aber wieder beim Thema „Dosis und Gift“. Der blaue und so heiß geliebte Dunst schädigt nicht nur unsere Zellen und behindert die Entgiftungswege. Er verbraucht auch Nährstoffe und beeinträchtigt unser Immunsystem, das ja eigentlich mit der Bekämpfung der Tattoo-Abfallprodukte beschäftigt ist. Irgendwer hat mal gezählt und behauptet, eine Zigarette hat rund 4800 Gifte und Chemikalien inne. Selbige Schadstoffe musst Du dann zu allen übrigen Umweltgiften noch hinzurechnen und dann kannst Du ungefähr erahnen, was Dein Körper so tagtäglich zu tun hat. Das Rauchen einzuschränken hilft also schon weiter. Kosmetika an frisch gelaserten Hautstellen sollten vermieden werden. Nicht nur, dass je nach Art der Kosmetik selbige Hautporen verstopfen kann, sie behindert auch den Heilungsprozess. Reine Öle zur Pflege von gelaserten Hautarealen empfinden wir als Körperverletzung! Wir haben Anbieter im Netz gefunden die exklusive Speiseöle als Körperöl zur Pflege von Tätowierungen verkaufen. Öle verbinden sich mit unseren Epidermis-Lepiden (Hautfette), greifen sie an und waschen sie aus. Austrocknungsekzeme sind dabei keine Seltenheit. Öle können einmalig auf gesunder Haut zur Reinigung verwendet werden. Lipo-Lotionen sind zur Pflege besser geeignet. Bitte dabei darauf achten, worauf man bei den Inhaltstoffen selbst eventuell allergisch reagieren könnte. Allergie-Fälle zu Lavendel, Minze, Zitronengras und ähnlichen Kräuter-Mix-Präparaten landen in letzter Zeit immer häufiger bei uns auf dem Schreibtisch.       Unser Fazit zum „ganzheitlichen Konzept oder Detox-Formeln zur Tattooentfernung“ lautet:   Pflege Dich, bewege Dich und geh mit dem Detox-Geld mal wieder lecker Essen! Liefere Deinem Körper die Nährstoffe, die er tagtäglich benötigt und schaffe eine kontinuierliche Basis für einen guten und glücklichen Allgemeinzustand. Wassertrinken nicht vergessen! Der Begriff "Ganzheitlich" wird von vielen Anbietern aus unserer Sicht schlichtweg missbraucht mit der Versprechung, dass tätowierte und gelaserte Stoffe mit teuren Kräuter-Mixturen & Co. aus dem Körper ausgeleitet werden können und man sich als Fachmann in allem auskennen würde. Ganzheitlich bedeutet schlichtweg, dass alle Aspekte einer Sache berücksichtigt und größere Zusammenhänge erkannt werden. Wir würden da nur zu gerne wissen, woher diese Anbieter ihre ganzen Erkenntnisse haben, wo doch Medizin und Wissenschaft mit Ihren Untersuchungen und Studien zu Tätowierungen, Tattoo-Mitteln und Lasern noch völlig am Anfang stehen. Zu "Detox" (Entschlackung) empfehlen wir mal in Ruhe den zugehörigen Wikipedia-Eintrag zu studieren.    Wer Fragen hat, kann uns gerne schreiben an info@doctattooentfernung.com Danke Dir fürs Lesen und ganzheitliche Grüße!   .
Permanet Makeup Korrektur Laser Fotolia for DocTattooentfernung Copyright 2017.jpg
Gemeinsam mit SkinWorks AKP - Privatschule für professionelles Piercing & Lasertherapie, veranstalten wir am Sonntag, den 25. Februar 2018 in Köln unseren ersten AUFBAU-Workshop "Anwendung des Nd:YAG Lasers zur Entfernung und Aufhellung von Permanent Make-up (PMU)". Neben umfangreichen Informationen im theoretischen Teil der Veranstaltung, werden wir Ihnen im praktischen Teil (live und in kleinen Gruppen) einen Einblick in die Laser-Behandlungen an Modellen geben. Es wird ein interessanter und umfangreicher Tag - anmelden lohnt sich also!   Referenten: Martina Lehnhoff - Lasertherapeutin seit 2006 (DGP Vorstand/ SkinWorks)Thomas Sembt - GF von DocTattooentfernung (Mitglied ESTPresearch.org/ Bundesverband Tattoo e.V.) Dieser Workshop ist ein AUFBAUKURS zu unserem Workshop "Anwendung des Nd:YAG Laser zur Tattooentfernung"   Wir vermitteln theoretisches Wissen und praktische Übungen zu folgenden Themen: Kundenaufklärung und Einverständniserklärung Anamnese Bogen Rechtliche Hintergründe Behandlungsdokumentation Beurteilung des Permanent Make-ups bezüglich Durchführung und Farbgebung Möglichkeiten und Grenzen der PMU Aufhellung bzw Entfernung Maßnahmen zum Kundenschutz bzw. Unfallverhütung bei Laser Anwendungen im Gesicht Wie reagieren verschiedene PMU Farben auf den Laser Risiken und mögliche Nebenwirkungen Möglichkeiten und Ursachen des Farbumschlags Nachbehandlung und Pflegehinweise Einstellung und Anwendung des Nd:YAG Lasers auf individuelle Kundenanforderung Praktische Anwendung der PMU Entfernung mit zwei modernen Lasersystemen an Modellen     Adresse: SkinWorks - Praxis für Körperschmuck und ästhetische Lasertherapie Händelstrasse 2-4 50674 Köln info@skinworks.de 0221-240 77 65  Workshop-Zeiten: Sonntag, den 25. Februar 2018 von 12.00 bis 18.00 Uhr    Der Preis für den Aufbau-Workshop: "Anwendung des Nd:YAG Lasers zur Entfernung und Aufhellung von Permanent Make-up (PMU)" beträgt  349,- € zuzüglich 19% MwSt für Neu-Teilnehmer  oder 289,- € zuzüglich 19% MwSt. für Teilnehmer, die bereits den Workshop "Anwendung des Nd:YAG Lasers zur Tattooentfernung" absolviert haben. Inklusive Snacks, kalten und warmen Getränken vor Ort und einem gemeinsamen Lunch im Restaurant "Sands" im Steigenberger Hotel Köln. Die Teilnahme wird mittels Zertifikat bestätigt. Eine Seminarunterlage mit den vermittelten Inhalten wird bereitgestellt. Modelle sind ausreichend vor Ort. Wir arbeiten mit zwei hochmodernen Lasersystemen. "BiAxis QS" Nanosekunden- und "enlighten" Picosekunden-Lasersystem. Laserschutzbrillen sowie weiteres hochwertiges Equipment stehen ausreichend zur Verfügung. Den Weg zur Anmeldung und weitere Informationen finden Sie hier oder direkt via Email unter info@skinworks.de   Anmelde-Formular zum Seminar-Workshop    Wir freuen uns über Ihre Teilnahme! .
Dr Stefanie Meyer Tattooentfernung PicoWay Regensburg Copyright 2017
Frau Priv.-Doz. Dr. med. Stefanie Meyer ist seit 2001 auf dem Gebiet der klassischen Dermatologie und Lasermedizin tätig und verfügt über langjährige Erfahrung in der Entfernung von Tattoos aller Farben und Formen mit unterschiedlichsten Lasersystemen. In ihrer 2016 neu eröffneten Privatpraxis für Dermatologie in Regensburg mit Ästhetik- und Laserzentrum hat sich Frau Dr. Meyer auf den Einsatz modernster Lasertechnologien spezialisiert.     Über Ihre Erfahrungen im Umgang mit diesen innovativen Lasersystemen und die jüngsten Entwicklungen zu Tattooentfernung, der Laser-Dermatologie und der wachsenden Nachfrage in der Laserbehandlung, sprach Frau Dr. Meyer mit DocTattooentfernung.     Bitte stellen Sie sich und Ihr Ästhetik- und Laserzentrum in Regensburg in kurzen Sätzen vor. Meine Facharztausbildung habe ich an der Klinik und Poliklinik für Dermatologie der Universität Regensburg unter der Leitung von Prof. Dr. med. Michael Landthaler, einem Pionier der Lasermedizin, durchlaufen. Neben der klassischen Dermatologie habe ich mich schon früh für die Lasermedizin und Ästhetische Dermatologie begeistert. Aus diesem Grund bin ich 2011 nach meiner Habilitation dem Ruf als Chefärztin an die Klinik für Dermatologie und Ästhetik der EuromedClinic in Fürth gefolgt und führte diese Abteilung seit 2015 als selbständige Privatpraxis innerhalb der Schön Klinik Nürnberg/Fürth weiter. Im November 2016 habe ich in meiner Heimatstadt Regensburg eine zweite Praxisniederlassung eröffnet, die ich nun mit dem Schwerpunkt modernste Lasermedizin und Ästhetik führe.   Die Tätowierung und das Permanent Make-up ist in unserer westlichen Gesellschaft heutzutage nicht mehr wegzudenken. Wie ist Ihre persönliche Einstellung gegenüber den allerorts gezeigten Hautverzierungen? Haben Sie eventuell selbst eine Tätowierung oder würden Sie sich eine stechen lassen? Tattoos gehören als individueller Körperschmuck zum Zeitgeist – wie auch schon die Kaiserin Sissi eine Tätowierung auf ihrem Schulterblatt hatte. Ein Anker-Tattoo, das sie sich mit 51 Jahren hatte stechen lassen, um Ihren Freiheitsdrang und Ihre Verbundenheit zur Seefahrt zum Ausdruck zu bringen. Nun, ich selbst habe kein Tattoo, habe aber schon darüber nachgedacht, mein Lippenrot diskret mit Permanent-Make-up verstärken zu lassen oder den Wimpernkranz durch feine schwarze Tattoo-Pigmentpünktchen optisch zu verdichten. Geschmackvolle Tattoos finde ich durchaus reizvoll und ästhetisch. Etwas befremdlich fand ich neulich die Tätowierung einer Patientin, deren Unterschenkel eine flächige Gottesanbeterin in schillerndem Grün zierte – zu allem Überfluss war das Insekt gerade dabei, einen roten Marienkäfer zu verspeisen. Verständlich, dass die Patientin den Wunsch äusserte, diese „Geschmacksverirrung“ schnellstmöglich los zu werden. Die aussergewöhnlichste Tätowierung, die mir aber bisher untergekommen ist, war ein weit aufgerissenes Tigermaul im Vaginalbereich, das bis zum Venushügel reichte… Am häufigsten werden in meiner Praxis Tattooentfernung nachgefragt, meist „Jugendsünden“, die nicht mehr gefallen oder Tattoos, die sich im sichtbaren Bereich befinden und im Berufsleben hinderlich sind. Aber auch Motivkorrekturen bzw. –wechsel, sowie Cover-up Vorbereitungen werden zunehmend gewünscht. Permant Make-up Unfälle, z.B. misslungene Lippenkonturen oder falsch gezeichnete Augenbrauen, sowie unschöne oder verwaschene Permanent-Lidstriche stehen ebenfalls auf der Tagesordnung. Nicht selten werden Mütter mit ihren Töchtern, häufig im Teenager-Alter, mit einem frisch-gestochenen Tattoo notfallmässig bei mir vorstellig, um Tattoo-„Fehlentscheidungen“ schnellstmöglich wieder loszuwerden. Das funktioniert gerade bei frisch gestochenen Tattoos erstaunlich gut.   Würden Sie unseren Lesern bitte erläutern, wie die Behandlung mit dem Laser in Ihrer Praxis typischerweise abläuft, wenn sich ein Patient ein Tattoo entfernen lassen möchte? Welches ist Ihr bevorzugtes Lasersystem?  Ich habe mich nach langjähriger universitärer Erfahrung mit dem Rubinlaser in meiner Praxis bewusst für das modernste, effektivste und schmerzärmste Lasersystem, das es derzeit auf dem Markt gibt, entschieden: Den brandneuen dreiwelligen Pikosekunden-Laser PicoWay, der Tattoos jeglicher Art und Farbe unglaublich schnell, hautschonend und effektiv entfernt. Dieser weltweit leistungsstärkste Pikosekundenlaser ermöglicht erstmalig durch 3 Wellenlängen (1064nm / 532nm / 785nm) eine schnellere und sichere Tattooentfernung. Der Picoway hat die derzeit kürzesten Pikosekunden-Impulse auf dem Markt. Die Vorteile des Picoway liegen auf der Hand: Unerwünschte Tätowierungen jeglicher Art und Farbe lassen sich entfernen. Farbenfrohe, ansonsten schwer behandelbare Tattoos, sind kein Hindernis. Er beseitigt sogar Tattoos, die zuvor mit herkömmlichen Lasern, sogenannte Q-switched Nanosekundenlasern erfolglos anbehandelt wurden. Für die Entfernung sind weniger Sitzungen erforderlich und die Abstände zwischen den Behandlungen sind kürzer (meist nur 3-4 Wochen). Die gelaserte Haut heilt nach der Behandlung schneller ab und die Behandlung ist weitaus weniger schmerzhaft, da das Gewebe durch den Billionstel-Sekunden kurzen Laser-Impuls weniger traumatisiert wird. Er ist für alle Hauttypen geeignet und hat dazu noch eine hautstraffende Wirkung. Wie viele Behandlungen sind durchschnittlich nötig? Die Wirksamkeit der Behandlung hängt von vielen Faktoren, wie der Farbe, dem Alter des Tattoos, Position, Tiefe, Größe und Art der Tätowierung ab. Mit dem PicoWay kann man durch die effektivere Entfernung der Tätowierung und der kürzeren Behandlungsabstände von einer Halbierung der bisherigen Behandlungswiederholungen, die mit einem herkömmlichen Lasersystem benötigt worden wäre, ausgehen. Für alle Tattooentfernungen werden für ein optimales Ergebnis aber immer mehrere Behandlungen benötigt. In der Regel beenden meine Patienten nach 8 Sitzungen die Lasertherapie mit ihrem Wunschergebnis. Das ist ein Durchschnittswert. Kleine, einfarbige, frische Tattoos können schon nach 3-4 Sitzungen komplett verschwunden sein. Wieviel kostet eine Behandlung? Die Behandlungskosten hängen von der Umgebung, der Größe und dem Zustand der Tätowierung ab. Eine Lasersitzung kostet z.B. bei einem kleinen einfarbigen Tattoo 150 Euro. Bei einem sehr großen flächenhaften Tattoo, z.B. am Rücken, ca. 500 Euro. Wie oft eine Behandlung wiederholt werden muss, um das entsprechende Ergebnis (komplette Entfernung oder Basis für ein Cover-up) zu erzielen, ist individuell verschieden. Hier ist die persönliche Beratung durch den Arzt essentiell. Was passiert physiologisch, wenn das Laser-Licht auf die Haut gerichtet wird? Wie funktioniert der PicoWay und ist die Behandlung schmerzhaft? Die bahnbrechende Pikosekunden-Technologie zerschießt das Tattoo in einer Billionstel Sekunde in winzige Partikel, die anschließend durch natürliche Prozesse des Körpers beseitigt werden können. Die Farbpigmente werden durch eine photoakustische Reaktion zerstört. Diese Impulse sind so kurz, dass kaum Wärmeentwicklung entsteht. Die Behandlung ist somit wesentlich schmerzarmer und Nebenwirkungen deutlich reduziert. Das Schmerzempfinden variiert bei jeder Person und je nach Art und Lage der Tätowierung auf dem Körper. Männer sind meist etwas schmerzempfindlicher als Frauen. Durch Kühlung der Haut, Auftragen von Betäubungscremes oder aber einer örtlichen Betäubung ist die Laserbehandlung aber gut tolerierbar. Keiner meiner Patienten hat die Behandlung bisher aufgrund von Schmerzen abgebrochen. Was können Patienten erwarten und welche Vorsichtsmaßnahmen sollten während der gesamten Behandlung beachten werden? Beim ersten Besuch wird nach eingehender ärztlicher Aufklärung über Risiken und Nebenwirkungen, sowie Verhaltensregeln vor und nach der Lasertherapie und Fotodokumetantion des Ausgangsbefunds die Reaktion der Haut auf den Laser getestet, um die effektivsten Parameter, d.h. Energieeinstellungen und Wellenlängen für die Behandlung zu bestimmen. Unmittelbar nach der Behandlung kann eine kalte Kompresse aufgelegt werden, um den behandelten Bereich zu beruhigen. Ich verschreibe auch sehr gerne eine hautberuhigende Lotion. In manchen Fällen kann eine antibiotische Creme verordnet werden. In den ersten Tagen muss strikt darauf geachtet werden, dass keine Reibung an der behandelten Hautstelle entsteht und Sport ist verboten. Es dürfen keine Peelings verwendet werden. Ausserdem sind Sonnenexposition, Solarium, Pool und Sauna zu meiden. Sollten sich Krusten oder Schorf bilden, darf der Patient diese nicht eigenmächtig entfernen. Hier empfehle ich einfach zur ambulanten Nachsorge in meine Praxis zu kommen. Sind Laser-Tattoentfernungen sicher und gibt es Nebenwirkungen? Der PicoWay Laser zielt nur auf Pigmente, in diesem Fall auf tätowierte Stellen ab. Somit wird die umgebene Haut bei der Behandlung nicht beschädigt. Es wird außerdem wesentlich weniger Wärme als bei herkömmlichen Lasern erzeugt, da der Picoway mit seinen Pikosekunden zum größten Teil mit einem Photoakustik-Effekt arbeitet und nicht mit einem thermischen Effekt. Dies garantiert eine sichere Behandlung mit weniger Nebenwirkungen. Nach den Behandlungen kann sich die Haut verfärben oder es kommt zu einer Rötung rundum die Behandlungsstelle. Bei einigen Patienten kann auch eine vorübergehende Aufhellung der Haut sichtbar sein. Das wird sich in der Regel aber nach einiger Zeit normalisieren.   Welche Patientengruppen kommen zu Ihnen hauptsächlich in die Praxis, um sich lasern zu lassen? Gut 2/3 der Patienten wünschen die Tattooenfernung, weil das Tattoo eine Jugendsünde ist und nicht mehr zu ihnen passt oder nicht mehr gefällt, oder aber ihrem Traumjob oder ihrer beruflichen Karriere im Weg steht. 1/3 der Patienten wünscht ein Cover-up oder eine Detailkorrektur oder aber die Beseitigung eines misslungenen Permanent Make-ups. Gelegentlich konsultieren mich auch Patienten mit Schmutz-Tätowierungen, z.B. nach Verkehrsunfällen.   Wie schätzen Sie die zukünftige Entwicklung der Nachfrage in den Praxen/ Kliniken auf dem Gebiet der Pigment-Laser-Dermatologie ein? Die Nachfrage nach Tattooentfernungen wird in den nächsten Jahren stark ansteigen. Auch die Beseitigung unschöner Melasmen, d.h. hormonbedingter Pigmentverschiebungen, unter denen viele Frauen im Gesicht leiden, ist ein Wachstumsmarkt. Der Wunsch nach makelloser, ebenmässiger Haut ist im Zeitalter der Anti-Aging Medizin so groß wie noch nie. Von den Laser-Herstellern erwarte ich mir in den kommenden Jahren die Weiterentwicklung der modernen Lasertechnologie hin zu noch effektiveren, dabei immer schonenderen Lasersystemen, die nahezu schmerzfrei sind und so gut wie keine Ausfallzeiten für den Patienten bedingen. Zudem sind fundierte klinische Studien erforderlich, um die Qualität und die Behandlungsergebnisse der verschiedenen Lasersysteme und Anbieter besser miteinander vergleichen zu können. Innerhalb Europas sind einheitliche Reglements und Auflagen zu Laseranwendung unabdingbar. Die Anwendung von Lasern gehört in die Hände medizinscher Profis, d.h. lasermedizinisch erfahrener Ärzte bzw. entsprechend ausgebildetem medizinischem Personal, die die Grundlagen der Laserphysik aus dem FF beherrschen und auch die Risiken und Nebenwirkungen der Lasermedizin kennen und ggf. auch mit Komplikationen und unerwünschten Laserwirkungen umgehen können. Laien, wie Kosmetikerinnen und selbsternannte Laserspezialisten, die in diversen Ketten und Tattoo- und Haarentfernungsstudios wie Pilze aus dem Boden schießen, haben beim Lasern auf menschlicher Haut meiner Meinung nach nichts verloren! Ich habe mehr als 15 Jahre Erfahrung in der Lasermedizin und kann jeden Kollegen, der interessiert ist, sich einen Laser zur Tattooentfernung anzuschaffen, die einschlägigen Fachkongresse und Messen zu besuchen, um sich einen fundierten Überblick zu den verschiedenen Lasersystemen zu verschaffen. Auf jeden Fall sollte man jedes Lasersystem einige Zeit im Praxisalltag testen, und sich im Handling von den Laseranbietern umfassend schulen lassen und Workshops mit hand-on Trainings besuchen.   Nun kann sich im Grunde jedermann einen Laser kaufen und nach der Einweisung durch den Hersteller die Behandlung anbieten – ist der Umgang tatsächlich so einfach zu erlernen oder gehört mehr dazu als guter Wille? Laser gehören grundsätzlich in die Hand des geschulten, speziell ausgebildeten Arztes bzw. des entsprechend geschulten und qualifizierten Praxispersonals. Ein zertifizierter Laserschutzkurs ist für jeden Anwender ein Muss. Medizinische Laser gehören nur in die Hände eines Arztes bzw. ihre Anwendung sollte unter ärztlicher Überwachung/ Kontrolle erfolgen. Nur der Arzt kann im Falle einer Komplikation, wie einer Infektion des gelaserten Areals entsprechende Maßnahmen einleiten, wie ein Antibiotikum verordnen und eine professionelle Wundversorgung leisten. Das kann ein Laie schlichtweg nicht. Und auch keine Kosmetikerin.   Was können Patienten tun, um den Behandlungsprozess selbst noch zu unterstützen? Am wichtigsten ist es, nur die vom Arzt angeordneten Nachsorge-/Pflegeprodukte zu verwenden. Ich verordne gerne leichte Zink- und Dexpanthenol-haltige Pflegeprodukte, die die Regeneration der Haut fördern. Gele auf Alkoholbasis, ätherische Öle wie Teebaumöl o.ä. haben auf gelaserter Haut generell nichts verloren. Angeblich ganzheitlichen, kostspieligen Rezepturen, Tees und Detox-Ernährungskonzepten kann ich persönlich nichts abgewinnen. Der Heilungsprozess der Haut verläuft in der Regel unkompliziert, wenn der Patient die Empfehlungen des Arztes zur Wundpflege befolgt und die in der ärztlichen Aufklärung erörterten Verhaltensregeln nach der Laserbehandlung einhält.   Was raten Sie Ihren Patienten, wenn sie sich ein Tattoo stechen lassen möchten? Ich persönlich lege großen Wert auf die persönliche Empfehlung von Bekannten oder Freunden und deren Erfahrungswerte. Internetportale und Tattoomessen sind sicherlich auch hilfreich bei der Auswahl des Tattookünstlers und natürlich das persönliche Beratungsgespräch mit dem Tattoo-Künstler selbst. Lieber ein Informationsgespräch mehr, als eines zu wenig. Muttermale und suspekte Hautveränderungen unklarer Dignität dürfen vom Tätowierer auf keinen Fall tätowiert werden. Hier muss vor der Tätowierung unbedingt ein Hautarzt zu Rate gezogen werden. Ich erinnere mich an einen jungen Mann, der an der Uniklinik mit schwarzem Hautkrebs vorstellig wurde. Ein Muttermal innerhalb eines flächigen Tattoos am Rücken hatte sich bösartig verändert. Ein verantwortungsvoller, erfahrener Tätowierer wird Pigmentmale nicht übertätowieren. Soviel ist sicher. Noch ein paar Worte zur Kombination von Laserepilation störender Körperbehaarung und dem Stechen von Tattoos: Dass eine Laserepilation beim Wunsch nach dauerhafter Haarentfernung vor dem Stechen eines Tattoos erfolgen sollte und nicht erst hinterher, versteht sich von selbst! Denn sonst wird bei der Laserepilation der Haare auch gleich das Tattoo zerschossen und es können Narben entstehen. Ich würde mich selbst nur von einem erfahrenen Tattooprofi tätowieren lassen, der hygienisch arbeitet und mir Auskunft und Referenzen zu den verwendetet Tattoofarben geben kann. AZO-Farbstoffe, die wegen ihrer Farbbrillianz und Lichtbeständigkeit früher gerne für Tattoos verwendet wurden, gehören nicht unter die Haut, nicht zuletzt wegen ihrer krebserregenden Wirkung. Letztendlich ist die Wahl des Tattookünstlers aber Vertrauenssache, genauso wie die Arztwahl.   Wir haben in den letzten Jahren bei der Arzt- und Netzwerk-Akquise für DocTattooentfernung.com häufig festgestellt, dass viele Hautärzte in D/A/CH kaum Bezug zu professionellen Tätowierern und ihren Studios haben. Geschweige denn genaueren Kenntnisstand über verwendete Tattoo- und Permanent Make-up Mittel haben. Wie und was sollte man unbedingt ändern? Gerade im Hinblick auf die Laserbehandlung und eine mögliche Zusammenarbeit mit der Tattoo-Branche? Der Dialog und Austausch zwischen Tattooprofis und Dermatologen, die die Laser-Tattooentfernung in ihrer Praxis durchführen, muss unbedingt vertieft werden. Ich war im Frühjahr diesen Jahres am Klinikum der Universität Regensburg und habe den ECTP 2017, den European Congress on Tattoo and Pigment Research besucht. Hier waren sowohl Ärzte als auch Tätowierer vertreten. Der Kongress bot eine hervorragende Plattform, sich interdisziplinär auszutauschen und mehr über die Kunst des Tätowierens und die ärztliche Kunst des Tattooentfernens zu erfahren. Der Besuch solcher Tagungen ist goldwert. Ihr Portal DocTattooentfernung.com leistet hier wirklich grundlegend Entwicklungs- und Vermittlungsarbeit. „Auf gut Glück drauflos lasern“ gibt es bei mir in der Praxis nicht. Die strengen Qualitätsstandards, die ich in meiner Zeit an der Universitätsklinik Regensburg in der Hautklinik und als Prüfärztin klinischer Studien verinnerlicht habe, sind für mich richtungsweisend. Dazu gehört die eingehende Anamnese zum Alter und der Herkunft des Tattoos, die Inspektion des Tattoos und die mündliche und schriftliche Aufklärung des Patienten zu Risiken, Erfolgschancen und möglichen Nebenwirkungen der Laserbehandlung. Mit dem schriftlichen Einverständnis des Patienten kann dann eine sog. Probelaserung eines kleinen Tattoo-Areals zum Testen des Lasereffekts erfolgen. Die Parameter der Laserbehandlung berücksichtigen hier sowohl den Hauttyp als auch das Alter, die Ausführung, Farbe, Hautschicht und Lokalisation des Tattoos. Selbstverständlich ist die sorgfältige Fotodokumentation des Tattoos vor und nach der Laserbehandlung. Nur so kann der Behandlungserfolg der Laserung im zeitlichen Verlauf objektiv verfolgt und beurteilt werden. Diese Vorgehensweise zeichnet eine professionelle ärztliche Tattooentfernung mittels Laser aus. .

Tod durch Tattoo?

gepostet am 01.06.2017

Tattoo Unterschenkel Quelle BMJ Case Reports Copyright 2017
 Ein 31-jähriger junger Mann ließ sich am Unterschenkel ein Tattoo stechen. Die Nachsorgehinweise seines Tätowierers waren klar und deutlich. Unter anderem lautete seine Mahnung: mindestens zwei Wochen auf Schwimmen und Vollbäder zu verzichten. Das hielt seinen Kunden allerdings nicht davon ab, fünf Tage nach dem Stechen in Küstennähe des Golf von Mexico in die trübe Welle einzutauchen. Raus aus dem Wasser kam er wohl nicht alleine. Eine in solchen Küstengebieten bekannte Stäbchen-Bakterie „Vibrio vulnificus“ hatte sich durch die Tattoo-Wunde in seinem Körper eingenistet.    Was das British Medical Journal (BMJ est. 1840) Ende Mai 2017 in einem Fallbericht veröffentlicht, zählt eher zu den Einzelfällen und setzt u.a. weitere Umstände voraus. Aber er ist gravierend und wir schreiben dazu in unserem Blog als Erinnerung daran, sich bitte, bitte an die Nachsorge- und Pflegehinweise Eures Tätowierers und auch Lasertherapeuten zu halten. Und zwar strickt!!   Die Tätowierung ist und bleibt eine Verletzung unserer äußeren Schutzschicht - der Haut! Feine Tätowiernadeln öffnen und perforieren die äußere Hautschicht (Epidermis), um die mitgeführten Tattoo-Mittel auf ihrem Weg in die mittlere Hautschicht Dermis zu liefern. Dort sollen die Tattoo-Pigmente abgelegt und vom Körper verkapselt werden, um nach Abheilung für uns sichtbar als Tattoo-Motiv zu erscheinen. Für diese Heilungsphase bzw. die Reparatur der genadelten Hautstelle – der WUNDE - benötigt der menschliche Organismus Zeit. Bitte gebt sie ihm! Für den Körper sind diese Tattoo-Pigmente Fremdkörper, die dort seiner Meinung nach nicht hingehören. Das Immunsystem ist zusätzlich nun vehement damit beschäftigt, sich von diesen Fremdstoffen zu trennen. Der Körper schafft es größten Teils aber nicht, weil die Partikel für den natürlichen Abtransport zu groß sind und baut die Tattoo-Mittel in die Hautschicht ein.     Die Zeit des Strandurlaubs in fernen Ländern rückt näher  Eben fröstelten wir noch in unseren Daunenjacken und schon sind es 30 Grad und der Sommerurlaub ruft uns. Endlich wieder nackte Haut zeigen. Alle rennen hektisch ins Fitnessstudio, um noch schnell das Silvester-Raclette loszuwerden. Oder ins Tattoo-Studio, um mit frischer Farbe am Strand glänzen zu können. Manch einer lässt sich das Tattoo auch erst als Reiseandenken auf dem Parkplatz des mexikanischen Abflughafens Richtung Heimat stechen >>Popocatépetl – ich war drauf<<. Hepatitis A-G gibt es im Tattoo-Bully für 500MXN (mexikanischer Peso) dann gleich inklusive. Aber man muss nicht erst weit weg reisen, um sich eine Infektion an seiner frisch tätowierten Haustelle einzufangen. Da reicht oft schon ein falscher Handgriff. Hände waschen nicht vergessen!    ACHTUNG BEIM WEITERLESEN - FOLGENDE FOTOS SIND NICHT OHNE!    Vibrio vulnificus – Grund für einen septischen Schock durch eine kontaminierte Tätowierung? Wie Eingangs schon erwähnt, handelt es sich bei diesem Fall um einen Extremfall. Wie Nicholas Hendren , Senthil Sukumar und Craig S Glazer als Erinnerung einer wichtigen Lektion in ihrer Fallstudie im BMJ Ende Mai 2017 zusammengefasst berichten, hat der oben erwähnte 31-jährige Mann eine medizinische Vorgeschichte. Als der Mann in die Notaufnahme aufgrund eines septischen Schocks und Cellulitis eingeliefert wurde, ging man schnell vom Verdacht einer Vibrio vulnificus Infektion aus. Die Stäbchen-Bakterien sind in den Küstenregionen und Feuchtgebieten dieser Länder nicht unbekannt und eng verwandt mit Vibrio cholerae, dem Auslöser für Cholera. Zusätzlich zu der hohen Mortalität durch Infektion war bei diesem Patienten eine chronische Lebererkrankung das Problem. Trotz aggressiver Erstbehandlung verschlechtere sich sein Zustand innerhalb der ersten 24 Stunden, so dass lebenserhaltende Maßnahmen eingeleitet werden mussten. Durch zu niedrigen Blutdruck und die eingeschränkte Blut/Sauerstoff –Versorgung, versagten nach wenigen Wochen seine Organe und der Patient entwickelte einen septischen Schock und verstarb.     (Bild-Quelle: BMJ Report 05/17) Fazit und unser Tipp an dieser Stelle : Wie in unserer Überschrift „Tod durch Tattoo?“ mit einem Fragezeichen gekennzeichnet, ist eine Antwort sicherlich umfangreicher. Die Umstände, die bei diesem beschriebenen Patienten schlussendlich zum Tod führten, sind sicherlich nicht die Regel - können aber eben vorkommen!! Unsere Behauptung dazu lautet: keiner stirbt an einem Tattoo!! Dazu gehören IMMER weitere unglückliche Umstände und Faktoren. Unser Körper und unser Organismus sind nicht doof – im Gegenteil! Aber gerade die Menschen in den westlichen Industrienationen werden immer empfindlicher. Ob Allergie, Unverträglichkeiten, die stetige Sensibilisierung durch die Aufnahme von Antibiotika und anderen Arzneien, schwächen unseren Körper immer weiter und machen ihn empfänglicher für Schädlinge, Viren und Bakterien. Man muss dafür nicht extra frisch tätowiert nach Mexico fliegen und in den Resten der Deepwater Horizon baden. Wir hüpfen hier nicht mal unverwundet zur Abkühlung in die Spree oder würden Austern aus dem Wannsee roh verzehren. Think before you ink!! Hört auf Euren professionellen Tattoo-Artist oder Laserologen und benutzt Euren Menschenverstand. Beachtet die Nachsorgehinweise und pflegt Euch und Eure tätowierte Hautstelle. "Die Haut ist unser Astronautenanzug da draußen!"   Quelle: http://casereports.bmj.com/content/2017/bcr-2017-220199.abstract?sid=3e2... _______________________   Lest auch gerne mal hier, wie man ein infiziertes Tattoo behandeln soll und was es zu beachten gibt, damit es nicht zur Infektion kommt?  http://de.wikihow.com/Ein-infiziertes-Tattoo-behandeln (Quelle: www.wikihow.com)  Schlussendlich empfiehlt sich natürlich immer der Gang zu Eurem Arzt, Apotheker oder Tätowierer für mehr Informationen!    .

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